Trauermücken: Vorbeugung und Bekämpfung

Steigen beim Gießen Schwärme winzig kleiner Fliegen aus der Blumenerde auf, haben sich dort Trauermücken angesiedelt. Zwar sind die Tierchen für den Menschen ungefährlich, dafür aber unschön und für die Pflanzen ungesund. Mit einigen Tricks bekommen Sie den Befall in den Griff und können mit unseren Tipps einer erneuten Ansiedlung vorbeugen.

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Mit Gelbtafeln lassen sich Trauermücken gut bekämpfen

Was sind Trauermücken und schädigen sie die Pflanzen?

Trauermücken, von denen es etwa 600 Arten gibt, kommen weltweit vor. Die zwei bis vier Millimeter großen Fliegen sitzen insbesondere in den Wintermonaten in großer Zahl auf der Erde der Zimmerpflanzen. Sie treten verstärkt auf, wenn das Substrat Humusbestandteile enthält. Auch minderwertige Blumenerde kann eine Ursache für den Befall sein, da sich in dieser häufig Eier oder Larven befinden.

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Die erwachsenen Trauermücken schädigen die Pflanzen nicht. Die im Wurzelstock lebenden Larven hingegen ernähren sich nicht nur von abgestorbenen Pflanzenteilen, sondern knabbern zudem die Wurzeln an. Dies kann die Pflanzen schwächen, zumal durch die offenen Wunden Keime eindringen können.

Trauermücken bekämpfen

Als erste Maßnahme sollten Sie das Gießen einige Zeit reduzieren und nur dann wässern, wenn die Oberfläche der Erde vollständig abgetrocknet ist. Außerdem sollten Sie zu einem der nachfolgenden Mittel greifen:

Verteilen Sie eine zwei bis drei Millimeter dicke Schicht Vogel- oder Quarzsand auf dem Substrat.

  • Stellen oder hängen Sie Gelbtafeln in der Nähe der Pflanzen auf. An diesen bleiben die winzigen Fliegen kleben.
  • Die Nematoden „Steinernema feltiae“ töten die Larven der Trauermücken. Diese erhalten Sie als weißes Pulver im Fachhandel. Es wird einfach ins Gießwasser gegeben und nach etwa zwei Wochen hat sich das fliegende Problem erledigt.

Trauermücken vorbeugen

  • Topfen Sie neu erworbene Zimmerpflanzen zeitnah um.
  • Verwenden Sie hierfür hochwertige Blumenerde.
  • Substrat, das einen unangenehmen Geruch verströmt oder schleimige Ablagerungen hat, besser im Biomüll entsorgen.
  • Zusätzlich können Sie die Blumenerde bei 80 Grad im Backofen sterilisieren. Bei dieser Temperatur sterben Laven und Eier der Lästlinge zuverlässig ab.
  • Wässern Sie Pflanzen regelmäßig und dafür sparsam. Lassen Sie die Erdoberfläche stets abtrocknen.
  • Gießen Sie bevorzugt über den Untersetzer, da Trauermücken ihre Eier nur in gut feuchtes Substrat legen

Tipps

Fleischfressende Pflanzen wie das Fettkraut oder die Kannenpflanze freuen sich sogar über Trauermücken in der Blumenerde. Diese Gewächse fangen die kleinen Fluginsekten mit ihren Blättern, zersetzen sie mit ihren Pflanzensekreten und dämmen die Plage auf diese Weise dauerhaft und wirkungsvoll ein.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Pixelbender36/Shutterstock

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