Jakobskreuzkraut

Jakobskreuzkraut im Heu erkennen: Tipps & Tricks

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Jakobskreuzkraut im Heu stellt durch seine Giftigkeit eine ernstzunehmende Gefahr für Weidetiere dar. Dieser Artikel beleuchtet die Schwierigkeiten der Erkennung im getrockneten Zustand und gibt Tipps zur Vorbeugung.

Jakobsgreiskraut im Heu erkennen
Jakobskreuzkraut darf auf keinen Fall mit dem Heu verfüttert werden

Schwierigkeiten bei der Erkennung

Jakobskreuzkraut im Heu zu erkennen ist aus mehreren Gründen herausfordernd. Durch den Trocknungsprozess ändern sich die Pflanzen: Die leuchtend gelben Blüten werden bräunlich und die Blätter brüchig, was eine Unterscheidung von anderen Pflanzen wie Wiesenmargerite und Habichtskraut erschwert. Zudem wird das Kraut beim Heumachen zerkleinert und mit anderem Material vermischt, was die Identifikation weiter erschwert.

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Verwechslungsgefahr mit harmlosen Pflanzen

Jakobskreuzkraut kann leicht mit ungiftigen Pflanzen wie Wiesenmargerite, Habichtskraut und Löwenzahn verwechselt werden, da sie ähnliche Blattformen und Blüten aufweisen.

Wiesenmargerite

Während die Blüten der Wiesenmargerite kleiner und zahlreicher sind, sind ihre Blätter schmaler und glatt, im Gegensatz zu den stark gefiederten Blättern des Jakobskreuzkrauts.

Habichtskraut

Das Habichtskraut hat ebenfalls gelbe Blüten, die aber kleiner sind und in Gruppen stehen. Die Blätter sind oft behaart, was einen Kontrast zu den glatten Blättern des Jakobskreuzkrauts darstellt.

Löwenzahn

Löwenzahn zeigt große, einzelne Blüten auf hohlen Stängeln. Die Blätter sind lanzettlich und glatt, ohne die fiederartigen Einschnitte des Jakobskreuzkrauts.

Merkmale des Jakobskreuzkrauts

Trotz der Schwierigkeiten gibt es charakteristische Merkmale, die helfen können, Jakobskreuzkraut im Heu zu identifizieren.

Stängel

Der Stängel des Jakobskreuzkrauts ist rötlich-braun bis violett, fest, kantig und gerillt und kann auch im getrockneten Zustand erkannt werden.

Blätter

Im frischen Zustand sind die Blätter stark gefiedert und oft mit einem Flaum bedeckt. Im Heu sind sie brüchig, aber die gefiederte Struktur kann manchmal noch erkannt werden.

Blüten

Die Blüten sind ursprünglich leuchtend gelb mit etwa 13 Zungenblüten und zahlreichen Röhrenblüten im Zentrum. Auch im getrockneten Zustand kann ihre Struktur manchmal erkannt werden.

Chemische Analyse

Die sicherste Methode zur Identifizierung von Jakobskreuzkraut im Heu ist eine Laboranalyse. Diese kann die giftigen Pyrrolizidin-Alkaloide nachweisen. Gängige Verfahren umfassen:

  • Mikroskopische Untersuchung auf Giftpflanzen
  • Sensorische Prüfung auf Struktur, Farbe und Geruch
  • PCR-basierte Tests zur genetischen Identifikation

Eine genaue chemische Analyse deckt auch geringe Mengen der giftigen Pflanzen im Heu auf.

Vorbeugung

Um das Risiko einer Vergiftung zu minimieren, sollten folgende vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden:

Weidepflege

Eine gründliche Weidepflege verhindert das Vorkommen von Jakobskreuzkraut. Wichtige Maßnahmen umfassen:

  • Regelmäßiges Ausgraben der Pflanzen, einschließlich der Wurzeln
  • Vermeidung von Überweidung
  • Nachsaat an kahlen Stellen

Heu von vertrauenswürdigen Quellen

Beziehen Sie Heu nur von Anbietern, die ihre Wiesen gründlich pflegen und regelmäßig auf Jakobskreuzkraut überprüfen.

Kontrolle des Heus

Das Heu sollte vor der Verfütterung sorgfältig kontrolliert werden. Achten Sie auf rötlich-braune bis violette Stängel, die im getrockneten Zustand auf das Vorhandensein von Jakobskreuzkraut hinweisen können.