Wie viel Kies kommt auf ein Kiesbeet? – So berechnen Sie den Mengenbedarf

Haben Gärtner den Aufbau eines Kiesbeets klar vor Augen, steht die Frage nach dem Materialbedarf im Raum. Signifikante Kostenposition im Budget ist die erforderliche Menge an Kies. Wer an dieser Stelle knausert, wird sich über eine lückenhafte Kiesdecke ärgern. Eine zu großzügige Berechnung treibt hingegen die Kosten unnötig in die Höhe. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie den Kiesbedarf korrekt ermitteln.

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Die Korngröße ist entscheidend für die Menge

Korngröße definiert Schichthöhe für blickdichten Kiesbelag

Pauschale Höhenangaben für die Schichthöhe im Kiesbeet dienen lediglich einer ersten Orientierung bei der Bedarfsermittlung. Streben Sie einen blickdichten Kiesbelag an, rückt die Korngröße Ihrer favorisierten Kiesart in den Fokus. Handeln Sie hier nach folgender Prämisse:

  • Faustformel: Optimale Schütthöhe entspricht der doppelten Korngröße

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Haben Sie sich für weißen Quarzkies in einer Körnung von 16-25 mm entschieden, tragen Sie den Kies in einer Höhe von 50 mm auf, sprich 0,050 m. Verwenden Sie Donoauskies in einer Körnung von 8-16 mm, beträgt die Schütthöhe 32 mm, sprich 0,032 m.

Formel für den Materialbedarf – so rechnen Sie richtig

Damit Sie die benötigte Kiesmenge berechnen können, messen Sie das Beet zunächst aus. Als dritte Angabe für die Bedarfsermittlung fehlt noch das Schüttgewicht je Kubikmeter der gewählten Kiesart. Dieser Wert ist bei Baustofflieferanten bereits Teil des Angebotes oder im Internet nachzulesen. Die folgende Formel ergibt den tatsächlichen Kiesbedarf für Ihr Beet:

  • Länge x Breite x doppelte Kornhöhe x Schüttgewicht/m³

Um ein 5 m langes und 4 m breites Beet mit Donauskies 8-16 mm (1,42 t Schüttgewicht je m³) blickdicht abzudecken, ergibt sich somit folgende Berechnung: 5 m x 4 m x 0,032 m x 1420 kg = 908,8 kg Kiesbedarf.

Lieferkosten einbeziehen

Um die Kosten zu berechnen, multiplizieren Sie zunächst den Kaufpreis je Kilogramm Kies mit der Bedarfsmenge. Hinzu kommen die Lieferkosten, die angesichts des beträchtlichen Gewichtes von erheblichem Ausmaß sein können. Sparfüchse unter den Hausgärtnern mieten einen Anhänger und fahren zum nächst gelegenen Kieswerk.

Tipps

Damit die berechnete Kiesmenge dort verweilt, wo sie hingehört, darf eine adäquate Beet-Umrandung nicht fehlen. Schon eine schlichte Rasenkante aus Metall verhindert, dass sich die Steine im Garten verteilen. Dekorativ und geschmackvoll setzt eine Abgrenzung aus Natursteinen das Kiesbeet in Szene.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: zoommachine/Shutterstock

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