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Rosen mit braunen Blättern: Ursachen & Lösungen

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Braune Flecken auf den Rosenblättern können ein Indikator für verschiedene Krankheiten oder Pflegefehler sein. Dieser Artikel erläutert die häufigsten Ursachen, darunter Sternrußtau, und zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Rosen effektiv behandeln und schützen können.

Rose wird braun
Braune Blätter an der Rose können auf eine Pilzerkrankung hinweisen

Sternrußtau: Den Übeltäter erkennen

Sternrußtau (Diplocarpon rosae) ist eine weit verbreitete Pilzerkrankung, die Rosen besonders häufig befällt. Um Ihre Pflanzen effektiv zu schützen, ist es wichtig, die Symptome dieses Pilzes frühzeitig zu erkennen:

  • Schwarze oder braune Flecken mit unregelmäßigen Rändern, oft sternförmig, erscheinen auf den Blättern. Diese Flecken können bis zu 1,5 Zentimeter groß werden.
  • Im weiteren Verlauf verfärbt sich das umliegende Blattgewebe gelblich bis rotbraun, was schließlich zu einem generellen Vergilben der Blätter führt.
  • Stark befallene Rosen verlieren ihre Blätter und bilden weniger Blüten. Die Pflanzen werden geschwächt und anfälliger für weitere Krankheiten oder Schädlinge.
  • Der Pilz überwintert auf abgefallenem Laub und kann im nächsten Jahr erneut Ihre Rosen infizieren.

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Natürliche Hilfe bei Sternrußtau

Chemische Fungizide sind nicht die einzige Lösung im Kampf gegen Sternrußtau. Verschiedene Hausmittel bieten eine umweltschonende Alternative und stärken gleichzeitig die Widerstandskraft Ihrer Rosen:

  • Natronlösung: Lösen Sie einen gehäuften Esslöffel Natron in einem Liter lauwarmem Wasser auf. Besprühen Sie die Rosenblätter inklusive der Unterseiten gründlich mit dieser Lösung. Wiederholen Sie die Anwendung alle zwei Wochen, sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung.
  • Milchlösung: Vermischen Sie 250 ml Frischmilch mit 750 ml Wasser. Diese Mischung enthält nützliche Mikroorganismen, die den Pilz bekämpfen. Besprühen Sie die befallenen Blätter regelmäßig mit der Milchlösung.
  • Knoblauchsud: Kochen Sie 75 Gramm gehackten Knoblauch in einem Liter Wasser auf und lassen Sie den Sud nach dem Abkühlen 24 Stunden ziehen. Verdünnen Sie den Sud im Verhältnis 1:10 mit Wasser und besprühen Sie die Rosenblätter an drei aufeinanderfolgenden Tagen, um die Ausbreitung des Sternrußtaus einzudämmen.
  • Pflanzenjauchen: Brennnessel- oder Schachtelhalmjauche stärken die Abwehrkräfte Ihrer Rosen und können sowohl vorbeugend als auch bei akutem Befall eingesetzt werden. Verdünnen Sie die Jauchen vor der Anwendung mit Wasser und besprühen Sie die Pflanzen regelmäßig.

Weitere Ursachen für braune Blätter

Neben Sternrußtau gibt es eine Reihe weiterer Ursachen für braune Flecken auf Rosenblättern:

  • Rosenrost: Gelb-rote Flecken auf der Blattoberseite und gelblich-braune Pusteln auf der Unterseite deuten auf Rosenrost hin. Ackerschachtelhalm- oder Knoblauchbrühe helfen, die Pflanzen zu stärken und den Pilz zu bekämpfen.
  • Falscher Mehltau: Rotbraune Flecken auf der Blattoberseite und ein grau-weißes Pilzgeflecht auf der Unterseite sind charakteristisch für Falschen Mehltau. Sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation und vermeiden Sie, dass die Blätter nass werden, um diesem Pilz vorzubeugen.
  • Spinnmilben: Diese Schädlinge bevorzugen trockene Bedingungen und verursachen ebenfalls Flecken auf den Blättern. Regelmäßiges Besprühen der Rosen mit Wasser hält Spinnmilben fern.
  • Nährstoffmangel: Gelbliche Verfärbungen und braune Flecken können auf einen Mangel an wichtigen Nährstoffen hindeuten. Verwenden Sie einen ausgewogenen Rosendünger, um die Pflanzen optimal zu versorgen.
  • Wasserstress: Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser schadet den Rosen. Achten Sie auf eine gleichmäßige Wasserversorgung, die den Wurzelbereich erreicht, ohne Staunässe zu verursachen.
  • Sonnenbrand: Auch intensive Sonneneinstrahlung kann zu braunen Flecken führen. Bieten Sie Ihren Rosen in den heißesten Stunden einen leichten Schatten.

Gesunde Rosen durch richtige Pflege

Mit der richtigen Rosenpflege und Aufmerksamkeit können Sie vielen Problemen vorbeugen und Ihre Rosen gesund und blühfreudig halten:

  • Standortwahl: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort, an dem die Blätter schnell abtrocknen können. So minimieren Sie das Risiko von Pilzinfektionen.
  • Pflanzenabstand: Sorgen Sie für ausreichend Abstand zwischen den Rosen, um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten und die Blätter trocken zu halten.
  • Bewässerung: Gießen Sie die Rosen am besten morgens direkt am Wurzelbereich, um die Blätter nicht zu befeuchten.
  • Düngung: Verwenden Sie maßvoll organischen Dünger, um die Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, ohne sie anfällig für Krankheiten zu machen.
  • Rückschnitt: Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert eine gesunde Pflanzenstruktur und verbessert die Luftzirkulation.
  • Hygiene: Entfernen Sie befallenes Laub und entsorgen Sie es über den Hausmüll, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.
  • Resistente Sorten: Wählen Sie beim Kauf von Rosen widerstandsfähige Sorten mit dem ADR-Siegel.
  • Natürliches Gleichgewicht: Fördern Sie ein ökologisches Gleichgewicht in Ihrem Garten, indem Sie Nützlinge anlocken, die Schädlinge auf natürliche Weise bekämpfen.
Bilder: dmf87 / iStockphoto