Rosenblütenblätter
Rosenblütenblätter sehen schön aus, riechen und schmecken gut

Rosenblätter – mehr als nur romantische Deko

Rosenblüten sind nicht nur im Garten und auf dem Balkon eine Augenweide, sie lassen sich auch auf sehr vielseitige Art verwenden: kreativ zum Basteln, als Deko-Material, in Potpourris, in der Küche... die Möglichkeiten sind schier unendlich. Außerdem lassen sich Rosenblüten leicht konservieren, beispielsweise durch das Eintauchen in Wachs oder Paraffin bzw. durch das Trocknen. Rosenlaub dagegen ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit der Pflanze: Hier siedeln sich besonders gern diverse Schädlinge und auch pilzliche Krankheitserreger an.

Rosenblütenblätter erfreuen Augen, Nase und Gaumen

Duftende Rosenblüten, allein oder zusammen mit den Blütenblättern anderer Blumenarten in einem Potpourri gemischt, zaubern eine angenehme olfaktorische Note in jeden Wohnraum. Doch was der Nase schmeichelt, gefällt auch dem Gaumen. Die Blütenblätter vieler Rosensorten – vor allem die der so genannten Alten Rosen – lassen sich für Saucen, Cremes oder Desserts in der Küche verwenden, verfeinern Marmeladen, Kuchen, Salate oder auch Drinks. Sollten Sie Rosenblütenblätter in der Küche verwenden wollen, so wählen Sie möglichst welche aus eigenem oder aus biologischem Anbau. Gerade die in Supermärkten oder Gartenfachmärkten erhältlichen Containerrosen sollten dagegen besser nicht verspeist werden, denn sie wurden vielfach mit giftigen Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Köstliche Rezepte mit Rosenblütenblättern

Rosenblätter passen hervorragend in Marmeladen oder Konfitüren aus Himbeeren, Äpfeln oder Pfirsichen, lassen sich aber auch in Saucen zu Fisch und hellem Fleisch (z. B. Pute oder Hähnchen) verarbeiten. Für Kuchen, Torten und Desserts empfehlen sich gezuckerte oder kandierte Rosenblütenblätter. Das Kandieren der zarten Blütenblätter gelingt wie folgt:

  • Schlagen Sie ein Eiweiß nahezu fest.
  • Pinseln Sie mit dem geschlagenen Eiweiß die Blütenblätter ein
  • und streuen Sie feinen Zucker darüber.
  • Schütteln Sie überschüssigen Zucker ab
  • und trocknen Sie die Rosenblüten für mehrere Stunden bei 50 °C im Backofen.

Die kandierten Blütenblätter eignen sich hervorragend zum Dekorieren von Schokotorten oder -cremes.

Rosenblätter konservieren

Mit Rosenblütenblättern lassen sich jedoch nicht nur Esswaren dekorieren. Für eine blütenreiche Wohnraum- oder romantische Hochzeitsdeko können Sie etwa konservierte Rosenblütenblätter verwenden. Diese lassen sich kaufen, aber auch auf ganz einfache Weise selbst herstellen.

Rosenblätter trocknen

Die großflächig auf einem Tuch ausgebreiteten Rosenblütenblätter trocknen am besten an einem warmen, trockenen und dunklen Ort. Diese Art des Trocknens nimmt mehrere Tage in Anspruch. Schneller geht es hingegen im Backofen, wo die Blütenblätter bei 50 °C mehrere Stunden trocknen.

Rosenblätter in Wachs tauchen

Alternativ können Sie die Blütenblätter auch in warmes, flüssiges Wachs tauchen und so konservieren. Diese Methode hat zudem den Vorteil, dass die Farben authentischer bleiben und die Blüten frischer aussehen. Sie sollten beim Konservieren nur darauf achten, dass die Blüten absolut trocken sind, sonst kann es zu Schimmelbefall kommen. Das Wachs darf nicht heißer als 60 °C sein, da die zarten Blätter höhere Temperaturen nicht vertragen.

Rosenlaub zeigt Gesundheitszustand der Rosen an

Auch dem Rosenlaub sollten Sie stets ein aufmerksames Auge widmen, schließlich ist dieses ein sicherer Indikator für die Gesundheit der Rose. Aus diesem Grund sind beim Kauf einer neuen Sorte auch die Angaben zur Blattgesundheit so wichtig. Neben den verschiedenen Pilzerkrankungen wie Sternrußtau, Mehltau, Rosenrost oder Ringfleckenkrankheit siedeln sich auch viele Schädlinge bevorzugt auf den Rosenblättern an.

Rosenblatt rollt sich ein – was tun?

Insbesondere bei eingerollten Blättern sind schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, denn diese sind ein Zeichen für den Befall mit der Rosenblattrollwespe. Diese Blattwespe legt ihre Eier an den Blatträndern ab, die sich dann schützend um die Larve rollen. Nach einiger Zeit vergilbt das Rosenblatt und fällt ab. Befallene Blätter sollten Sie entsorgen und auch vom Boden aufsammeln. Entsorgen Sie das Laub mit dem Hausmüll, da sich die Larven auf dem Kompost weiterentwickeln.

Rosenblatt hat viele kleine Löcher – woran liegt’s?

Viele kleine Löcher im Rosenblatt, der so genannte „Fensterfraß“, wird von den Larven der Rosenblattwespe verursacht. Diese fressen vornehmlich an der Blattoberseite und verursachen unschöne Schadstellen, die nach einiger Zeit austrocknen und Löcher hinterlassen. Entfernen Sie die befallenen Blätter und entsorgen Sie sie mit dem Hausmüll.

Tipps

Um den genannten Krankheiten vorzubeugen, sollten Sie im Herbst das Falllaub aufsammeln und entsorgen. Vor allem Pilzsporen überwintern gern in den wärmenden Laubhaufen und infizieren im Frühjahr die frisch aus dem Winterschlaf erwachende Rose aufs Neue. Aus dem gleichen Grund empfiehlt es sich, das an den Trieben verbleibende Laub ebenfalls abzusammeln.

Text: Ines Jachomowski

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