So pflanzen Sie Koriander mit Sachverstand

Koriander punktet mit überzeugenden Talenten als Gewürzpflanze, Heilkraut, Bienen- und Schmetterlingsweide. Dank ihrer genügsamen Anspruchslosigkeit, eignet sich die mediterrane Pflanze wunderbar zum Anbau im Beet und Topf. Hier werden alle Fragen zum fachgerechten Anpflanzen praxisnah beantwortet.

Koriander pflanzen
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Welche Standortpräferenzen sind zu beachten?

Um Koriander erfolgreich anbauen zu können, ist ein sonniger bis halbschattiger Standort von Bedeutung. Da die Pflanze Wuchshöhen von bis zu 90 Zentimetern erreicht, sollte die Lage zugleich windgeschützt sein. In einem nahrhaften, humosen Erdreich streckt das Schwindelkraut seine Wurzeln freudig aus. Idealerweise ist der Boden locker, durchlässig und frisch-feucht.

Wie verläuft die Aussaat wunschgemäß?

Da Koriandersamen sich gegenüber kühlen Frühlingstemperaturen als tolerant erweisen, spricht nichts gegen einen Anbau per Direktaussaat. In milden Lagen öffnet sich das Zeitfenster bereits im April, ansonsten säen Sie im Mai unmittelbar ins Beet aus. Richtiges Anpflanzen erfolgt in diesen Schritten:

  • am gewählten Standort die Erde gründlich jäten, harken und glätten
  • eine 5-8 cm hohe Schicht aus Lauberde oder Kompost einarbeiten
  • das Saatgut weitwürfig ausbringen oder die einzelnen Samen im Abstand von 15-20 cm anpflanzen
  • die Lichtkeimer maximal 0,5-0,6 cm mit Substrat übersieben und anfeuchten
  • ein Gartenvlies dient als Schutz vor verspäteten Bodenfrösten

Abhängig von den herrschenden Temperaturverhältnissen keimen die Samen innerhalb von 14-21 Tagen. Alternativ ziehen Sie die Jungpflanzen auf der Fensterbank in Kräuter- oder Pikiererde. Am halbschattigen Platz geht die Keimung bei 20-25 Grad Celsius zügig vonstatten.

Wann und wie wird Koriander geerntet?

Blattkoriander ernten Sie kurz vor der Blütezeit, die zumeist im Juni/Juli beginnt. Pflücken Sie die Blätter von oben nach unten ab, zögert sich die Blüte und somit das Wachstumsende hinaus. Wenn Sie Koriander per Aussaat selbst anbauen, beginnt die Erntezeit für die Samen nach durchschnittlich 24 Wochen. Nehmen die Samenstände eine hellbraune Farbe an, schneiden Sie die kompletten Dolden ab. Aufgehängt am trockenen Ort, reifen die Körner in Ruhe aus.

Wie wird Gewürzkoriander vermehrt?

Als einjährige Pflanze kommt für die Vermehrung einzig eine Aussaat in Betracht. Daher sorgen vorausschauende Hobbygärtner bei der Ernte bereits für das Saatgut der nächsten Generation. Ein Teil der vollständig ausgereiften Samen wird zu diesem Zweck im dunklen, trockenen Gefäß aufbewahrt. Der nicht mit Echtem Koriander verwandte Vietnamesische Koriander ist als Knöterichgewächs durch Stecklinge zu vermehren.

Tipps & Tricks

Auf dem Balkon können Sie Koriander ganz einfach selbst anbauen im Kasten oder Kübel. Da die Gewürzpflanze auf Umpflanzen unwirsch reagiert, setzen Sie die Samen unmittelbar ins Pflanzgefäß. In Kräutererde konstant feucht gehalten, lassen die Keimlinge nicht lange auf sich warten. Die schwächsten Exemplare selektieren Sie später aus, sodass ein Pflanzabstand von 15 Zentimetern entsteht.

GTH

Text: Paula Jansen
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