Blumenerde – ein optimaler Nistplatz für Trauermücken

Haben Sie auch schon mal einen frischen Sack Blumenerde gekauft und beim Öffnen einen Schwarm Trauermücken entdeckt? Das ist leider keine Seltenheit und lässt sich kaum vermeiden. Denn Blumenerde zieht die Schädlinge magisch an. Auch Pflegefehler können im weiteren Verlauf der Kultivierung zu einem Befall führen. Lesen Sie hier, wie Sie diese umgehen.

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Trauermücken sind in feuchter Blumenerde keine Seltenheit

Kein Grund zur Sorge

Gewiss ist eine von Trauermücken umschwärmte Pflanze kein schöner Anblick. Das Gewächs selber leidet aber kaum unter einem Befall, denn

  • nur die Larven ernähren sich von den Blättern.
  • Diese sind aber nach wenigen Tagen ausgewachsen.
  • Fliegen fressen lediglich organische Pflanzenreste.
  • Gefährdet sind nur geschwächte Pflanzen oder junge Triebe.

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Daraus resultiert, dass Sie Trauermücken nur bei einem sehr starken Befall bekämpfen müssen.

Trauermücken erkennen

Um Trauermücken an Ihrer Pflanze festzustellen, können Sie wahlweise von zwei Methoden Gebrauch machen:

  • Das Substrat fluten
  • Einen organischen Papierstreifen anwenden

Topf fluten

Bei Staunässe fliegen die Trauermücken an die Oberfläche. Informieren Sie sich zuvor, ob Ihre Pflanze das Prozedere verträgt.

Organischer Papierstreifen

Da sich Trauermücken von organischen Pflanzenresten ernähren, werden sie auch den Papierstreifen anknabbern.

Auf die Pflege der Blumenerde achten

Trauermücken lieben feuchte Blumenerde. Stellen Sie Ihre Pflanze daher besser auf einen Untersetzer, den Sie anstelle des Substrats gießen. Gekaufte Blumenerde sollten Sie stets trocken und kühl lagern. Angebrochene Beutel müssen luftdicht verschlossen sein.

Tipps

Haben Sie einfach kein Glück beim Kauf Ihrer Blumenerde, ist Perlit eine sinnvolle Alternative. Hier besteht keine Gefahr, dass sich Trauermücken in dem Substrat befinden. Möchten Sie nicht auf Blumenerde verzichten, weil Ihnen eine Hydrokultur zu aufwendig erscheint, streuen Sie etwas Quarzsand auf das Substrat. Dieser verhindert die Eiablage der Weibchen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: PopFoto/Shutterstock

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