Rindenmulch – Wissenswertes zur Anwendung

Rindenmulch hat viele Vorteile und zeichnet sich durch eine charakteristische Optik aus. Das Mulchen orientiert sich an der Natur, in der es keine unbedeckten Böden gibt. Auf offenen Flächen stellt sich innerhalb kurzer Zeit ein natürlicher Bewuchs ein.

rindenmulch-anwendung
Rindenmulch schützt vor Austrocknung und vermindert Unkrautwachstum

Dazu eignet sich Rindenmulch:

  • Wegbelag: ideale Abdeckung für Nutzbereiche im Garten
  • Bodenschutz: als Schutz vor Einflussfaktoren aus der Umwelt
  • Bodenverbesserung: zur langfristigen Versorgung des Bodens mit Nährstoffen
  • Unkrautunterdrückung: verhindert Keimung und Wachstum von Kräutern und Gräsern

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Wegbelag

In Spielbereichen und auf Gartenwegen liefert Rindenmulch eine weiche und federnde Basis. Das macht das Substrat interessant als Fallschutz auf Spielplätzen oder unter Spielgeräten im Garten. Für diesen Verwendungszweck eignet sich eine grobe Körnung von 40 bis 80 Millimeter, denn solche Rindenstück haben eine hohe Federwirkung und zersetzen sich langsam. Sie setzen sich nicht nicht in den Profilen von Schuhsohlen fest. Erneuern Sie die Bodenauflage im Laufe der Jahre, da die verrottenden Bestandteile rutschiger und dünner werden.

Bodenschutz

Im Beet erweist sich Rindenmulch als optimale Abdeckung und verhindert Bodenerosion und übermäßigen Wasserverlust durch starke Sonneneinstrahlung. Es reicht aus, wenn Sie eine fünf bis sieben Zentimeter dicke Schicht auf dem Substrat verteilen. Achten Sie auf eine grobe Körnung, damit Sauerstoff zirkulieren kann. Die Belüftung spielt bei der späteren Verrottung eine bedeutende Rolle. Für Beete empfiehlt es sich, Rindenstücke mit einer Größe zwischen einem und vier Zentimeter zu verwenden.

Nicht für alle Pflanzen geeignet

Wenn Rosen, mediterrane Gewächse wie Lavendel oder Steingartenpflanzen in Ihrem Garten wachsen, sollten Sie das Mulchmaterial nicht anwenden. Jungpflanzen kommen nicht gut mit dem übermäßigen Stickstoffverbrauch im Boden zurecht, während frisch gesetzte Bodendecker wie Cotoneaster oder kalkliebende Arten das durch Rindenmulch erzeugte Milieu nicht vertragen.

Bodenverbesserung

Der Zellstoff wird von Mikroorganismen zu Humus zersetzt, wobei die Geschwindigkeit von der Körnung abhängt. Daher eignet sich das Substrat für Untergründe, welche auf lange Sicht eine Verbesserung benötigen. Achten Sie darauf, die Erde vor dem Mulchen mit Hornmehl oder ähnlichen Produkten zu versorgen. Die Bodenorganismen verwerten während ihrer Aktivität große Mengen an Stickstoff, sodass es zu Mangelerscheinungen kommen kann.

Tipps

Leider fühlen sich Schnecken zwischen dem lockeren und grobporigen Bodenbelag besonders wohl, denn hier herrscht ein gleichmäßiges und feuchtes Mikroklima. Daher müssen Sie auf einen guten Schneckenschutz achten.

Unkrautunterdrückung

Auf einem gemulchten Untergrund finden Lichtkeimer keine Chance, den Keimprozess in Gang zu setzen. Dunkelkeimer haben einen kleinen Vorteil, da ihnen das fehlende Licht nichts ausmacht. Diese lassen sich einfach aus dem lockeren Substrat herausziehen. Je dicker die Mulchschicht ist, desto geringer ist das Aufkommen solcher Unkräuter. Gleichzeitig hemmen die enthaltenen Gerbstoffe das Wachstum dieser unerwünschten Beikräuter. Für ein optimales Ergebnis müssen Sie den Boden vor dem Mulchen von Giersch, Quecke und anderen Kräutern befreien und anschließend gut auflockern.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Vladimir Shulikovskiy/Shutterstock

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