Für welche Krankheiten ist die Lorbeerkirsche anfällig?

Weiße Stellen besudeln ihr Antlitz, die Blätter vergilben und trocknen ein - die Lorbeerkirsche sieht mitgenommen aus. Welche Krankheiten die Lorbeerkirsche heimsuchen können, wie Sie vorgebeugt und bekämpft werden, erfahren Sie nachfolgend.

Lorbeerkirsche Krankheiten

Die Hauptübeltäter: Pilzkrankheiten

In den meisten Fällen werden Lorbeerkirschen von Pilzkrankheiten befallen. Die Hauptursache ist Stress. Insbesondere in der Eingewöhnungszeit am neuen Domizil, sind Lorbeerkirschen sensibel und anfällig für Krankheiten.

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Gefahr Nr. 1: Die Schrotschusskrankheit

Die Schrotschusskrankheit tritt an Lorbeerkirschen gewöhnlich auf, wenn das Frühjahr extrem regnerisch verlaufen ist. Feuchtigkeit hat sich auf den Blättern angesammelt und verdunstet schlecht. Die Folge kann die Schrotschusskrankheit sein, bei der die Blätter zunächst wie von Schrot durchlöchert wirken. Erst tauchen rot-schwarze Flecken auf ihnen auf. Allmählich trocknen diese aus, bis die Blätter aus Kraftmangel abfallen.

Gefahr Nr. 2: Echter und falscher Mehltau

Echten Mehltau an der Lorbeerkirsche erkennen Sie an einem mehlartigen Belag auf den Blättern. Zudem wachsen neue Blätter mit Wölbungen heran. Betroffen sind vor allem die Lorbeerkirschsorten mit breiten Blättern. Der falsche Mehltau lässt sich bei Lorbeerkirschen an einem blaugrauen Schimmer auf der Blattrückseite erkennen. Außerdem ist die Vorderseite gelb gesprenkelt.

Gefahr Nr. 3: Monilia Spitzendürrre

Symptome der Monilia Spitzendürre sind bei der Lorbeerkirsche vom Rand her vertrocknende und vergilbende Blätter. Später fallen die Blätter und Triebe ab. Um diese und die anderen Pilzkrankheiten loszuwerden, hilft es in der Regel, befallenes Laub zu entfernen und die betroffenen Stellen zurückzuschneiden .

Stressfaktoren vermeiden

Folgende Faktoren tragen zu einem erhöhten Risiko für Krankheiten bei der Lorbeerkirsche bei und gilt es zu vermeiden:

  • Verwendung eines falschen und zu stickstoffreichen Düngers – stattdessen mit Hornspänen (32,93€ bei Amazon*) düngen
  • falsches Gießen – in Bodennähe und nicht auf die Blätter gießen
  • ständiges Umpflanzen
  • zu saurer Boden – mit Kalk aufwerten

In vielen Fällen hilft ein starker Rückschnitt bei kranken Pflanzen. Zudem ist es empfehlenswert, die Pflanzen beispielsweise nach dem Vermehren und dem gewinnen neuer Triebe langsam abzuhärten.

Tipps & Tricks

Lichten Sie die Lorbeerkirsche regelmäßig aus. Durch den gewonnenen Raum und Licht inmitten der Pflanze kann Regen schneller verdunsten und Pilzen wird der Befall erschwert.

Text: Anika Gütt

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