Jakobsleiter kommt mit wenig Pflege aus

Die auch als Blaue Himmelsleiter bekannte Jakobsleiter (Polemonium caeruleum) begeistert durch ihre blauen (bei manchen Sorten auch weißen) Blüten mit den leuchtend gelben Staubblättern. Die sehr wüchsige, Gruppen bildende Staude wird bis zu 90 Zentimeter hoch und zählt zu den typischen Bauerngartenpflanzen. An den richtigen Standort gepflanzt, benötigen Jakobsleitern nur wenig Pflege.

Blaue Himmelsleiter Pflege
Die Jakobsleiter braucht reichlich Wasser

An welchem Standort fühlt sich die Jakobsleiter wohl?

Die Wahl des richtigen Standorts ist für das Gedeihen von Pflanzen essenziell – da bildet auch die robuste Jakobsleiter keine Ausnahme. Die bis zu 90 Zentimeter hohe Staude bevorzugt, wie an ihrem Naturstandort auch, einen sonnigen Platz mit einem nährstoffreichen, durchlässigen und nicht zu trockenen Boden.

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Wann sollte man die Jakobsleiter gießen?

Jakobsleitern haben einen recht hohen Wasserbedarf und kommen mit längeren Trockenperioden nur sehr schwer zurecht. Regelmäßiges Gießen ist daher insbesondere im Sommer unerlässlich – vor allem an sonnigen Standorten. Wässern Sie die Pflanzen bei Bedarf sowohl morgens als auch abends, wobei die Blüten jedoch nicht beregnet werden sollten. Eine Mulchschicht hilft dabei, dass der Boden nicht austrocknet.

Muss man die Jakobsleiter düngen? Falls ja, wann und womit?

Hinsichtlich ihres Nährstoffbedarfs ist die Jakobsleiter recht unkompliziert. Es genügt, die Staude zu Beginn der Wachstumsperiode (ca. März / April, je nach Witterung) mit Kompost zu versorgen. Diese Gaben können im Verlauf des Sommers mehrfach wiederholt werden. Jakobsleitern im Pflanzkübel werden mit Flüssigdünger gedüngt. Achten Sie darauf, den Dünger nicht auf den trockenen Wurzelballen zu geben.

Wie sollte man Jakobsleitern schneiden? Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Rückschnitt?

Ratsam ist ein regelmäßiges Ausschneiden verblühter Blütenstiele und verwelkten Laubes, dies verlängert deutlich die Blütezeit der Pflanze. Direkt nach der Blütezeit erfolgt ein Remontierschnitt auf etwa 10 Zentimeter, dann treibt die Staude oft noch ein zweites Mal aus. Vor der Winterpause erfolgt ein weiterer Rückschnitt bis auf knapp über dem Boden.

Wie kann man Jakobsleitern vermehren?

Jakobsleitern breiten sich selbst sehr zuverlässig durch Selbstaussaat sowie – bei manchen Arten – auch durch Rhizome aus. Manche Sorten können auch durch eine Teilung im Frühjahr vermehrt werden.

Sind Jakobsleitern winterhart?

Als einheimische Pflanzen sind Jakobsleitern winterhart und benötigen lediglich in einer Topfkultur einen Winterschutz.

Wie kann man Jakobsleitern optimal überwintern?

In schneearmen Wintern sollten Sie Jakobsleitern an frostfreien Tagen gießen, die Pflanze benötigt auch im Winter sehr viel Feuchtigkeit.

Tipps

Neben einer Vielzahl an Wildformen und deren Kultivaren gibt es zahlreiche Hybriden. Sie können in Wuchshöhe und Blüte sehr unterschiedlich sein. „Lambrook Mauve“ ist eine reich blühende, bis 50 Zentimeter hohe Staude mit fliederfarbenen Blüten, „Pink Beauty“ hat blass lilarosafarbene, glockenförmige Blüten und wird nur etwa 30 Zentimeter hoch.

Text: Ines Jachomowski

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