Rosenblattwespe – Schadbild, Vorbeugung, Bekämpfung

Die Larven der Rosenblattwespe (Caliora aethiops) fressen an der Blattoberseite und verursachen unschöne Schadstellen. Diese trocknen nach einiger Zeit aus und hinterlassen Löcher. Befallene Blätter sollten entfernt und mit dem Hausmüll entsorgt werden, niemals über den Kompost. Dort entwickeln sich die Larven weiter, so dass ein Befall im nächsten Jahr befördert wird.

Caliora aethiops
Pestizide sollten immer erst die allerletzte Lösung sein - sie schaden der Umwelt sowie Mensch und Tier erheblich

Biologie und Schadbild

Die grünlichen, etwa zehn Millimeter langen Larven – die eigentlichen Schädlinge am Rosenblatt – lassen sich mit bloßem Auge gut erkennen, ganz anders als die adulten, nur etwa fünf Millimeter langen, schwarzen Tiere. Diese fliegen ab April, bei entsprechendem Wetter auch früher, und legen ihre Eier auf den Ober- und Unterseiten der Rosen ab. Ab Mai und Juni erkennen Sie einen Befall schließlich an den Schabefraßstellen vor allem an den Blatträndern sowie -oberseiten. Es entstehen regelrechte Löcher im Blatt, wobei die Rose bei einem starken Befall ihr Wachstum verringert oder sogar einstellt. Die Larven graben sich im Herbst in den Boden rund um die Rose ein und verpuppen sich dort über die kalte Jahreszeit, um dann im nächsten Frühjahr als adulte Tiere die Rose erneut heimzusuchen.

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Rosenblattwespe auf natürliche Weise bekämpfen

Die Rosenblattwespe lässt sich sehr gut auf natürliche Weise bekämpfen, wobei sich insbesondere folgende Maßnahmen als wirksam erwiesen haben:

  • Fördern Sie die Ansiedlung von nützlichen Insekten (z. B. Schlupfwespen), Vögeln und Igeln im Garten.
  • Stellen Sie Insektenhotels auf, Reisig- und Laubhaufen in Gartenecken.
  • Füttern Sie im Winter die Singvögel, stellen die Fütterung aber mit dem Blattaustrieb ein.
  • Sammeln Sie die Larven ab.
  • Entfernen Sie befallene Blätter und Triebe.
  • Entsorgen Sie das Schnittgut nur über den Hausmüll,
  • dies soll eine Neuinfektion vermeiden helfen.
  • Sammeln Sie Falllaub auf und entsorgen Sie dies über den Hausmüll.
  • Bearbeiten Sie im Spätwinter den Boden, um die Verpuppung zu stören.
  • Besprühen Sie die Rosen zur Vorbeugung und Stärkung mit Ackerschachtelhalmtee.
  • Bei bereits erfolgtem Befall hilft eine Kur mit Eichenjauche.

Eichenjauche herstellen

Sammeln Sie etwa ein Kilogramm Eichenblätter und Rindenstücke, um diese für 14 Tage in Wasser (bestenfalls aufgefangenes Regenwasser) gären zu lassen. Die Jauche sollte abgedeckt stehen und täglich umgerührt werden. Nach 14 Tagen verdünnen Sie das Gebräu im Verhältnis 1:10 mit Wasser und versorgen Ihre befallenen Rosen damit.

Pestizide nur bei sehr starkem Befall einsetzen

Pestizide töten nicht nur die Rosenblattwespen und andere Schädlinge, sondern machen auch Nützlingen den Garaus. Diese sind jedoch wichtig, um einem weiteren Befall vorzubeugen. Deshalb verzichten Sie möglichst auf umweltschädigende Mittel, schließlich lässt sich dieser Parasit mit ein bisschen Mühe auch mit Hausmitteln gut bekämpfen.

Tipps

Wenn sich die Rosenblätter einrollen, steckt vermutlich ein Befall mit der Rosenblattrollwespe dahinter.

Text: Ines Jachomowski

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