Gibt es eine Alternative zu Rindenmulch?

Es gibt viele Möglichkeiten, offene Flächen zu mulchen. Für Nutzbereiche wie Gartenwege empfiehlt sich die Anwendung von Substraten, die nicht zu schnell verrotten und weich sind. Dagegen eignen sich verschiedenste Abfallprodukte aus dem Garten für die Bodenabdeckung in Beeten.

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Rasenschnitt ist eine günstige Alternative zu Rindenmulch

Das sind gute Alternativen:

  • Pinienrinde: gilt als erste Wahl auf der Suche nach einem Ersatz
  • Laub: empfiehlt sich für spezielle Einsatzzwecke
  • Kompost: ist eine weit verbreitete Variante
  • Rasenschnitt: fällt in jedem Garten an
  • Miscanthus: neutrale und ökologische Lösung

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Pinienrinde

Dieses Material ist dem Rindenmulch sehr ähnlich und lässt sich gleichermaßen verwenden. Es stammt von Pinien aus dem Mittelmeerraum und zeichnet sich durch eine rötliche Färbung aus. Pinienrinde versprüht einen angenehmen Duft im Garten, der nicht aufdringlich nach Nadelbäumen riecht. Die Zersetzungsprozesse laufen im Vergleich zu Rindenhäckseln von heimischen Bäumen langsamer ab. Die Rinde von Pinien enthält geringere Schadstoffmengen als Kiefern- und Fichtenrinde. Allerdings ist dieses alternative Substrat teurer.

Kompost

Das Mulchen mit Kompostsubstrat ist die klassische Variante, die den Pflanzen ein vielfältiges Angebot an Nährstoffen bietet. Damit es sich als Mulchmaterial eignet, ist eine grobe Struktur notwendig. Gut zersetzte und feine Komposterde bietet keinen ausreichenden Schutz vor Bodenerosion, Wasserverlust oder Unkrautbewuchs. Verwenden Sie das Material nur auf Beeten mit starkzehrenden Pflanzen. Schwachzehrer vertragen das Überangebot an Nährstoffen nicht.

Laub

Blätter von gesunden Bäumen liefern einen kostenlosen Ersatz für Rindenmulch und empfehlen sich als Mulchmaterial für Pflanzen, die in Wäldern oder am Waldrand wachsen. Innerhalb der nächsten Gartensaison zersetzen die Bodenlebewesen das Pflanzengewebe zu Humus. Sind die Gehölze von Apfelschorf, Malvenrost, Mehltau, Blattbrand oder ähnlichen Pilzerkrankungen befallen, eignet sich das Blattwerk nicht als Bodenabdeckung. Wenn Sie mit Laub mulchen, sollten Sie dieses gut abtrocknen lassen.

Rasenschnitt

Beim Rasenmähen fällt Schnittgut an, welches als Mulchsubstrat eine vergleichsweise schnelle Nährstofffreisetzung gewährleistet. Die Zersetzungsgeschwindigkeit hängt von der Dicke der Mulchschicht ab. Je dicker Sie das Material auftragen, desto mehr müssen Sie auf den Wassergehalt im Schnittgut achten. Eine starke Schicht aus frischem Pflanzenmaterial verklebt mit der Zeit und reduziert die Luftzirkulation. Daher empfiehlt sich eine vorherige Trocknung, wodurch die Grashalme allerdings leichter vom Wind weggeweht werden. Ist die Mulchdecke maximal zwei Zentimeter stark, können Sie auch frisches Mähgut auf den Beeten verteilen.

Miscanthus

Das Chinaschilf erweist sich als ökologische Variante zum Mulchen, die an Kleintierstreu erinnert. Die scharfkantigen, festen und groben Häcksel halten Schnecken fern, können allerdings an den nackten Füßen kleine Schnittverletzungen verursachen. Das Material ist geruchlos, pH-neutral und wird wie Rindenmulch verwendet. Die Schicht sollte eine Mindeststärke von fünf Zentimeter besitzen, damit keine Unkräuter aufkommen.

Tipps

Befeuchten Sie die Schilfhäcksel nach dem Aufbringen mit etwas Wasser. Dadurch verhindern Sie, dass das Material direkt vom Wind weggetragen wird.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Nadzeya Pakhomava/Shutterstock

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