Jakobskreuzkraut erfolgreich bekämpfen

Da das Jakobsgreiskraut für Pferde und Rinder stark toxisch wirkt und eine Vergiftung bis heute nicht behandelbar ist, sollte das Kraut auf Weideflächen unbedingt bekämpft werden. Es gibt drei geeigneten Maßnahmen, zielgerichtet gegen das Kraut vorzugehen und so die weitere Ausbreitung erfolgreich zu verhindern.

Jakobsgreiskraut Bekämpfung
Bei der mechanischen Bekämpfung muss das Jakobskreuzkraut samt Wurzel entfernt werden
Früher Artikel Vergiftungen bei Mensch und Tier durch das Jakobskreuzkraut

Biologische Bekämpfung

Da das Jakobskreuzkraut mehr als 120 Insekten und Bienen mit Nahrung versorgt, sollten Sie die Giftpflanze bevorzugt mit biologischen oder mechanischen Maßnahmen bekämpfen. Zu den natürlichen Fraßfeinden des Jakobsgreiskrauts zählen Kaninchen, welche die Wurzeln des Krauts gerne fressen. Leider hat die Zahl wild lebender Kaninchen in den letzten Jahren stark abgenommen. Sicherlich ist es auch darauf zurückzuführen, dass sich das Jakobsgreiskraut so extrem vermehren konnte.

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Zu den biologischen Bekämpfungsmitteln zählen

  • Käfer
  • Mottenraupen
  • Fliegen

Die Raupe des auf das Jakobskreuzkraut spezialisierten Jakobskrautbär ernährt sich ausschließlich von den Blättern und jungen Stängeln der Pflanze. Die Raupen können diese so stark schädigen, dass sie eingeht.

Da es relativ schwierig ist, die Nützlinge gezielt einzusetzen, sind biologische Maßnahmen zur Bekämpfung derzeit wenig vielversprechend.

Mechanische Bekämpfung

Überall dort, wo sich das Jakobskreuzkraut in geringer Menge breit macht, können Sie die Pflanze erfolgreich und umweltschonend mit mechanischen Maßnahmen bekämpfen.

Das Jakobsgreiskraut bildet eine tief reichende Pfahlwurzel mit zahlreichen feinen Seitenwurzeln. Wird die Wurzel nicht vollständig entfernt, kann sich aus dem Wurzelrest eine neue Pflanze entwickeln. Deshalb ist es wichtig, das Jakobskreuzkraut mit der ganzen Wurzel auszugraben. Trotzdem die Giftstoffe nicht über die Haut in den Körper eindringen ist es empfehlenswert, bei dieser Arbeit Handschuhe zu tragen.

Das Ausgraben der Wurzel geht nach einem ergiebigen Regenschauer gut von der Hand. Stechen Sie die Wurzel mit der Grabgabel tief aus und entsorgen Sie diese im Hausmüll. Jakobskreuzkraut darf auch im Biomüll entsorgt werden. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein Westfalen und der “Arbeitskreis Kreuzkraut e.V.” festgestellt haben, sind nach der Kompostierung keine toxischen Alkaloide mehr nachweisbar.

Mähen ist zur Bekämpfung nicht geeignet

Je häufiger Sie das Jakobskreuzkraut mähen, desto hartnäckiger hält es sich. Es treibt innerhalb kürzester Zeit neue Stängel, blüht rasch und bildet unzählige Samen.

Chemische Bekämpfung

Bei starkem Befall von Weideflächen ist es häufig unumgänglich, das Jakobskreuzkraut mit chemischen Mitteln zu bekämpfen. Vor der Behandlung mit Simplex Spritzmittel sollten die Rosetten eine Wuchshöhe von etwa 15 Zentimetern erreicht haben.

Um gut zu wirken müssen die Mittel dann angewandt werden, wenn das Jakobsgreiskraut stark wächst. Feuchtes und nicht zu warmes Wetter ist ideal für die Bekämpfung. Die durch das Herbizid vernichteten Pflanzen müssen im Anschluss komplett entfernt und vernichtet werden.

Achtung: Bei der Anwendung von Simplex Spritzmittel sind besondere Hinweise zu beachten. Die Ausbringung obliegt zudem gemäß der Spritzmittelverordnung ausschließlich einem geschulten Personenkreis.

Tipps

Das ausgegrabene Jakobskreuzkraut ist in der Lage, weiterhin Samen zu bilden. Verwahren sie die Pflanzen deshalb bis zur Vernichtung oder Kompostierung in dicht schließenden Säcken.

Text: Sabine Kerschbaumer

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