Rasen düngen 10 besten Tipps

Rasen richtig düngen – die 10 besten Tipps

Fehlt es dem Rasen an Nährstoffen, verliert er den Konkurrenzkampf gegen Moos und Unkraut. Eine wohldosierte Rasendüngung beugt Mangelerscheinungen gezielt vor. Der Zeitpunkt ist ebenso wichtig, wie der Dünger selbst. Die 10 besten Tipps zeigen, wie Sie es richtig machen.

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Ohne Nährstoffe kein schöner Rasen – Plädoyer für Dünger

Ein samtig-grüner, ebenmäßiger Rasenteppich gedeiht nicht von alleine. Im Rahmen des regelmäßigen Rasenschnitts wird ein Großteil der vorhandenen Nährstoffe verbraucht und im Grasfangkorb abtransportiert. Obschon Rasengräser über ein dichtes Wurzelnetz verfügen, befindet sich die Hauptwurzelmasse in der oberen Bodenschicht. Während der Vegetationsperiode ist folglich ein adäquater Ausgleich durch eine gezielte Rasendüngung erforderlich. Diese Nährstoffe sind hauptsächlich nachzuliefern:

  • Stickstoff (N) für konstantes Wachstum, sattgrünes Gras und Stärkung der Zellen
  • Phosphor (P) für gesunde, kräftige Wurzeln und zur Regulierung des Energiehaushaltes
  • Kalium (K) für die Förderung der Widerstandskraft, Stärkung des Stoffwechsels und Verbesserung der Frosthärte

Darüber hinaus sind Mineralstoffe und Spurenelemente von Bedeutung, damit die Edelgräser des Rasens gegenüber Unkraut und Moos nicht auf verlorenem Posten stehen.

Bodenanalyse sorgt für Transparenz

Leidet ein Rasen unter Nährstoffmangel, ist dieses Manko optisch erkennbar an kümmerlichem Wachstum oder einer blassen Farbe. Woran genau es hapert, vermittelt erst eine professionelle Bodenanalyse. Hierzu entnehmen Sie an 10-12 Stellen des Rasens aus der oberen Bodenschicht Erdproben. Diese werden in einem Eimer gemischt, um 500 Gramm an ein entsprechendes Labor zu schicken.

Nach 3-4 Wochen erhalten Sie ein dezidiertes Ergebnis über die Bodenbeschaffenheit einschließlich einer Düngeempfehlung. Führen Sie alle 4-5 Jahre eine Bodenanalyse durch, kennen Sie die Schwachstellen in der Nährstoffversorgung. Im Rahmen der Rasendüngung gleichen Sie die Mängel biologisch oder mineralisch aus und umgehen die Gefahr der Überdüngung.

Kurzzeit-Dünger machen müden Rasen munter

Um im Frühjahr das Wachstum des Rasens anzukurbeln, hat sich die Verwendung von Kalkammonsalpeter (KAS) gut bewährt. Hierbei handelt es sich um einen Dünger, der überwiegend Stickstoff (28 %) enthält. Zum Zeitpunkt der Rasendüngung setzt Kalkammonsalpeter ein Stoßwachstum in Gang, das Unkraut und Moos keine Chance lässt.

  • Vorteile von KAS: sofortige Wirkung, bei gleichzeitiger Verdrängung von Moos und Unkraut
  • Nachteile von KAS: enthält weder Phosphor noch Kalium, hohe Verbrennungsgefahr der Edelgräser

Kalkammonsalpeter ist somit ein kurzzeitiger Dünger, der eine vollwertige Rasendüngung nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Wirkstoff bedenklich für die Umwelt aufgrund der raschen Nitratauswaschung ins Grundwasser.

Tipps & Tricks
Gängige Unkrautvernichter wirken erst richtig über eine große Blattmasse der unerwünschten Pflanzen. Je größer Löwenzahn und Kollegen zum Zeitpunkt der Anwendung des Herbizids sind, desto effektiver erweist sich der Bekämpfungserfolg. Geübte Hobbygärtner düngen daher im Vorlauf von 2 Wochen den verunkrauteten Rasen mit Kalkammonsalpeter, um dem emporschießenden Unkraut anschließend den vernichtenden Schlag zu versetzen.

