Hopfen kochen
Die jungen Triebe des Hopfen können in der Küche zu leckeren Gerichten verarbeitet werden

Hopfen ist essbar – So lässt sich Hopfen zum Essen verwenden

Dass Hopfen zum Brauen von Bier unerlässlich ist, weiß jedes Kind. Dass Sie Hopfen auch essen können, wissen nur die wenigsten. Dabei gilt das einst als Arme-Leute-Essen verschriene Frühlingsgemüse heute als echte Delikatesse. Essbar sind die jungen Triebe, die mühsam von Hand geerntet werden müssen.

Verwendungsmöglichkeiten für Hopfen in der Küche

  • Hopfensuppe
  • Hopfensalat
  • Hopfengemüse
  • Hopfenlikör
  • Hopfenschnaps

Hopfen, auch wild wachsender Hopfen, ist nicht giftig, sondern gilt mittlerweile echte Delikatesse. Die zarten Sprossen haben einen leicht nussigen Geschmack. Gekocht und zubereitet wird Hopfen wie Spargel. Deshalb lässt sich Hopfen für alle Gerichte verwenden, für die Sie auch Spargel nehmen können.

Erntezeit für Hopfenspargel

Die Erntezeit für Hopfenspargel ist das Frühjahr, wenn die zarten Sprossen aus dem Boden sprießen. Hopfen entwickelt Hunderte solcher Nebentriebe. Wird er gewerblich genutzt, bleiben nur vier bis sechs Hopfenranken stehen. Der Rest wird geschnitten und kann dann in der Küche zubereitet werden.

Die Ernte, die nur wenige Wochen im Frühjahr dauert, ist anstrengend. Jede in etwa fingerdicke Sprosse muss von Hand gepflückt werden. Dafür wird sie mit Daumen und Zeigefinger vorsichtig abgeknipst. Lange lagern lassen sich die empfindlichen Sprossen nicht. Sie sollten möglichst umgehend verarbeitet werden.

Hopfen kochen

Hopfen kochen Sie genauso wie grünen Spargel. Es reicht, wenn Sie das Ende abschneiden, den Hopfen gründlich waschen und abtrocknen lassen.

Anschließend wird er in kochendem Wasser mit Salz und Zucker oder Gewürzen nach Geschmack für wenige Minuten gekocht. Hopfenspargel können Sie aber auch mit Käse im Ofen überbacken und warm essen.

Aus den Hopfensprossen lassen sich außerdem Likör oder Hopfenschnaps herstellen.

Hopfen ist roh und gekocht essbar

Survival-Experten schätzen rohen Hopfen als Möglichkeit, sich unterwegs zu ernähren. Die Jungsprossen sind auch roh essbar. Sie sollen dann allerdings den Sexualtrieb dämpfen.

Gekocht entfaltet Hopfen das gewünschte Aroma. Speisen mit gekochtem Hopfen wird eine Sexualtrieb steigernde Wirkung zugeschrieben.

Tipps

Im größten Anbaugebiet für Hopfen, der Hallertau oder Holledau, erhielten einst die Tagelöhner einen Teil ihres Lohns in Hopfenspargel ausgezahlt. Daher gilt Hopfen als Arme-Leute-Essen, das früher nur in Notzeiten auf den Tisch kam.

Text: Sigrid Hestermann

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