Rost und Sternrußtau an Rosen: Was tun?

Rost und Sternrußtau zählen zu den sehr hartnäckigen Rosenkrankheiten, welche die Pflanzen stark schädigen. Mit den Tipps in diesem Artikel können Sie die Erkrankung eindeutig identifizieren und anschließend erfolgreich bekämpfen.

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Rosenrost macht sich gern an feuchten Blättern breit

Schadbild und Verbreitung von Rosenrost?

Bereits ab März zeigen sich verschrumpelte, rötliche Stellen an den alten Trieben. Die orangeroten Sporenlager werden häufig übersehen, da sie sich auf der Blattunterseite befinden. Schreitet die Krankheit fort, können Sie ab Mai auf den Blattoberseiten gelbrote Flecken, die ineinander überzulaufen beginnen, erkennen. Die Sporenanlagen werden größer und färben sich leuchtend orange. Streichen Sie mit dem Finger darüber, sind sie als deutliche Pusteln zu spüren.

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Rosenrost lebt ständig auf der gleichen Pflanze. Die Dauersporen überwintern an abgefallenen Blättern sowie an den holzigen Trieben und befallen von dort aus im Frühling den Neuaustrieb. Sobald ein Tier die Pusteln auf der Unterseite berührt, bleibt das feine Pulver kleben und wird von Insekten oder dem Wind auf andere Rosenstöcke übertragen.

Rosenrost bekämpfen

Da Rostpilze beinahe überall vorkommen und an feuchten Blättern keimen, lässt sich ein Befall nicht vollständig vermeiden. Sie können jedoch vorbeugen und die Pflanze wirkungsvoll stärken:

  • Kultivieren Sie Rosensorten, die rostresistent sind.
  • Geben Sie den Stöcken einen sonnigen, luftigen Platz und sorgen Sie für lockeres, humusreiches Substrat.
  • Wässern Sie im Sommer ausreichend.
  • Düngen Sie mit kaliumbetonten Spezialdüngern, welche die Zellwände kräftigen. Diese bilden eine natürliche Sperre für die keimenden Sporen.
  • Spritzen Sie die Rosen vorbeugend mit Schachtelhalmbrühe.

Schadbild und Verbreitung von Sternrußtau

Im Gegensatz zu Rost bildet der Sternrußtau auf der Blattoberseite große Acervuli (Fruchtlager von Ständerpilzen), die fast schwarz gefärbt sind. Durch Spritzwasser, oder Insekten werden die darin befindlichen Konidien weit verbreitet.

Die ersten Anzeichen für einen Befall zeigen sich im April: Die Blätter der Rose vergilben und fallen vorzeitig ab. Greifen Sie nun nicht ein, verliert die Pflanze bis zum Sommer nahezu ihr gesamtes Laub. Da der Stoffwechsel nur noch sehr eingeschränkt abläuft, werden die Stöcke stark geschwächt. Es werden kaum neue Blüten gebildet und der Neuaustrieb ist verlangsamt. Das Holz reift nicht mehr richtig aus und die Rosen werden anfällig für Frostschäden.

Sternrußtau vorbeugen und bekämpfen

Auch bei Sternrußtau ist eine Vorbeugung nur schwer möglich, da die Sporen weit verbreitet sind.

  • Achten Sie beim Neukauf auf resistente Sorten.
  • Setzen Sie Rosen stets an vollsonnige, luftige Standorte.
  • Gießen Sie nur im Wurzelbereich und vermeiden Sie es, das Laub zu benetzen.
  • Düngen Sie mit speziellen Rosendüngern, deren Nährstoffzusammensetzung auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt ist.
  • Spritzen Sie die Stöcke zur Stärkung mit Knoblauch- oder Schachtelhalmbrühe.

Kranke Blätter und Triebe sollten Sie sofort mit einem scharfen Messer oder einer Rosenschere abtrennen und im Hausmüll entsorgen. Desinfizieren Sie das Werkzeug anschließend, damit keine Sternrußtau-Sporen an diesem verbleiben.

Tipps

Sammeln Sie herabgefallenes Laub der Rosenstöcke stets sorgfältig auf, da Rost- und Sternrußtausporen in diesem überwintern können.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: I_life/Shutterstock
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