Volldünger allenfalls ein Mal im Jahr auf den Rasen geben

In der mineralischen Rasendüngung nehmen Sie den Weg des geringsten Widerstands mit einem Volldünger, wie Blaukorn. Seit 1927 im Gebrauch, findet dieses rein chemische Präparat bis heute Anwendung im Nutz- und Ziergarten. Dosiert wird der Dünger idealerweise nach den Erkenntnissen einer Bodenanalyse. Bei einem normal strapazierten Rasen genügt die einmalige Gabe im Frühjahr zwischen März und April. So gehen Sie vor:

  • Dünger mit dem Streuwagen ausbringen auf trockenem Rasen
  • Eine überlappende Verteilung unbedingt vermeiden
  • Unmittelbar nach dem Düngen den Rasen ausgiebig sprengen

Die schädliche Wirkung auf die Umwelt resultiert in erster Linie aus der raschen Auswaschung des Nitrats ins Grund- und Trinkwasser innerhalb von 2 Wochen. Das neu entwickelte Produkt Blaukorn Entec verlängert diesen Zeitraum immerhin auf 8 Wochen, was die Nitratbelastung reduzieren und die Düngewirkung erhöhen soll.

Die besten Langzeitdünger für den Rasen

Wer sich mit einer kurzzeitigen Rasendüngung nicht zufrieden gibt, richtet sein Augenmerk auf mineralisch-organische Dünger mit Langzeitwirkung. Diese Präparate verbinden die Sofortwirkung mit einer lang anhaltenden Nährstoffversorgung für bis zu 120 Tage. Der Vorteil besteht darin, dass die Gräser nicht nur in die Höhe schießen. Vielmehr entwickeln sie sich zugleich in die Breite, was in einem samtig-grünen Teppich resultiert.

Die folgende Tabelle zeigt einige herausragende mineralisch-organische Langzeit-Dünger auf, die sich auf dem Markt durchweg guter Kundenbewertungen erfreuen:

Langzeit-Rasendünger Wolf LE 100 Premium Floranid Langzeit-Rasendünger Cuxin DCM Spezial Profi Green Substral Langzeit-Rasendünger
Dünger-Typ organisch-mineralisch organisch-mineralisch organisch-mineralisch organisch-mineralisch organisch-mineralisch
NPK-Zusammensetzung 29+5+7 22+5+11 12+4+6 7+5+5 22+5+5
Dauer der Wirkung 120 Tage 180 Tage 100 Tage 100 Tage 100 Tage
Dosierung 50 g/m² 50 g/m² 40 g/m² 70 g/m² 20 g/m²
Preis 39 Euro für 5 kg 28 Euro für 5 kg 36 Euro für 20 kg 25 Euro für 30 kg 31 Euro für 5 kg

Düngetermine im Überblick – wann Rasendüngung sinnvoll ist

Den Königsweg für den idealen Düngeplan gibt es nicht. Vielmehr sind es verschiedene Faktoren, die den Rhythmus der Rasendüngung mit mineralisch-organischen Präparaten vorgeben. Hierzu zählen die Rasensorte, Bodenbeschaffenheit, Witterung und der Standort. Als Richtschnur gelten die folgenden Vorgaben:

  • Zeitpunkt für Zierrasen mit normaler Beanspruchung: im Frühjahr (März/April) und im Sommer (Juli/August)
  • Zeitpunkt für extrem strapazierten Sport- und Spielrasen: im März, im Mai, im August und im Oktober
  • Zeitpunkt für Schattenrasen: im März/April, im Juni/Juli und im September/Oktober

Wann genau die Rasendüngung erfolgen sollte, bestimmt insbesondere die Zusammensetzung des gewählten Düngers. Auf jeder Verpackung ist die genaue Dosierung an NPK angegeben: N für Stickstoff, P für Phosphor und K für Kalium.

