Wie viel Rindenmulch ist sinnvoll?

Es gibt verschiedene Faktoren, welche die benötigte Menge an Mulchsubstraten beeinflussen. Wichtig ist die Schichtdicke, die ausgebracht werden soll. Sie unterscheidet sich je nach Art der Fläche und dem Pflanzenbewuchs. Mit Gartenabfällen lassen sich Kosten einsparen.

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Auf Beeten und Rabatten sind 5cm Mulch genug

Ideale Dicke

Die Mulchschicht kann zwischen vier und zehn Zentimeter dick sein. Je dünner die Abdeckung ist, desto geringer ist der Schutz gegen das Aufkommen von Unkräutern. Um solche Beikräuter zu unterdrücken, sollten Sie eine Stärke von sieben Zentimetern nicht unterschreiten. Gleichermaßen spielen Art der Fläche und im Beet wachsende Pflanzen eine Rolle.

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Orientierungswerte:

  • Gräser, Bodendecker und Stauden: vier bis fünf Zentimeter
  • Baumscheiben, Sträucher und Hecken: fünf bis acht Zentimeter
  • Gartenwege und Spielflächen: zehn Zentimeter

Mulchauflage und Vlies kombinieren

Wenn Sie Beete vor dem Ausbringen mit einem Unkrautvlies (27,90€ bei Amazon*) abdecken, lassen sich Kosten einsparen. Es unterdrücken das Wachstum von Licht- und Dunkelkeimern, sodass Sie die Menge an Rindenhäckseln um die Hälfte reduzieren können. Nachteilhaft ist die Grenzziehung zwischen Boden und Substratauflage, welche die in der Erde lebenden Mikroorganismen einschränkt.

Berechnung der Menge

Nach allgemeinen Empfehlungen sind zehn Liter Rindenmulch je Zentimeter Mulchschicht pro Quadratmeter empfehlenswert. Eine sieben Zentimeter dicke Auflage erfordert 70 Liter. Hierfür müssen Sie mit Kosten von zehn bis 20 Cent pro Liter rechnen. Wenn Sie sich für die Variante mit Gartenvlies und einer drei Zentimeter starken Decke entscheiden, reduziert sich die Menge auf 30 Liter und die Ausgaben für das Mulchmaterial sinken um mehr als die Hälfte.

Tipps

Um den Bedarf an Mulchsubstrat in Litern zu berechnen, multiplizieren Sie die Fläche in Quadratmeter mit der gewünschten Schichtdicke in Zentimeter und der Zahl zehn. Sie stellt die Literangabe dar, die pro Zentimeter Mulchschicht benötigt wird.

Wie viel wiegt Rindenmulch?

Das Substrat ist ein Naturprodukt, bei welchem das Gewicht durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Nicht nur die Rindenart spielt eine Rolle, sondern auch die Zusammensetzung des Endprodukts und deren Feuchtigkeitsgehalt. Ein Sack mit nassem Material wiegt mehr als getrocknete Rinde. Holzhackschnitzel saugen weniger Feuchtigkeit auf als poröse Rindenstücke. Schüttungen mit kleiner Körnung fallen anders ins Gewicht als das gleiche Volumen an Mulchmaterial mit einer höheren Korngröße. Aufgrund dieser stark variablen Gewichtsunterschiede ist es üblich, dass Gartencenter Rindenmulch in Litern anbieten.

Alternativen zu Rindenmulch

Gartenabfälle bieten eine Option zu gekauften Mulchmaterialien, die kostenlos anfallen und den Nährstoffkreislauf im Garten schließen. Die klassische Variante für eine Mulchabdeckung ist Kompost, der nicht vollständig ausgereift ist und über einen hohen Anteil an groben Bestandteilen verfügt. Herbstlaub von gesunden Bäumen und Sträuchern liefert ebenso wie Schnittgut von Gräsern oder Hecken ideales Mulchsubstrat. Beliebt sind die zerkleinerten Stängel des Chinaschilfs. Wenn Sie auf der Suche nach ökologischen Bodenabdeckungen sind, stehen Bodendecker und heimische Wildkräuter im Fokus.

Text: Christine Riel
Artikelbild: ronstik/Shutterstock

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