Kiesbeet

Ein Kiesbeet anlegen: Schritt für Schritt zum Trendgarten

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Kiesbeete sind pflegeleicht, langlebig und bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Erfahren Sie hier, wie Sie Schritt für Schritt ein Kiesbeet anlegen und welche Pflanzen sich dafür eignen.

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Lavendel ist im mediterranen Kiesbeet ein Muss

Vorteile und Eigenschaften von Kiesbeeten

Kiesbeete bestehen aus einer Mulchschicht aus mineralischem Material, wie Ziersplitt oder Zierkies, die den Gartenboden bedeckt und ihn mit Kies und Sand anreichert. Dies sorgt für einen hohen mineralischen Anteil des Bodens, wodurch die Wasserdurchlässigkeit gesteigert und die Nährstoffverfügbarkeit reduziert wird. Diese Mischung bietet verschiedene Vorteile:

  • Geringer Pflegeaufwand: Kiesbeete minimieren Unkrautwuchs dank der Mulchschicht und machen zusätzliche Bewässerung seltener nötig.
  • Schutz vor Verdunstung und Frost: Die Mulchschicht verhindert Verdunstung und schützt den Boden vor Frostschäden, wodurch die Wurzeln der Pflanzen gut gedeihen können.
  • Langlebigkeit: Kiesbeete sind widerstandsfähig und bleiben über Jahre hinweg attraktiv und funktional.
  • Ästhetische Vielseitigkeit: Sie eignen sich hervorragend für die Kombination mit unterschiedlichen Pflanzen und Gartenobjekten, wodurch sie zu diversen Gartengestaltungen passen.
  • Optimale Bedingungen für trockenheitsresistente Pflanzen: Kiesbeete bieten ideale Wachstumsbedingungen für Pflanzen, die wenig Nährstoffe und viel Sonne benötigen, wie viele trockenheitsresistente Stauden und Gräser.

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Auswahl eines geeigneten Standorts

Die Standortauswahl ist entscheidend für das Gedeihen von Kiesbeeten. Achten Sie auf:

  • Sonneneinstrahlung: Wählen Sie einen sonnigen Standort, da viele trockenheitsresistente Pflanzen volle Sonne bevorzugen.
  • Wärmeabstrahlung: Platzierungen in der Nähe von Hauswänden oder Mauern können ein günstiges Mikroklima schaffen.
  • Hanglage: Eine leichte Hanglage erleichtert den Wasserabfluss und vermindert Staunässe, während zu steile Hänge vermieden werden sollten.

Vorbereitung des Bodens

Eine gründliche Bodenvorbereitung ist essenziell:

  1. Aushub: Heben Sie den Bereich etwa 30 cm tief aus und entfernen Sie Unkraut, Wurzeln und Steine.
  2. Bodenverbesserung: Vermischen Sie lehmigen oder tonigen Boden mit Sand und Kies, sodass mindestens 80 Prozent des Substrats mineralisch sind. Bei sandigem Boden kann weniger Sand und Kies hinzugefügt werden.
  3. Auffüllen: Füllen Sie das verbesserte Substrat in den ausgehobenen Bereich, lassen Sie jedoch etwa 5 cm Platz bis zum oberen Rand.

Verlegen von Gartenvlies und Einsetzen der Pflanzen

Gartenvlies hilft gegen Unkrautwuchs:

  1. Gartenvlies verlegen: Legen Sie das Vlies glatt auf den vorbereiteten Boden, ohne Falten.
  2. Pflanzstellen markieren: Markieren Sie die Pflanzstellen auf dem Vlies.
  3. Vlies einschneiden: Schneiden Sie das Vlies kreuzförmig an den markierten Stellen ein.
  4. Pflanzen einsetzen: Setzen Sie die Pflanzen durch die Kreuzschnitte in den Boden. Entfernen Sie die obere Schicht der Wurzelballen, um Unkrautsamen zu beseitigen.
  5. Fixieren: Befestigen Sie das Vlies mit Vliesankern.

Auswahl und Platzierung von Ziersteinen

Die oberste Schicht des Kiesbeets besteht aus einer ca. 5 bis 10 cm hohen Schicht Ziersplitt oder Zierkies mit einer Körnung von 8 bis 16 mm. Verwenden Sie möglichst einheitliche Sorten und Farben, um eine harmonische Optik zu erzielen. Passen Sie die Farbe des Mulchmaterials an die Umgebung an. Schwarze Steine sind wegen ihrer Wärmespeicherung weniger geeignet, ebenso wie weiße Steine, die Sonnenstrahlen stark reflektieren und blenden können.

Geeignete Pflanzen für Kiesbeete

Für Kiesbeete sind trockenheitsresistente Stauden und Ziergräser ideal.

Stauden

  • Dalmatiner-Silbergarbe (Achillea ageratifolia)
  • Schafgarbe (Achillea tomentosa)
  • Duftnessel (Agastache)
  • Polster-Silberraute (Artemisia schmidtiana „Nana“)
  • Färberhülse (Baptisia)
  • Rauhblattaster (Aster novae-angliae „Purple Dome“)
  • Rote Spornblume (Centranthus ruber)
  • Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum)
  • Steppen-Wolfsmilch (Euphorbia seguieriana niciciana)
  • Lavendel (Lavandula angustifolia „Hidcote Blue“)
  • Katzenminze (Nepeta)
  • Echter Salbei (Salvia officinalis)
  • Wollziest (Stachys byzantina)
  • Purpur-Sonnenhut (Echinacea)
  • Thymian (Thymus)
  • Palmlilie (Yucca filamentosa)

Ziergräser

  • Riesen-Federgras (Stipa gigantea)
  • Mädchenhaargras (Stipa/Nasella tenuissima)
  • Garten-Reitgras (Calamagrostis x acutiflora „Karl Foerster“)
  • Orient-Lampenputzergras (Pennisetum orientale „Karley Rose“)
  • Dunkles Lampenputzergras (Pennisetum viridescens)

Gestaltung und Akzente

Passen Sie die Gestaltung des Kiesbeets an die Umgebung an, um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen. Verwenden Sie größere Steine als Akzente und vermeiden Sie schwarze und weiße Steine aufgrund der genannten Nachteile. Achten Sie darauf, dass die Farbe des Mulchmaterials mit den vorhandenen Gartenstrukturen harmoniert.

Bilder: Peter Turner Photography / Shutterstock