Rasen natürlich düngen im Einklang mit der Natur – so geht’s

Wenn Sie Ihren Rasen natürlich düngen möchten, rückt ein Dünger mit ausschließlich biologisch zusammengesetzten Ingredienzien in den Fokus. Diese sind rein pflanzlichen oder tierischen Ursprungs und werden zunächst von Mikroorganismen zersetzt, bevor sie für den Rasen verfügbar sind. Somit ist nicht nur die Nährstoffversorgung sichergestellt; zugleich findet eine langfristige Bodenverbesserung statt.

Natürlich düngen Sie Grünflächen mit Kompost, Stallmist, Pflanzenjauchen, Hornmehl oder Pferdedung. Wann Sie den Rasen biologisch düngen, ist wiederum von den spezifischen Gegebenheiten vor Ort abhängig. Richtig machen Sie es grundsätzlich, nach folgendem Zeitplan:

  • Im Frühjahr und im Sommer jeweils 30 Liter Kompost je Quadratmeter zuzüglich 30 Gramm Hornmehl
  • Im September oder Oktober Kalium-haltige Beinwelljauche für die Stärkung der Winterhärte
  • Alternativ handelsüblichen organischen Dünger verabreichen im März, im Mai, im August und im Oktober

Vertikutieren erhöht Aufnahmebereitschaft für Dünger

Unabhängig davon, ob Sie mineralisch, mineralisch-organisch oder biologisch düngen, erhöhen Sie die Wirkung einer Rasendüngung mit folgender Pflegemaßnahme:

  • Vor der Rasendüngung im März und im September die Grasfläche vertikutieren
  • Anschließend mit dem Streuwagen, von Hand oder dem Drucksprüher den Dünger ausbringen
  • Gründliches Beregnen ist Pflicht, auch wenn Sie natürlich düngen

Rasensaat und Dünger gleichzeitig – die effiziente Neuanlage

Gehen Rasensaat und natürlich düngen Hand in Hand, leisten Sie Ihrer grünen Visitenkarte eine ausgezeichnete Starthilfe. Der beste Zeitpunkt für eine Rasensaat zur Neuanlage ist im September oder Oktober. Der Boden ist noch sonnenwarm, sodass sich die Gräserwurzeln vor dem Winter gut etablieren können.

Ein organischer Starter-Dünger kann gleichzeitig mit der Rasensaat verteilt werden, denn die Gefahr einer Verbrennung der zarten Samen besteht nicht. Der Neudorff Azet Rasen-Start-Dünger beispielsweise ist rein biologisch zusammengesetzt, sodass die darin befindlichen Mikroorganismen sich um ein kräftiges Wurzelwachstum kümmern.

Im Herbst düngen mit Blick auf den Winter – Kalium macht’s

Im September setzt der Rasen zum letzten Wachstumsanstieg vor dem Winter an. Um ihn richtig auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, greifen geübte Hobbygärtner zu einem speziellen Dünger für den Herbst. Anstatt die Edelgräser mit Stickstoff nochmals voranzutreiben, kommt eine Kalium-betonte Rasendüngung zur Anwendung. Biologisch orientierte Rasenbesitzer wählen einen organischen NPK-Dünger mit einer Zusammensetzung von 7+3+10. So machen Sie es richtig:

  • Im September oder Oktober den Rasen ein Mal in Längsrichtung vertikutieren
  • Mit dem Streuwagen organischen Herbst-Dünger ausbringen und wässern
  • Alternativ natürlich düngen mit selbst hergestellter Beinwell-Jauche oder reiner Holzasche

Die besondere Auswirkung von Kalium auf die Winterhärte beruht darauf, dass dieser Nährstoff gezielt die Zellwände im Pflanzengewebe stärkt. Die strapaziösen Temperaturschwankungen des Winters mit wechselndem Frost- und Tauwetter verkraften die Rasengräser dank dieser umsichtigen Rasendüngung sehr viel besser.

Tipps & Tricks

Keine Lust auf lästiges Vertikutieren? Dann holen Sie sich Schützenhilfe in Form von Mikroorganismen, die Rasenfilz und Moos zum Fressen gern haben. Der neue Mikrorasen-Dünger von Cuxin enthält jede Menge Bodenlebewesen, die Moos und Filz in wertvollen Humus umwandeln über einen Zeitraum von bis zu 100 Tagen.

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