Rosen erfolgreich ausgraben und umpflanzen

Es gibt viele Gründe, weshalb ein Rosenbusch nicht mehr an seinem Standort verbleiben kann und umziehen muss - sei es, weil die Pflanze sich dort nicht wohlfühlt oder Sie sie aus baulichen bzw. gestalterischen Gesichtspunkten umsetzen müssen. Je jünger die Rose ist, desto leichter lässt sie sich ausgraben, bei älteren Exemplaren müssen Sie dagegen umso vorsichtiger vorgehen.

Rosen ausbuddeln
Der Herbst oder das Frühjahr sind gute Zeitpunkte, um Rosen auszugraben

Der richtige Zeitpunkt zum Ausgraben und Umpflanzen von Rosen

Um den Schock des Ausgrabens und Umpflanzens möglichst gering zu halten, nehmen Sie diese Maßnahmen am besten im Herbst oder im zeitigen Frühjahr vor. Die Temperaturen sollten sich zu diesem Zeitpunkt über dem Nullpunkt befinden, der Boden nicht gefroren sein. Ein Umsetzen im Herbst hat zudem den Vorteil, dass sich der Rosenbusch bis zum Frühjahr an seinem neuen Standort etablieren kann und wieder neu austreibt sowie Blüten ansetzt. Sollten Sie nicht bis zum Herbst warten können (beispielsweise weil es gilt, eine kränkelnde Rose zu retten), dann sorgen Sie dafür, dass die Pflanze nicht zu trocken steht.

Lesen Sie auch

Jüngere Rosen überstehen das Umsetzen besser als ältere

Im Allgemeinen ist es leichter, jüngere Rosen bis zu einem Alter von vier oder fünf Jahren auszugraben und umzusetzen. Je älter eine Rose ist, desto größer und tiefreichender ist ihr Wurzelwerk – und desto schwieriger wird es, dieses möglichst unbeschädigt aus der Erde zu bekommen. Sie sollten es jedoch versuchen, denn die Pflanze wird das Ausgraben umso besser überstehen, je mehr Wurzeln ihr erhalten bleiben.

Beim Ausgraben auf die Pfahlwurzeln achten

Gehen Sie beim Ausgraben möglichst wie folgt vor:

  • Beschneiden Sie den Rosenbusch zunächst gründlich.
  • Kürzen Sie die langen Triebe stark zurück – bis auf knapp 40 oder 50 Zentimeter.
  • Wenn Sie die ausgegrabene Rose außerdem noch längere Zeit aufbewahren oder transportieren müssen,
  • entfernen Sie am besten noch sämtliche Blätter.
  • Dies verringert die Verdunstung und sorgt dafür, dass die Pflanze nicht verdurstet.
  • Nach dem Rückschnitt graben Sie die Rose aus.
  • Stechen Sie mit einem Spaten tief rund um den Rosenbusch herum ein,
  • bei jüngeren Rosen etwa ein bis zwei Spatentiefen,
  • bei älteren sollten Sie einen Graben ausheben.
  • Nun können Sie eine Grabegabel unter den Wurzelstock stecken
  • und die Rose vorsichtig heraushebeln.

Gequetschte und anderweitig verletzte Wurzeln schneiden Sie mit einem scharfen Messer vorsichtig zurück.

Tipps

Nach dem Wiedereinpflanzen wässern Sie die Rose gründlich und häufeln Sie anschließend gut mit Erde an. Die umgesetzte Rose benötigt außerdem einen guten Winterschutz.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.