Kakteen

Winterharte Kakteen: Arten und Überlebensstrategien im Frost

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Kakteen im Garten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Für die ganzjährige Kultivierung im Freien ist die Auswahl frostharter Arten entscheidend.

Kakteen winterhart
Der Feigenkaktus verträgt Frost

Frostharte Kakteen

Einige Kakteenarten zeichnen sich durch ihre Frosthärte aus und können ganzjährig im Freien kultiviert werden. Hierzu gehören:

  • Opuntia fragilis: Dieser kleine Kaktus, der bis in den Norden Kanadas vorkommt, hält Temperaturen bis -20°C aus und wächst in Matten. Seine hübschen Blüten und seine robuste Natur machen ihn zur idealen Unterpflanzung.
  • Echinocereus triglochidiatus: Er besticht durch leuchtend rote Blüten und kann ohne besonderen Schutz bis -12°C vertragen. Mit einem einfachen Regenschutz sind Temperaturen bis -25°C möglich.
  • Cylindropuntia imbricata: Auch als Stauden-Feigenkaktus bekannt, verträgt er an geschützten Stellen Temperaturen bis -30°C. Unter freiem Himmel kommt er mit bis zu -20°C zurecht. Seine magentafarbenen Blüten verwandeln sich später in essbare Früchte.

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Bedingt Frostharte Kakteen

Neben den winterharten gibt es auch bedingt frostharte Kakteen, die leichte Minusgrade aushalten, jedoch zusätzlichen Schutz benötigen. Dazu gehören:

  • Gymnocalycium baldianum: Mit einem geeigneten Regenschutz ist er bei Temperaturen bis -10°C winterhart. Er ist ideal für Kübel oder den Kiesstreifen an Hauswänden.
  • Echinopsis chamaecereus Hybride ‚Zirkon‘: Seine hellgelben Blüten und Frosthärte bis -10°C machen ihn zur perfekten Kübelpflanze, vorausgesetzt, er hat Regenschutz.
  • Echinocereus enneacanthus: Dieser Kaktus kann mit Regenschutz Temperaturen bis -8°C verkraften und bildet dekorative Polster sowie lilafarbene Früchte.

Standort und Pflege von Frostharten Kakteen

Auch frostharte Kakteen benötigen optimale Bedingungen für ein gesundes Überwintern. Ein sonniger, windgeschützter Standort mit durchlässigem Boden ist essenziell, um Staunässe zu vermeiden. Der Boden sollte mit grobem Sand oder feinem Kies durchmischt werden. Ab Herbst sollte das Gießen reduziert werden, damit die Kakteen weniger Wasser speichern, das bei Frost gefrieren könnte. Ein Regenschutz in regenreichen Regionen ist ebenso hilfreich. Kleinere Kakteen können im ersten Winter mit Tannenreisig abgedeckt werden. Düngen Sie die Pflanzen im Frühjahr und Sommer jeweils einmal mit einem geeigneten Gartendünger.

Frostschäden bei Kakteen

Selbst frostharte Arten können Frostschäden erleiden. Typische Anzeichen dafür sind:

  • Weiche, matschige Triebe: Dies deutet auf erfrorene Zellen hin.
  • Verfärbungen: Braune oder schwarze Flecken weisen auf Erfrierungen hin.
  • Eingeschrumpfte Triebe: Der Kaktus hat zu viel Wasser verloren und ist ausgetrocknet.

Tipps zur Vermeidung von Frostschäden

Beachten Sie folgende Tipps, um Frostschäden zu verhindern:

  • Auswahl geeigneter Kakteenarten: Winterharte oder bedingt frostharte Arten sind für den Außenbereich am besten geeignet.
  • Geeigneter Standort: Ein sonniger, windgeschützter Platz mit gut durchlässigem Boden hilft, Staunässe zu vermeiden.
  • Regenschutz: Übermäßige Feuchtigkeit kann Winterkakteen schaden. Ein Regenschutz hält sie trocken.
  • Richtiges Gießen: Reduzieren Sie das Gießen ab dem Spätsommer schrittweise, um die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten.
  • Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie Ihre Kakteen regelmäßig auf Anzeichen von Frostschäden, um frühzeitig reagieren zu können.

Damit sind Sie bestens gerüstet, um Ihre Kakteen auch bei frostigen Temperaturen gesund und vital zu halten.