Kletterrosen Stecklinge
Die Vermehrung über Stecklingen ist bei Kletterrosen vielversprechend

Kletterrosen am besten vegetativ vermehren

Sie - oder Ihr Nachbar / eine Freundin oder sonst ein bekannter Mensch - haben eine besonders schön blühende und wüchsige Kletterrose im Garten, die Sie gern vermehren möchten? Nur zu - das ist gar nicht so schwierig wie vielleicht befürchtet!

Kletterrosen durch Stecklinge vermehren

Am einfachsten lassen sich Kletterrosen durch Stecklinge vermehren, die direkt nach der Blüte geschnitten werden. Der beste Zeitpunkt für das Schneiden der Stecklinge ist dabei der August, wenn es noch warm und sonnig ist. Die Triebe sind so spät im Sommer schon gut ausgereift, so dass die Chance für eine Bewurzelung umso besser ist.

  • Wählen Sie mehrere, etwa 15 bis 20 cm lange, gerade abgeblühte Triebe.
  • Jeder Trieb sollte etwa fünf bis sechs Augen aufweisen.
  • Schneiden Sie diese mit einer scharfen, desinfizierten Rosenschere von der Mutterpflanze.
  • Die Schnittfläche sollte leicht schräg gehalten werden.
  • Entfernen Sie alle Blätter bis auf die obersten beiden.
  • Tauchen Sie die Schnittfläche in ein Bewurzelungssubstrat.
  • Pflanzen Sie den Steckling nun in einen mindestens 30 Zentimeter tiefen Topf mit sandiger Anzuchterde.
  • Jeder Steckling sollte seinen eigenen Pflanztopf erhalten – Rosen mögen keine Konkurrenz.
  • Gießen Sie den frisch gepflanzten Steckling gut an.
  • Stülpen Sie eine abgeschnittene PET-Flasche oder ein Weckglas über den Steckling.
  • Dies dient als Mini-Gewächshaus und soll für ein warm-feuchtes Klima sorgen.

Die erfolgreich bewurzelten Rosenstecklinge können im Mai des Folgejahres an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden.

Erfolgsquote liegt bei etwa 30 Prozent

Schneiden Sie gleich mehrere Stecklinge, auch wenn Sie nur ein oder zwei Pflanzen ziehen wollen. Bei Kletterrosen liegt die Erfolgsquote bei der Stecklingsvermehrung bei etwa 30 Prozent, was bedeutet, dass von drei Ablegern sich lediglich einer bewurzelt.

Vermehrung mit Steckhölzern

Statt Stecklingen können Sie im späten Herbst oder Winter aber auch Steckhölzer schneiden. Dabei handelt es sich um ein gut verholztes Triebstück, von dem sämtliche Blätter entfernt werden. Diese etwa zwischen 20 und 30 Zentimeter langen Triebe werden, in feuchtem Sand gelagert, in einem kalten und frostfreien Raum überwintern und können ab März in ein Sand-Torf-Gemisch gepflanzt werden. Das bewurzelte Steckholz kann schließlich bereits im Herbst ausgepflanzt werden.

Tipps

Die Erfolgsquote bei der Bewurzelung soll sich erhöhen, wenn der Steckling in eine Kartoffel (die ebenfalls mit eingepflanzt wird) gesteckt wird.

Text: Ines Jachomowski

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