Rosen pressen – funktioniert das?

Rosen gehören für viele zum Sommer dazu. Verschiedene Verfahren sind geeignet, um die Blütenpracht zu konservieren. Doch dabei müssen Sie einige Aspekte beachten, damit das Ergebnis möglichst viel von der ursprünglichen Schönheit abbildet.

rosen-pressen
Die Rosen sollten zum Pressen möglichst trocken gepflückt werden

Blumenauswahl

Enthalten die Kronblätter zu viel Feuchtigkeit, verlängert sich der Trocknungsprozess. Besonders dicke Blütenblätter erfordern daher mehr Geduld. Kugelförmige und gefüllte Exemplare sind schwierig zu trocknen, da hier die einzelnen Bestandteile beim Pressen übereinander liegen. Daher sind die meisten Gartenrosen nicht geeignet. Rosen wie die Hunds-Rose mit fünf Kronblättern erweisen sich als perfekte Wahl. Sie können sich aber auch an mehrblättrige Exemplare wagen, wenn Sie auf eine gute Feuchtigkeitsabfuhr achten.

Lesen Sie auch

Blüten pflücken

Die Gehölze sollten sich am Anfang oder in der Mitte ihrer Blütezeit befinden, um möglichst schöne Ergebnisse zu erzielen. Je älter die Rosenblüten sind, desto schneller gehen die Farben beim Konservieren verloren. Beobachten Sie das Gewächs zur Zeit der Knospenentfaltung. Etwa drei Tage nachdem sich eine Blüte geöffnet hat, ist der ideale Zeitpunkt zum Pflücken gekommen.

Gut zu wissen:

  • nicht morgens sammeln, da hier Tautropfen an den Blütenblättern haften
  • mit der Sammelaktion bis zum Vormittag warten
  • an regnerischen Tagen ausharren und sonnige Bedingungen bevorzugen

Pressen

In Abhängigkeit von Form und Dicke des gesammelten Pflanzenmaterials haben Sie die Möglichkeit zwischen verschiedenen Verfahren. Bei Rosen empfiehlt sich die Trocknung in einem Buch oder der Mikrowelle.

Buch

Rosenblüten mit fünf Kronblättern lassen sich in ausrangierten Büchern pressen. Schlagen Sie die Buchmitte auf und kleiden Sie diese mit Löschpapier aus. Breiten Sie das Material mittig auf der Buchseite aus und klappen Sie die Pressvorrichtung zu. Eine zusätzliche Beschwerung verbessert das Ergebnis.

Mikrowelle

Für dickere Blütenblätter benötigen Sie je zwei Bögen Papier und Pappe sowie zwei Keramikfliesen. Drapieren Sie das Pflanzenmaterial mittig auf der saugfähigen Unterlage, die Sie mit einer weiteren Lage abdecken und zwischen zwei Pappbögen platzieren. Die Fliesen verhindern, dass sich die Pflanzenteile kräuseln. Fixieren Sie die Presse mit Gummibändern und erhitzen Sie diese bei höchster Stufe für eine Minute. Wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf und reduzieren Sie die Dauer allmählich.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Dorothy Chiron/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.