Hopfen

Hopfen giftig? Alles über seine möglichen Gefahren

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Hopfen ist nicht nur für die Bierherstellung unverzichtbar, sondern auch eine vielseitige Pflanze mit interessanten Eigenschaften. Erfahren Sie mehr über die Giftigkeit, die Verwendung als Heilpflanze, den Anbau im Garten und die Bedeutung im Brauprozess.

Hopfen essbar
Kein Pflanzenteil am Hopfen ist giftig

Giftigkeit von Hopfen für Menschen

Hopfen ist für Menschen im Allgemeinen nicht giftig. Blätter und junge Triebe können bedenkenlos verzehrt werden und werden in Bayern beispielsweise als „Hopfenspargel“ geschätzt. Die weiblichen Blüten enthalten ein aromatisches Harz, das beruhigende und antibakterielle Eigenschaften besitzt, weshalb Hopfenblütentee oder Hopfenextrakt bei Schlafstörungen und Nervosität Anwendung findet. Auch bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden kann Hopfen hilfreich sein.

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Beachten Sie dabei Folgendes:

  • Frische Hopfenzapfen können allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Beim Ernten sollten Handschuhe getragen werden, um Haut- und Schleimhautreizungen zu vermeiden.
  • Große Mengen Hopfen können zu Erbrechen, Fieber und Herzrhythmusstörungen führen.

Giftigkeit von Hopfen für Tiere

Hopfen ist für Hunde, Katzen und andere Haustiere nicht giftig. Allerdings können frische Hopfenzapfen Haut- und Schleimhautreizungen verursachen. Achten Sie darauf, dass Haustiere nur an den Blättern knabbern.

Hopfen als Heilpflanze

Hopfen enthält Wirkstoffe wie Bitterstoffe, Gerbstoffe und verschiedene ätherische Öle. Diese Inhaltsstoffe haben appetitanregende, beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften. Hopfenblütentee hilft bei Schlafstörungen, indem zwei Teelöffel Hopfenblüten mit heißem Wasser übergossen und 10-15 Minuten ziehen gelassen werden. Hopfen wird auch in Teemischungen für die Blutreinigung und bei nervösen Herzbeschwerden genutzt.

Hopfen im Garten

Hopfen ist eine schnell wachsende Kletterpflanze, ideal zur Begrünung von Zäunen und Wänden. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte mit feuchtem, nährstoffreichem Boden. Die Pflanze ist winterhart und mehrjährig, wobei die Triebe im Winter absterben und im Frühjahr neu austreiben. Eine Wurzelsperre kann das unkontrollierte Ausbreiten verhindern. Der Hopfen kann durch Aussaat, Stecklinge oder Ableger vermehrt werden.

Bei der Pflege des Hopfens ist auf Krankheiten wie Verticillium-Welke und Mehltau zu achten.

Hopfen im Brauprozess

Hopfen ist eine Hauptzutat beim Bierbrauen, da die weiblichen Hopfenzapfen das Lupulin enthalten, welches für Geschmack und Aroma des Bieres verantwortlich ist. Im kommerziellen Anbau werden nur weibliche Pflanzen kultiviert, da die Bestäubung durch männlichen Pollen den Ertrag mindern kann.

Hopfen bleibt somit eine faszinierende Pflanze, sowohl für den Garten als auch für die Küche und die Heilkunde.

Bilder: w-ings / iStockphoto