Pilzbefall an Rosen erkennen

Es ist ärgerlich, wenn die schöne Rosenpracht plötzlich von Pilzen zerstört wird. Ein Befall äußert sich meist durch verschiedenfarbige Flecken auf den Blättern. Doch mit der richtigen Pflege und einigen vorbeugenden Maßnahmen kann jeder Hobbygärtner das Risiko einer Erkrankung senken.

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Rosenrost ist eine der häufigsten Pilzerkrankungen bei Rosen

Das sind häufige Pilzerkrankungen

Es gibt drei Arten von Pilzen, die sehr häufig an Rosen auftreten. Sie sind an spezielle Wetterbedingungen angepasst und treten daher nur zu bestimmten Jahreszeiten auf.

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Sternrußtau

Diplocarpon rosae ist der Verursacher einer der häufigsten Krankheiten an Rosen, die durch eine kühle und feuchte Witterung begünstigt wird. Eine Erkrankung äußert sich durch unregelmäßige Flecken auf den Blättern, die grau- bis violettschwarz gefärbt sind und am Rand strahlenförmig erscheinen. Typisch sind gelblich verfärbte Blattflächen mit rötlichen Nuancen. Wird der Befall nicht rechtzeitig bekämpft, kommt es zum Laubfall während des Sommers.

Echter Mehltau

Dieser Schönwetterpilz, der den wissenschaftlichen Namen Sphaerotheca pannosa var. rosae trägt, findet bei schwülem und warmem Klima optimale Voraussetzungen, weswegen sich ein Pilzbefall häufig ab Juni zeigt. Sie erkennen den Pilz an einem mehlig weißen Belag auf der Blattoberseite, der an einen Schimmelrasen erinnert. Bei einer starken Ausweitung rollen sich die Blattflächen leicht ein. Knospen und Blüten können ebenfalls befallen sein.

Rosenrost

Phragmidium mucronatum entwickelt rostrote bis orangefarbene Flecken, deren Ränder dunkel erscheinen. Je mehr sich der Pilz ausbreitet, desto deutlicher verschmelzen die einzelnen Pilzherde miteinander. Auf der Blattunterseite wachsen längliche Sporenlager, in denen neue Sporen gebildet und abgesondert werden. Die Rosen reagieren mit einem vorzeitigen Abwerfen der Blätter.

Was Sie dagegen tun können

Da sich ein Pilzbefall negativ auf die Pflanzengesundheit auswirkt, sollten Sie sich dem Problem möglichst im Anfangsstadium widmen. Ist die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten, sind die Erfolgschancen vergleichsweise hoch.

Tipps zum Bekämpfen:

  • robuste Sorten mit ADR-Prädikat wählen
  • regelmäßig Spritzungen mit Fungiziden durchführen
  • Kombipräparate wirken als Universalmittel

Vorbeugen

Entfernen Sie befallenes Laub, sobald Sie erste Anzeichen für eine Pilzerkrankung erkennen können. Häufig überdauern die Sporen auf bereits infizierten Blättern, die von den Bäumen fallen. Sie sollten die Pflanzenteile nicht auf dem Kompost entsorgen, denn auf diese Weise verbreiten sich die Krankheitserreger weiter im Garten.

Gießen Sie die Pflanzen direkt an der Basis, da ein feuchtes Milieu zwischen den Blättern den Infektionsdruck erhöht. Bewässerungen sind für die Morgenstunden zu empfehlen, damit der Bestand im Laufe des Tages abtrocknen kann. Achten Sie darauf, die Gehölze nicht zu überdüngen.

Behandlungen mit Pflanzenjauchen haben sich bei vielen Hobbygärtnern als erfolgreich erwiesen. Geeignet sind verdünnte Auszüge aus Ackerschachtelhalm oder Beinwell. Knoblauchsud hilft besonders gegen Mehltau. Sie können diese Mittel vorbeugend in die Pflanzenbestände spritzen, wenn die Blätter im Frühjahr austreiben. Wiederholen Sie die Maßnahme alle zwei Wochen.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Somogyi Laszlo/Shutterstock

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