Wie Sie den Rhododendron richtig mulchen

Rhododendren haben spezielle Anforderungen an Standort und Pflege. Das Mulchen ist eine Maßnahme, die das Wachstum dieser Ziersträucher verbessert. Allerdings tolerieren die speziellen Sommerblüher nicht jedes Mulchmaterial, sodass Sie das Substrat mit Bedacht auswählen sollten.

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Mulch hat gleich mehrere Vorteile

Jungpflanzen

In den ersten Jahren zeigen sich Rhododendren dankbar über eine Mulchschicht auf dem Boden. Bringen Sie organisches Material wie Rasenschnitt, Eichenlaub oder Kiefernnadeln etwa drei bis vier Wochen nach dem Einpflanzen aus. Je nachdem, wie viel Mulchmaterial Sie zur Verfügung haben, können Sie die Pflanzscheibe oder das gesamte Beet flächig abdecken. Letztere Variante sorgt für ein gepflegtes Erscheinungsbild. Die Mulchschicht sollte nicht höher als fünf Zentimeter sein.

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Vorteile für eingewachsene Exemplare

Der Rhododendron gehört zu den Flachwurzeln, der sich seine Nährstoffe aus den oberen 20 Zentimetern des Bodens holt. Diese Eigenschaft macht das Jäten von Unkraut schwierig, denn Gartengeräte beschädigen schnell das Wurzelwerk. Eine Mulchschicht verhindert nicht nur übermäßige Wasserverdunstung aus dem Boden, sondern unterdrückt das Wachstum unerwünschter Beikräuter.

Geeignete Materialien

Mit den richtigen Substraten lässt sich ein niedriger pH-Wert im Boden erzeugen, welcher dem Rhododendron optimale Wachstumsbedingungen bietet. Champignonmist ist ein beliebtes Mulchmaterial. Aufgrund des hohen pH-Werts ist dieser nicht für Rhododendren geeignet. Da der Stickstoffverbrauch bei der Zersetzung der organischen Stoffe hoch ist, kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Wachstumsstörungen verhindern Sie, indem Sie vor dem Mulchen Hornmehl in den Boden einarbeiten.

Das verträgt der Rhododendron:

  • zerkleinerte Kieferrinde und -nadeln
  • gesammeltes und klein gehäckseltes Herbstlaub
  • angetrocknetes Mähgut vom Rasenmähen
  • geschredderte Zweige und Äste vom Gehölzschnitt

Mulch auftragen

Die Dicke der Mulchschicht hängt von der Größe Ihres Rhododendrons ab. Während große Exemplare eine zehn bis 15 Zentimeter dicke Schicht vertragen, sollte das Material bei kleinwüchsigen Sorten nicht höher als fünf Zentimeter aufgeschichtet werden. Verteilen Sie das Substrat im Herbst, schützt es den Boden vor der Wintersonne und verhindert Frostschäden. Eine im Frühjahr ausgebrachte Mulchdecke unterstützt das Wachstum der Zierpflanzen während des Sommers.

Tipps

Sollte der Standort zu trocken und sandig sein, können Sie das Pflanzenwachstum durch eine jährliche Zugabe von Rhododendronerde verbessern. Auch hier leistet eine anschließend aufgebrachte Mulchschicht gute Dienste.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Vladimir Shulikovskiy/Shutterstock

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