Prachtkerze

Aus der Ferne mutet die Prachtkerze an, als sei sie von wirbelnden Schmetterlingen umschwärmt. Tatsächlich sind es unzählige Blüten, die über lanzettlichen, dunkelgrünen Blättern florieren. Fragen Sie sich, wie die sommerliche Staude fachgerecht zu kultivieren ist? Dann lesen Sie die folgenden Antworten auf oft gestellte Fragen.

Oenothera lindheimeri
Die Prachtkerze bezaubert mit filigraner Schönheit

Prachtkerze richtig pflanzen

Mit einer Frühjahrspflanzung stärken Sie einer Prachtkerze den floralen Rücken, denn auf diese Weise hat die Staude genügend Zeit für die Verwurzelung vor dem Winter. Ab Anfang/Mitte Mai bereiten Sie am sonnigen Standort die lockere, sandig-trockene Erde vor. Da die Schmetterlingsblume in kleinen Trupps mit 3-5 Exemplaren prächtig zur Geltung kommt, legen Sie im Abstand von 35-40 cm die passende Anzahl an Pflanzgruben an. So gehen Sie weiter vor:

  • Den Aushub anreichern mit Sand, feinem Splitt und einer Handvoll Kompost
  • Die junge Präriekerze austopfen und unter Beibehaltung der bisherigen Pflanztiefe einsetzen
  • Das Erdreich mit den Händen andrücken und gießen

Eine Mulchschicht aus anorganischen Materialien, wie Kies oder Splitt, hält den Boden länger warm und fördert das Wachstum.
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Pflegetipps

In den ersten Wochen verlangen Prachtkerzen nach gesteigerter Aufmerksamkeit, da eine regelmäßige Wasserversorgung essenziell für die Verwurzelung ist. Gießen Sie daher im Beet und Topf immer dann, wenn die Substratoberfläche angetrocknet ist. Hat sich die Staude erst einmal etabliert, beschränkt sich die Pflege auf folgendes Programm:

  • Prachtkerze gießen bei Trockenheit
  • In geeignetem Boden ist keine Düngung erforderlich
  • Topfpflanzen von Mai bis August ein Mal im Monat flüssig düngen
  • Verwelkte Blütentrauben alle paar Tage ausputzen

Im Herbst schneiden Sie die Schmetterlingsblume bis Handbreit über dem Boden zurück, um die Wurzelscheibe mit einer dicken Lage aus Laub, Stroh und Tannenwedeln vor den Unbilden des Winters zu schützen. Gedeiht die Staude im Pflanzgefäß, überdauert sie die kalte Jahreszeit im frostfreien Winterquartier.
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Welcher Standort ist geeignet?

Am sonnigen, warmen Standort demonstriert die Prachtkerze in Perfektion, warum sie fernerhin auf den Namen Schmetterlingsblume hört. Je mehr Sonnenstunden einer Präriekerze vergönnt sind, desto üppiger und leuchtender erstrahlen die Blüten. Da die Staude zugleich ein sandig-trockenes bis schotterartiges Substrat favorisiert, ist sie prädestiniert für den Steingarten, Prärie- oder Dachgarten.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Hätte die Prachtkerze ein Mitspracherecht bei der Standortwahl, fiele ihre Entscheidung für eine sandig-trockene bis kiesige Erde, die mager und durchlässig strukturiert ist. Überdies fühlt die Staude sich wohl im humos-lockeren Boden entlang eines sonnendurchfluteten Gehölzrandes. Fungiert die Präriekerze als sommerliche Topfblume, sollte die Blumenerde zu 30-40 Prozent aus Sand, feinem Splitt, Perlite oder Lavagranulat bestehen.
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Wann ist Blütezeit?

Ihre straff aufrechte, buschige Silhouette mit üppigen Blütentrauben in elegant überhängender Haltung präsentiert die Prachtkerze von Juli bis Oktober. Überall dort, wo die Sonne mehr als 6 Stunden täglich scheint und das Erdreich sandig-locker und mager ist, gesellt sich die Staude gerne neben andere sommerliche Dauerblüher und ist sich nicht zu schade als Lückenfüller. Ihr adrettes Erscheinungsbild bleibt über die lange Blütezeit erhalten, wenn verwelkte Blüten regelmäßig ausgeputzt werden.
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Prachtkerze richtig schneiden

Schneiden Sie konsequent Verwelktes und Verblühtes aus, steht die Prachtkerze zu jeder Zeit picobello da. Darüber hinaus schaffen Sie auf diese Weise Platz für weitere Blüten. Im Herbst schneiden Sie die Schmetterlingsblume bis 10 cm über dem Boden zurück. Im Anschluss breiten Sie eine dicke Schicht aus Laub und Reisig über der Wurzelscheibe aus, denn die Staude ist nicht bedingungslos winterhart.
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Prachtkerze gießen

