Rindenmulch nutzen und die richtige Körnung wählen

Rindenmulch schützt den Boden vor dem Austrocknen und verringert witterungsbedingte Erosionen. Gleichzeitig dämmt das Material Unkräuter ein. Allerdings ist es wichtig, dass Sie auf die Größe der Rindenstücke achten. Das ist entscheidend für einen möglichst effizienten Schutz.

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Grober Rindenmulch zersetzt sich langsamer

Darauf müssen Sie achten

Die Korngröße des Rindenmulchs hat einen Einfluss auf die Luftzirkulation. Je kleiner die Körnung ist, desto eingeschränkter ist die Bodenbelüftung und das Substrat vernässt. Gleichzeitig ist die Wirkung von Rindenmulch gegen Unkraut eingeschränkt. Wählen Sie daher kein zu feines Material. Im Handel sind Produkte mit Größen zwischen 0,5 und 80 Millimeter erhältlich. Spezialmärkte bieten Dekosubstrate mit bis zu 120 Millimeter großen Rindenstücken an. Eine Faustregel besagt, dass die Mulchstücke umso größer sein sollten, je großflächiger der abzudeckende Bereich ist.

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Tipps zur Größenwahl

  • feine Substrate zersetzen sich schneller zu Humus
  • Auflagen müssen regelmäßiger erneuert werden
  • gröbere Varianten liefern einen effektiveren und länger anhaltenden Schutz
  • frischer Mulch (14,00€ bei Amazon*) mit angenehmen Waldgeruch zersetzt sich langsamer
  • optische Vorlieben beeinflussen die Wahl

Blumenkästen und Pflanzkübel

Um die Blumenerde im Topf abzudecken, reicht ein feines Material mit Körnungen zwischen fünf und 20 Millimeter aus. Der Anteil an Fremdstoffen wie Holzpartikel und Äste beeinflusst die Zersetzungsgeschwindigkeit. Diese beträgt etwa neun bis zehn Monate, wobei ausgesiebte Substrate schneller umgewandelt werden.

Beete und Blumenrabatte

Für Rindenmulch auf dem Blumenbeet oder kleineren Flächen empfiehlt sich eine mittlere Korngröße. Diese variiert zwischen zehn und 40 Millimeter. Die Mulchdecke hält bis zu 15 Monate und eignet sich für bepflanzte Außenbereiche und Steingärten. Hier sollten Sie allerdings auf die Bedürfnisse der Pflanzen achten und bei Bedarf zu einem mineralischen Mulchmaterial greifen. Wenige trockenheitsliebende Arten fühlen sich in einer Rindenmulchschicht wohl.

Gartenwege

Wenn Sie große Flächen, den Bereich zwischen Sträuchern oder Gartenwege mit Rindenmulch abdecken möchten, benötigen Sie ein grobkörniges Rindenmaterial mit einer Stärke von 20 bis 60 Millimeter. Ein solches Rindenmulchbett erinnert an den natürlichen Boden im Wald und versprüht einen ähnlichen Geruch. Wichtig ist, dass Sie das Material etwa alle ein bis zwei Jahre austauschen, um ein sicheres und angenehmes Gehgefühl aufrecht zu erhalten.

Tipp

Sie sollten Wert auf Qualität legen, denn hochwertige Substrate wurden vor dem Abfüllen gesiebt. Bei billigen Angeboten ist der Anteil an Feinmaterialien sehr hoch, was Vernässung begünstigt und die Durchlüftung einschränkt. Diese Mulchmaterialien verrotten mit höherer Geschwindigkeit.

Spielflächen

Unter Schaukeln und Klettergerüsten sind die gröbsten Korngrößen von 60 bis 12 Millimeter sinnvoll. Solche Rindenstücke zeichnen sich durch weiche und federnde Eigenschaften aus. Die Partikel setzen sich nicht in den Schuhprofilen fest und der Verrottungsprozess schreitet langsam voran. Dadurch ist ein Materialaustausch nach frühestens 18 Monaten und spätestens drei Jahren notwendig.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Maria Sbytova/Shutterstock

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