Rose

Rosen umpflanzen: So gelingt der Umzug ohne Schäden

Artikel zitieren

Der beste Zeitpunkt, um Rosen umzupflanzen, ist im Spätherbst oder Winter. Dieser Artikel bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das erfolgreiche Umpflanzen, von der Vorbereitung der Rosen bis zur Pflege am neuen Standort.

Rosen umsetzen
Rosen sollten am besten im Herbst umgesetzt werden

Der richtige Zeitpunkt zum Umpflanzen

Die ideale Zeit zum Umpflanzen von Rosen ist von Anfang November bis Mitte Februar. In dieser Phase haben die Rosen keine Blüten und Blätter mehr, wodurch sie weniger Wasser verlieren und sich auf das Wurzelwachstum konzentrieren können. Umpflanzungen während der Vegetationsperiode, insbesondere im Frühjahr und Sommer, sollten vermieden werden, da die Pflanzen dann empfindlicher auf Störungen reagieren.

Lesen Sie auch

Rosen auf das Umpflanzen vorbereiten

Schneiden Sie die Rosen vor dem Umpflanzen zurück, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren. Dies schafft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wurzel- und Triebmasse:

  • Beet- und Edelrosen: Schneiden Sie auf etwa 10 bis 20 cm über der Veredelungsstelle zurück. Achten Sie darauf, dass an jedem Hauptast einige Triebansätze bleiben.
  • Strauch-, Wild- und Kletterrosen: Kürzen Sie die Hauptäste auf 50 bis 70 cm und die Seitentriebe auf etwa eine Handbreit. Entfernen Sie abgestorbene Triebe vollständig.

Rosen ausgraben

Das sorgfältige Ausgraben der Rosen ist entscheidend, um die Wurzeln möglichst wenig zu beschädigen.

  1. Graben ziehen: Ziehen Sie mit einem Spaten in einem Abstand von 30 bis 50 cm rund um die Rose einen Graben und durchtrennen dabei die Wurzeln.
  2. Rosenstock anheben: Lockern Sie den Wurzelballen mit einem Spaten und heben Sie den Rosenstock vorsichtig aus dem Boden. Gegebenenfalls können Sie eine Grabegabel verwenden.
  3. Wurzelballen inspizieren: Entfernen Sie beschädigte oder gequetschte Wurzeln mit einer scharfen Gartenschere, um den Neuaustrieb zu fördern.

Den neuen Standort vorbereiten

Bereiten Sie das Pflanzloch vor, indem Sie es doppelt so groß und tief wie den Wurzelballen ausheben. Lockern Sie den Boden und reichern Sie ihn mit Humus oder einem lockeren Pflanzsubstrat an. Ein sonniger, luftiger und nährstoffreicher Standort ist ideal für das Wachstum der Rose.

Rosen einpflanzen

  1. Rose einsetzen: Setzen Sie den Rosenstock in das vorbereitete Pflanzloch. Rütteln Sie die Rose leicht, damit Erde in die Hohlräume zwischen den Wurzeln gelangt.
  2. Verdichten und anhäufeln: Treten Sie die Erde um die Rose herum fest und häufeln Sie sie etwa 20 cm hoch an, um den Wurzelballen zu schützen.
  3. Wässern: Gießen Sie die Rose gründlich. Ein Gießrand hilft, das Wasser direkt zu den Wurzeln zu leiten.

Nach dem Umpflanzen

Nach dem Umpflanzen benötigen die Rosen besondere Pflege:

  • Winterschutz: Decken Sie die Rosen im ersten Winter mit Reisig, Tannenzweigen oder Laub ab, um die Wurzeln vor Frost zu schützen.
  • Wässern: Wässern Sie die Rosen regelmäßig und ausreichend, besonders in den ersten Wochen nach dem Umpflanzen und bei Trockenheit.
  • Düngen: Im Frühjahr können Sie die Rosen mit einem milden Dünger oder Kaffeesatz versorgen.

Besonderheiten beim Umpflanzen alter Rosen

Ältere Rosen haben ein ausgeprägtes Wurzelwerk und reagieren empfindlicher auf Umpflanzungen.

  • Großzügiger Wurzelballen: Stechen Sie in einem großzügigen Radius um die Rose herum und bewahren Sie möglichst viele Feinwurzeln.
  • Herbst als beste Pflanzzeit: Versetzen Sie ältere Rosen am besten im Spätherbst, damit sie genug Zeit zum Einwurzeln haben.
  • Intensivere Pflege: Gießen Sie ältere Rosen regelmäßig und schützen Sie sie vor Frost. Decken Sie sie im ersten Winter ebenfalls mit Laub oder Reisig ab.