Der Gießbedarf einer Prachtkerze befindet sich auf niedrigem Niveau. Im Beet kommt die Gießkanne nur dann zum Einsatz, wenn über längere Zeit kein Regen fällt. Trocknet die Erdoberfläche an, geben Sie das Wasser in den Morgen- oder Abendstunden unmittelbar auf die Wurzelscheibe. Vermeiden Sie eine Überkopf-Bewässerung, da plätscherndes Wasser die Schönheit der Schmetterlingsblume erheblich beeinträchtigt. Treffen zugleich Sonnenstrahlen auf die zarten Blüten, verwandeln die Wassertropfen sich in kleine Brenngläser. Gedeiht die Pflanze im Topf oder Balkonkasten, prüfen Sie alle 2-3 Tage mit dem Finger, ob die Blumenerde angetrocknet ist. Fühlen sich die oberen 2 cm des Substrats trocken an, wird gegossen.
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Prachtkerze richtig düngen

Entsprechen die Standortbedingungen den Erwartungen oder reichen nahe heran, verlangt die Prachtkerze im Beet nicht nach Dünger. Wo das Erdreich extrem mager beschaffen ist, erweist sich die prächtige Staude dennoch dankbar für ein wenig Kompost zu Beginn der Wachstumsperiode. Für Topfpflanzen empfehlen wir, von Mai bis August alle 30 Tage einen Flüssigdünger in halber Konzentration.
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Überwintern

Die Prachtkerze ist nicht vollkommen winterhart. Dennoch bestehen beste Aussichten auf eine gesunde Überwinterung, wenn Sie folgende Vorkehrungen treffen im Beet:

  • Die Staude im Herbst bis 10 cm über der Erde abschneiden
  • Die Wurzelscheibe dick anhäufeln mit Laub, Stroh und Nadelreisig
  • Wahlweise die Prachtkerze bedecken mit Gartenvlies

Im Kübel schneiden Sie die Schmetterlingsblume ebenfalls zurück. Anschließend räumen Sie das Gefäß ein ins frostfreie Winterquartier. Gießen Sie den Wurzelballen ein Mal pro Woche, damit er nicht vollkommen austrocknet.
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Prachtkerze vermehren

Da die Prachtkerze sich in der Praxis als kurzlebig erweist, eignet sie sich nicht für die übliche Stauden-Vermehrung mittels Teilung. Stattdessen bedienen sich erfahrene Hobbygärtner der Aussaat, um weitere Exemplare heranzuzüchten. Wenn Sie den Unwägbarkeiten einer Direktaussaat im Mai aus dem Weg gehen möchten, folgen Sie am besten dieser Kurzanleitung:

  • Aussaat hinter Glas ist ganzjährig möglich
  • Eine Saatschale füllen mit Torf-Sand
  • Das feine Saatgut mit Vogelsand vermischen und ausstreuen
  • Dünn mit Substrat übersieben und mit Wasser besprühen

Im beheizbaren Zimmergewächshaus setzt bei 20 Grad Celsius die Keimung innerhalb von 2-3 Wochen ein. Zwischen Keimen und Pikieren vergehen in der Regel 4-6 Wochen. Dann ist nochmals Ihr Geduldsfaden gefragt, denn bis zur Auspflanzung ziehen weitere 6-8 Wochen ins Land. Während dieser Zeit halten Sie das Substrat konstant leicht feucht, ohne dass Staunässe entsteht.
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Ist die Prachtkerze winterhart?

Leider ist die Prachtkerze nicht vollkommen winterhart. Sinkt das Thermometer unter – 10 Grad Celsius, kann der Wurzelballen derart in Mitleidenschaft gezogen werden, dass im nächsten Jahr kein Austrieb erscheint. Um diesem Manko vorzubeugen, schneiden Sie die Staude im Herbst bis ca. 10 cm über dem Boden zurück. Daraufhin bedecken Sie die Wurzelscheibe 20-30 cm hoch mit Laub oder Stroh und legen Nadelreisig darüber
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Schöne Sorten

  • Whirling Butterflies: Die Staude überzeugt mit weißen Schmetterlingsblüten, die rosa Knospen entsprießen; Wuchshöhe 50-70 cm
  • Gambit Rose: Die karminroten Blüten leuchten an gebogenen Stängeln der Sonne entgegen; Wuchshöhe 50-60 cm
  • Summer Breeze: Eine majestätische Prachtkerze mit weiß-rosa Blüten und robuster Standfestigkeit; Wuchshöhe 80-120 cm
  • Koralee Petite: Die intensiv rosafarbenen Blüten harmonieren wunderbar mit dem dunklem Laub; Wuchshöhe 80 cm
  • Siskiyou Pink: Die Sorte besticht mit leuchtend rosa Blüten, die in dichten Trauben gedeihen; Wuchshöhe 40-80 cm
Text: Paula Jansen
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