Rose

Rosenkrankheiten im Frühjahr: Vorbeugung und Behandlung

Artikel zitieren

Rosen sind anfällig für Pilzkrankheiten. Dieser Artikel beschreibt die drei häufigsten Krankheiten im Frühjahr: Echter Mehltau, Sternrußtau und Rosenrost – und gibt Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung.

Rosen Schädlinge im Frühjahr
Schädlinge befallen Rosen oft im Frühjahr

Häufige Rosenkrankheiten im Frühjahr

Im Frühjahr treten bei Rosen drei Pilzkrankheiten besonders häufig auf: Echter Mehltau, Sternrußtau und Rosenrost. Diese Krankheiten werden durch Pilzsporen verursacht und über Wind oder Spritzwasser verbreitet.

Lesen Sie auch

Echter Mehltau

Echter Mehltau äußert sich durch einen weißen, mehligen Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Befallene Pflanzenteile verformen sich und trocknen ein. Vermehrt tritt diese Krankheit an trockenen, schlecht belüfteten Standorten auf. Temperaturen über 20°C und hohe Luftfeuchtigkeit fördern den Befall. Die Blätter verfärben sich rot bis rot-violett und fallen schließlich ab.

Sternrußtau

Sternrußtau ist an strahlenförmigen, violetten bis schwarzen Flecken auf den Blättern erkennbar. Diese Flecken führen zu einer Gelbfärbung der Blätter, die schließlich abfallen. Besonders betroffen sind Rosen an schattigen und feuchten Standorten. Sporen verbreiten sich durch die Luft, häufig über altes Laub. Stark befallene Pflanzen können im Sommer einen Großteil ihres Laubs verlieren.

Rosenrost

Rosenrost beginnt mit orangefarbenen Pusteln an den Blattunterseiten, bevor sich auf den Blattoberseiten kleine, gelb-rote Flecken bilden. Später verfärben sich die Pusteln dunkelbraun bis schwarz. Besonders bei kühlem und feuchtem Wetter tritt er häufig auf. Befallene Blätter fallen ab, was die Rose erheblich schwächt.

Vorbeugung und Bekämpfung von Rosenkrankheiten

Zur Vorbeugung von Rosenkrankheiten ist die Wahl eines sonnigen Standorts sowie ausreichender Pflanzabstände wichtig. Eine kaliumbetonte und stickstoffarme Düngung sowie regelmäßiger Rückschnitt fördern die Pflanzengesundheit. Gießen Sie Rosen stets bodennah, um die Blätter trocken zu halten. Im Herbst kann eine Mulchschicht aus organischem Material helfen, Sporen zu blockieren.

Bei Befall sollten Sie befallene Pflanzenteile sofort entfernen und vernichten. Ist der Befall stärker, können chemische oder biologische Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen.

Chemische Pflanzenschutzmittel

Chemische Pflanzenschutzmittel sind bei starkem oder wiederkehrendem Befall ratsam. Wählen Sie zugelassene Mittel für den Haus- und Kleingartenbereich mit Wirkstoffen wie Azoxystrobin, Difenoconazol oder Tebuconazol.

Biologische Pflanzenschutzmittel

Biologische Pflanzenschutzmittel enthalten natürliche Wirkstoffe und sind schonend für Nützlinge. Häufig verwendet werden Neemöl oder Rapsöl, die gegen Eier von Blattläusen und Spinnmilben wirksam sind.

Pflanzenhygiene im Frühjahr

Pflanzenhygiene ist für die Vorbeugung von Rosenkrankheiten entscheidend. Schneiden Sie die Rosen im Frühjahr zurück und entfernen Sie gründlich altes Laub, um Pilzsporen zu beseitigen. Entsorgen Sie das Laub im Hausmüll und nicht auf dem Kompost.

Rosenschnitt

Der Rosenschnitt fördert die Regeneration der Pflanzen. Verwenden Sie stets desinfizierte Werkzeuge und schneiden Sie schräg über einem nach außen gerichteten Auge, um Wasseransammlungen und damit verbundene Krankheiten zu vermeiden. Entfernen Sie alle abgeschnittenen Teile sofort.

Austriebsspritzung

Im Frühjahr unterstützt eine Austriebsspritzung die Vorbeugung von Krankheiten. Bei etwa 5–10 cm Blattaustrieb können Sie ein breit wirkendes Kontaktfungizid verwenden. Ergänzend kann ein Neemöl-Mittel eingesetzt werden. Wählen Sie einen milden Tag ohne Nachtfröste für die Spritzung, um die Effektivität zu erhöhen.

Bilder: Vysochynska / iStockphoto