Rosen getrocknet
Durch das Trocknen können besondere Sträuße verewigt werden

Rosen trocknen und die schöne Farbe erhalten

Wie alle Schönheit ist auch die der Rose vergänglich. Sie können besonders schöne Exemplare - oder welche, an die Sie sich noch lange erfreuen möchten wie beispielsweise einen Brautstrauß - jedoch konservieren. Die herkömmliche Methode ist dabei das Trocknen an der Luft bzw. im Backofen. Allerdings weisen beide Möglichkeiten einen gravierenden Nachteil auf: Die leuchtenden Farben der Rose verblassen. Wir stellen Ihnen weitere Arten des Konservierens von Rosen vor, bei denen die Schönheit der Blüte erhalten bleibt.

Rosen trocknen auf traditionelle Art: Lufttrocknen oder im Backofen

Die wahrscheinlich gebräuchlichste Methode des Haltbarmachens von Rosen ist das Lufttrocknen. Zu diesem Zweck binden Sie die Rosen zu einem Strauß zusammen, umschließen die Stiele fest mit einem Gummiband und hängen die Blumen kopfüber an einem dunklen, warmen und trockenen Ort auf. Ideal sind beispielsweise Räume wie ein Heizungskeller oder ein dunkler Dachboden. Die Rosen bleiben mehrere Wochen hängen, bis sie ganz getrocknet sind. Doch Vorsicht: In diesem Zustand sind die Sträuße recht bröselig und brechen schnell auseinander. Wenn Sie die Rosen schneller trocknen möchten, können Sie dies auch im Backofen tun – legen Sie die Blumen einzeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lassen Sie sie bei Temperaturen zwischen 50 und 80 °C für mehrere Stunden trocknen.

Rosen nach dem Trocknen konservieren

Um die Haltbarkeit der getrockneten Rosen zu erhöhen, können Sie sie anschließend rundherum mit Haarspray einsprühen. Das bietet nicht nur den Vorteil, dass die Blumen nicht so schnell zerbröseln, Staub bleibt auch nicht allzu stark daran haften bzw. die Rosen können besser gereinigt werden. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich jedoch nur bei Pflanzen, die als reine Dekoration – und nicht etwa für die Küche! – verwendet werden sollen.

Rosenblüten für Potpourris oder für die Küche trocknen

Rosenblüten für Potpourris bzw. zur Verwendung in der Küche sollten besonders schonend und mit viel Fingerspitzengefühl getrocknet werden. Hierbei können Sie die Blüten sowohl an der Luft als auch im Backofen konservieren, wobei die einzelnen Blätter sorgfältig und luftig ausgebreitet werden müssen – entweder auf einer sauberen Unterlage (z. B. einem Tuch) oder auf dem mit Backpapier ausgelegtem Backblech. Ansonsten gehen Sie beim Trocknen der Rosenblüten ebenso vor wie beim weiter oben beschriebenen Trocknen eines ganzen Straußes.

Rosen trocknen mit Silicagel oder Salz

Das reine Trocknen gelingt zwar recht unkompliziert, hat jedoch einen Nachteil: Die Farben der Blume verblassen stark. Dies können Sie verhindern, indem Sie die Rosen nicht an der Luft oder im Backofen haltbar machen, sondern zu diesem Zweck in Silicagel bzw. Salz einlegen. Das Silicagel erhalten Sie in jedem guten Bastelgeschäft. Nun gehen Sie wie folgt vor:

  • Wählen Sie ein ausreichend großes Gefäß.
  • Dieses sollte sich luftdicht verschließen lassen.
  • Halten Sie den Rosenstrauß dort hinein
  • und füllen Sie die Hohlräume mit Silicagel bzw. Salz auf.
  • Schütteln Sie das Gefäß von Zeit zu Zeit, damit auch wirklich keine Lufträume übrig bleiben.
  • Sie können es auch leicht mit dem Boden auf den Tisch o. ä. aufschlagen lassen.
  • Wenn die Rosen vollständig bedeckt sind, verschließen Sie das Gefäß gut.
  • Bewahren Sie es an einem dunklen, trockenen und warmen Ort auf.
  • Der Trocknungsvorgang sollte nach wenigen Wochen abgeschlossen sein.

Die beste Methode: Einen Rosenstrauß mit Glycerin haltbar machen

Die beste Methode, um Rosen für die Ewigkeit haltbar zu machen ist jedoch Glycerin. Dafür mischen Sie flüssiges Glycerin mit Wasser und stellen Sie die frischen Rosen (natürlich an den Stielen schräg angeschnitten!) dort hinein. Die Blumen werden sich mit dem Glycerinwasser vollsaugen und so konserviert. Sie sind fertig, sobald aus den Blütenblättern kleine Tröpfchen austreten. Auf diese Weise bleiben die Rosen ebenso schön erhalten als wären sie tatsächlich frisch aus dem Garten in die Vase gestellt – Sie müssen sie lediglich von Zeit zu Zeit einmal abstauben.

Tipps

Fragen Sie im Bastelladen nach gefärbtem und wiederverwendbarem Salz zum Trocknen – an dessen Farbe können Sie nämlich erkennen, wie weit der Trocknungsvorgang bereits fortgeschritten oder sogar beendet ist. Je heller die Färbung, desto mehr Feuchtigkeit hat das Spezialsalz aufgenommen. Im Backofen können Sie das Salz nach seinem Einsatz trocknen und anschließend für seinen nächsten Einsatz aufbewahren.

Text: Ines Jachomowski

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