Rosen wiederbeleben
Je nach Ausmaß des Befalls lassen sich kranke Rosen oft noch retten

Kranke und vertrocknete Rosen retten

Nicht jede tot oder sterbend aussehende Rose hat tatsächlich das Zeitliche gesegnet, denn insbesondere verdorrte bzw. schlecht wachsende Exemplare lassen sich oft noch retten. Ob ein solches Vorhaben Früchte tragen kann, können Sie selbst ganz einfach mit der Nagelprobe feststellen: Kratzen Sie an mehreren Trieben verschiedene Stellen leicht mit dem Fingernagel an, dann können Sie erkennen, ob der Trieb darunter noch lebendig ist. Viele Rosensorten lassen sich auch durch einen radikalen Rückschnitt wieder zum Leben erwecken.

Verdorrte Rosen wiederbeleben

Zunächst einmal: Nicht alles, was vertrocknet aussieht, ist tatsächlich am Wassermangel zugrunde gegangen. Manchmal ist nämlich nicht zu wenig, sondern – ganz im Gegenteil – zu viel Wasser die Ursache für verdorrte Triebe und gelbe Blätter. Bevor Sie jetzt also ihre vermeintlich durch einen Wassermangel geschädigte Rose durchdringend wässern und damit noch alles schlimmer machen, sollten Sie die Wurzeln der Pflanze überprüfen: Sehen die feinen Haarwurzeln nicht mehr weiß aus, sondern haben sich bräunlich verfärbt und / oder wirken verfault, dann waren Sie mit dem Gießwasser zu verschwenderisch umgegangen oder aber der Boden ist nicht durchlässig und locker genug. Diese Rosen retten Sie, indem Sie

  • die Rose ausgraben bzw. aus dem Topf nehmen.
  • Sämtliche an den Wurzeln anhaftende Erde entfernen.
  • Die verfaulten und beschädigten Wurzeln zurückschneiden.
  • Die Rose auch oberirdisch stark zurückschneiden.
  • Die Pflanze entweder an einen neuen Standort verpflanzen,
  • das Substrat im Topf austauschen und eventuell einen neuen Topf nehmen
  • oder im Garten eine Bodenverbesserung durchführen.

Sollte dagegen dennoch zu große Trockenheit die Ursache sein, dann gießen Sie die Rosen durchdringend und vergessen auch die regelmäßige Düngung nicht. Topfrosen stellen Sie zu diesem Zweck am besten mitsamt dem Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser – sobald sich die Pflanze sattgetrunken hat, steigen Wasserbläschen auf.

Kranke Rosen unbedingt zurückschneiden

Rosen sind recht anfällig für Pilzerkrankungen oder für einen Schädlingsbefall. Diesen Krankheiten können Sie auf gewisse Weise vorbeugen, indem Sie nur robuste Sorten pflanzen, auf einen optimalen Standort und eine gute Pflege achten. Bei vielen Pilzerkrankungen hilft nur noch, die betroffenen Pflanzenteile umgehend wegzuschneiden und anschließend über den Hausmüll zu entsorgen. Auch das Spritzen der Rosen (z. B. mit Ackerschachtelhalmbrühe oder Brennnesseljauche) kann helfen, denn diese natürlichen Mittel desinfizieren und stärken die Pflanze.

Tipps

Verwilderte Rosen lassen sich oft durch einen starken und gezielten Rückschnitt retten, wobei Ihnen jedoch folgendes bewusst sein muss: Nach einem solchen Rückschnitt kann es unter Umständen Jahre dauern, bis die Rose sich erholt hat und wieder blüht.

Text: Ines Jachomowski

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