Insekten im Blumentopf bekämpfen

In jeder normalen Blumenerde leben Insekten verschiedenster Art. Die meisten Tiere sind nützlich, fallen nicht auf und schaden auch nicht den Pflanzen. Einige Insekten, bzw. ihre Larven, jedoch schädigen die Blumen. Daher sollte man Insekten im Blumentopf möglichst bekämpfen. Dabei eignen sich viele Hausmittel ebenso gut wie Insektizide.

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Trauermücken lassen sich gut mit Gelbtafeln bekämpfen

Welche Insekten können im Blumentopf vorkommen?

Aus der Vielzahl der vorkommenden Krabbel- und Fluginsekten sollen hier nur zwei sehr häufige Schädlinge genannt werden. Eine umfassende Liste würde den Rahmen sprengen:

  • Trauermücken
  • Springschwänze

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Trauermücken im Blumentopf

Sie sehen wie kleine Fliegen (3 -4 mm groß) aus und treten oft im Winter auf. Die Mücken sind für die Pflanze im Topf nicht gefährlich, für den Menschen sind sie einfach lästig, da sie in Massen umherfliegen.
Schädlich für die Pflanze sind die madenförmigen Larven der Trauermücken, welche in der Blumenerde leben. Sie fressen Keimlinge und Jungpflanzen an und sind Überträger von Pilzen und anderen Pflanzenkrankheiten. Man erkennt einen Befall daran, dass die Pflanze schlecht wächst, Knospen sich nicht entwickeln oder Blätter vertrocknen.

Trauermücken bekämpfen

Eine Möglichkeit, Trauermücken zu bekämpfen ist, die Blumenerde nicht zu feucht zu halten. Am besten bedeckt man die Erde mit einer Schicht aus Vogelsand. Ein anderes Hausmittel sind Knoblauchzehen, welche man in die Erde steckt.
20 Tropfen Teebaumöl im 1 l Gießwasser vertreiben die Trauermücken, Zimtpulver auf der Erdoberfläche hält die Weibchen von der Eiablage ab.
Man sollte tatsächlich zunächst diese Hausmittel zur Bekämpfung ausprobieren, bevor ein Insektizid eingesetzt wird.

Springschwänze im Blumentopf

Dies sind winzige weiße oder graue Tierchen, die beim Gießen von der Blumenerde aufspringen. Sie nisten im Wurzelballen der Pflanze und lieben feuchte Blumenerde, sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie fressen abgestorbenes organisches Material, manchmal auch die jungen Pflanzenkeime. In erster Linie zeigen sie aber, dass die Blume falsch gepflegt wird. Wie immer ist zuviel Feuchtigkeit im Spiel. Wenn die Blumenerde zu nass ist, faulen die Wurzeln und die Springschwänze haben einen reich gedeckten Tisch.

Bekämpfen kann man die Springschwänze indem die Blume schleunigst umgetopft wird. Die alte Erde sollte am besten im Restmüll entsorgt werden. Wird nun auch noch das Gießverhalten geändert (immer nur wenig Wasser, Erdoberfläche austrocknen lassen), sollten die Springschwänze verschwinden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Amelia Martin/Shutterstock

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