Das Kiesbeet: Ideal für den Vorgarten

Grünflächen und Blumenbeete im Vorgarten erfordern eine Menge Pflege: Regelmäßig muss Unkraut gejätet, der Rasen gemäht und gegossen werden. Ein Kiesbeet hingegen ist, richtig angelegt, ausgesprochen pflegeleicht und sieht gleichzeitig sehr attraktiv aus. Zudem ist der Kies begehbar und harmoniert gut mit gepflasterten Gartenteilen wie dem Weg zum Haus.

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Kies macht sich gut im Vorgarten

Die idealen Bedingungen

Ein Kiesbeet eignet sich für trockene Vorgärten ebenso wie für eher feuchte Gebiete. Allerdings sollten Sie, wie bei jedem anderen Beet, bei der Planung der gewünschten Pflanzen auf die örtlichen Gegebenheiten Rücksicht nehmen.

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Die Gesamtgröße orientiert sich an der zur Verfügung stehenden Fläche. Ob Sie klare geometrische Formen bevorzugen oder, wie im mediterranen Kiesgarten, eher geschwungene, bleibt Ihrem individuellen Geschmack überlassen. Stimmen Sie das Gesamtkonzept auch auf die Gartengestaltung und den Stil des Gebäudes ab.

Die Wahl der Kiessorte

Kies gibt es in verschiedenen Formen, Größen und unterschiedlichen Färbungen; das Material bietet also einen breiten Gestaltungsspielraum. Wer es ganz klassisch mag, greift zu grauen Steinen. Gemischter Gletscherkies passt gut zu einem alpinen Kiesbeet. Rosenquarz wirkt elegant, bunt polierter Basalt jugendlich poppig.

Die Anlage

Möchten Sie ein Kiesbeet anlegen, müssen Sie zunächst den Boden des Vorgartens etwa dreißig Zentimeter tief ausheben. Entfernen Sie dabei Unkrautpflanzen und deren Wurzeln sorgfältig. Besteht der Aushub aus reinem Mutterboden, wird er zur Hälfte mit Kies versetzt und wieder in die Grube gefüllt. Über das gesamte Beet wird im Anschluss ein Unkrautvlies (28,90€ bei Amazon*) gelegt.

Die Bepflanzung

Diese besteht aus Gerüstbildern wie:

  • Schmetterlingsstrauch
  • Pampasgras
  • Zwerg-Kiefernarten
  • Japanischer Zierahorn
  • Bambus

Diese werden ergänzt durch kleinwüchsige, auf das Thema des Beetes abgestimmte Pflanzen. Ideal für die begrenzte Fläche des Vorgarten sind beispielsweise:

  • Enzian und Edelweiß im alpinen Garten.
  • Wolfsmilchgewächse, Beinwell und Farn für Vorgärten mit trockenem Schatten.
  • Flammenblume und Anome im japanisch inspirierten Beet.
  • Duftender Lavendel, Federnelke und Iris für das mediterrane Kiesbeet.

Das Einsetzen

Verteilen Sie die Stauden zunächst auf dem Beet, so können Sie die attraktive Gestaltung noch einmal in Augenschein nehmen. Das Vlies wird nun an der vorgesehenen Stelle mit einem scharfen Messer kreuzweise eingeschnitten. Mit einer Handschaufel eine nicht zu kleine Grube ausheben. Pflanze einsetzen, Erde andrücken und das Vlies wieder ausbreiten.

Das Einkiesen des Vorgartens

Im letzten Arbeitsschritt wird der Kies auf dem gesamten Beet verteilt. Die Schicht sollte mindestens fünf Zentimeter dick sein.

Tipps

Kiesbeete eigenen sich nicht nur zur Gestaltung des Vorgartens. Auch im Garten sind sie ein attraktiver Blickfang, der wunderbar mit Grünflächen und Sträuchern harmoniert.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: U.J. Alexander/Shutterstock

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