Auf diese Unterschiede kommt es bei Rindenmulch an

Rindenmulch hat viele Vorteile und genießt eine große Beliebtheit unter Gärtnern. Saisonal bieten nicht nur Baumärkte und Gartencenter, sondern auch Discounter verschiedene Produkte in unterschiedlichen Preisklassen an. Bei verlockend günstigen Angeboten sollten Sie allerdings auf einige Aspekte achten.

rindenmulch-unterschiede
Mulch gibt es in unterschiedlichen Körnungen, Farben und Qualitäten

Wissenswertes

Es gibt keine rechtlich gültige Definition für den Begriff Rindenmulch. Da der Gesetzgeber keine Grenzwerte für den Anteil an Fremdstoffen festgelegt hat, muss das Material nicht ausschließlich aus Rindenstücken bestehen. In der Theorie ist es erlaubt, wenn Rindenmulch keine Rinde enthält.

Lesen Sie auch

Gütesiegel

Achten Sie beim Kauf auf das RAL-Gütesiegel, welches von der Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen (kurz: GGS) formuliert wurde. Hersteller verpflichten sich, dass ihre Produkte laufend analysiert werden. Da eine Qualitätssicherung mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, steigt der Preis für das Substrat. Daher verzichten Billiganbieter auf solche Überprüfungen.

Dafür steht das Siegel:

  • Rindenmulch enthält tatsächlich Baumrinde
  • Vorgaben für Körnung wurde eingehalten
  • Produkt entspricht hygienischen Standards

Hier unterscheidet sich die Qualität

Da es sich um ein Naturprodukt handelt, sind Unterschiede in Zusammensetzung und Aussehen nicht einheitlich. Schwankungen sind bis zu einem gewissen Maß normal. Dennoch sollten Sie einige Kriterien überprüfen, um einen Hinweis auf die Produktqualität zu erhalten.

Zusammensetzung

Hochwertiger Rindenmulch zeichnet sich durch Reinheit aus. In Billigprodukten sind häufig Füllmaterialien enthalten, da die Kosten durch Fremdstoffe effektiv gesenkt werden können. Es ist nicht selten, dass Sie in den Verpackungen von Discountanbietern gehäckselte Holzreste, Grünkompost, Steine, Kunststoffteile oder Glasscherben finden.

Körnung

Die Partikelgröße muss sich innerhalb einer festgelegten Spanne bewegen, die auf der Verpackung angegeben ist. Diese erstreckt sich von 18 bis 60 Millimeter. Hersteller von Discountprodukten verzichten auf Arbeitsschritte wie das Sieben, um Kosten zu sparen. Daher setzt sich das Substrat aus groben Rindenstücken und feinem Material zusammen. Solche Feinanteile erhöhen ebenso wie Staub das Risiko von Vernässung, sodass keine ausreichende Belüftung gewährleistet ist.

Rückstände

Während optische Mängel leicht zu erkennen sind, lassen sich Belastungen und Giftstoffe nur mit Labormethoden feststellen. Neben Keimen, welche die Verträglichkeit des Materials für Pflanzen reduzieren, können sich in der Baumrinde Rückstände von Insektiziden befinden. Das ist bei Rohstoffen aus dem Ausland häufiger der Fall, denn hier werden Schädlinge wie der Borkenkäfer mit nicht abbaubaren Präparaten bekämpft.

Tipp

Die Rinde von Bäumen enthält teilweise hohe Mengen an Cadmium. In hochwertigen Produkten aus Baumärkten und Gartencentern übersteigen die Cadmiumwerte der Produkte nicht den Grenzwert von 1,5 Milligramm pro Kilogramm Trockenmasse.

Geruch

Ein weiteres Anzeichen für eine geringere Qualität ist ein strenger oder muffiger Duft. Dieser deutet darauf hin, dass der Rindenmulch älter ist und bereits Zersetzungsprozessen unterliegt. Solche Aromen weisen auf eine suboptimale Lagerung hin. Ein frisches Substrat riecht nicht unangenehm oder erdig, sondern angenehm nach Wald.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Eric Krouse/Shutterstock

Jetzt für unseren Newsletter anmelden

Erhalten Sie den monatlichen Newsletter von Gartenjournal in Ihr
E-Mail-Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.