Rosen rollen Blätter ein
Die Larven der Rosenblattrollwespe wachsen in zusammengerollten Rosenblättern

Rosenkrankheiten: Eingerollte Blätter weisen auf Rosenblattrollwespe hin

Rosen können von einer ganzen Reihe verschiedenster Erkrankungen befallen werden, die von Pilzen, Viren oder auch Bakterien verursacht werden. Viele Schadbilder sind allerdings bestimmten Schädlingen - meist handelt es sich um Insekten - zuzuschreiben, wovon die Rosenblattrollwespe zu den häufigsten gehört. Ein Befall mit diesem Insekt zeigt sich an den typischen eingerollten Blättern.

Woran erkenne ich einen Befall mit der Rosenblattrollwespe?

Bei einem Befall mit der Blattrollwespe zeigt sich das Schadbild, die stark röhrenförmig eingerollten Rosenblätter, meist in den Monaten Mai und Juni. Im Laufe des Sommers vergilben die Blätter außerdem und fallen schließlich ab. Das typische Einrollen der Blätter wird durch die Eiablage der Blattwespe verursacht: Das Insekt legt auf den Rand eines jeden Blattes etwa zwei bis drei Eier und sticht schließlich in die Hauptblattader in der Mitte. Dieser Stich ist es, der das Einrollen verursacht. Dadurch erreicht die Blattrollwespe, dass ihre Nachkommen – etwa bis neun Millimeter lange, grünliche Larven – optimal geschützt sind. Im Herbst schließlich verziehen sich die Larven in den Boden, um sich dort über die Wintermonate zu verpuppen. Im nächsten Jahr haben sich neue Insekten daraus entwickelt, die die Rose erneut befallen.

Wie kann ich den Schädling effektiv bekämpfen?

Deshalb gehört zu einer effektiven Bekämpfung der Blattrollwespe dazu, dass nicht nur die Rose selbst, sondern auch der sie umgebende Boden gründlich bearbeitet wird – so töten Sie eventuell vorhandene Larven und sorgen so dafür, dass der Befall im nächsten Jahr nicht mehr auftreten kann. Außerdem sollten Sie schon ab Anfang Mai die Rosenblätter immer wieder gründlichst auf erste Anzeichen kontrollieren und befallene Blätter sofort absammeln. Sollte der Befall jedoch sehr stark ausgeprägt sein, so hilft in vielen Fällen nur noch ein Pflanzenschutzmittel. Im Spätwinter – ergo ungefähr ab Februar, sofern der Boden zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gefroren ist, sollten Sie die Erde rund um die Rose mit einer Hacke o. ä. bearbeiten, um die Verpuppung der Tiere zu stören.

Tipps

Werfen Sie abgeschnittenes oder abgesammeltes, krankes Pflanzenmaterial niemals auf den Kompost – dieser entwickelt sich auf diese Weise nämlich nicht nur zu einem guten Dünger, sondern regelrecht zu einer Brutstätte für zahlreiche neue Infektionen. Auch die Larven der Rosenblattrollwespe überwintern in der behaglichen Umgebung eines Komposthaufens.

Text: Ines Jachomowski

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