Greiskraut – wie giftig sind die heimischen Arten?

Das Greiskraut ist eine der artenreichsten Blühpflanzen überhaupt. Dementsprechend ist es weltweit angesiedelt. Hierzulande kommt es immerhin mit mindestens 30 Arten vor. Manchmal mitten im Beet. Ist das Kraut giftig und wenn ja, wie sehr?

Gemeines Kreuzkraut giftig
Das weit verbreitete Greiskraut ist hochgiftig

Nicht essbar, sondern giftig!

Während viele Wildkräuter für uns gesund sind und schmecken, müssen Sie vom Greiskraut unbedingt die Hände weglassen. Es ist für die menschliche Ernährung nicht nur ungeeignet, sondern giftig.

  • Greiskraut enthält Pyrrolizidin-Alkaloide
  • Ihre Einnahme ist schon in kleinen Mengen stark giftig
  • die Stoffe sind leberschädigend und krebserregend
  • in Blüten und jungen Pflanzen ist die Konzentration am höchsten

Tipps

Die Blätter des Greiskrauts können mit einigen essbaren Wildkräutern verwechselt werden. Seien Sie daher besonders achtsam, wenn Sie Wildkräuter für Salate pflücken.

Verzögerte Wirkung

Pyrrolizidin-Alkaloide wirken nicht sofort und auch nicht direkt tödlich. Erst ihre Umwandlung in der Leber macht sie zu gefährlichen Giftstoffen.

  • Vergiftungserscheinungen treten spät auf
  • meist nach Wochen oder gar Monaten

Indirekte Aufnahme

Viele Greiskrautarten wachsen auch auf Weiden. Lebende Pflanzen werden von Kühen gemieden. Als Bestandteil von Heu werden sie gefressen, da sie trocken nicht mehr abschreckend bitter schmecken. Die giftigen Inhaltsstoffe des Greiskrauts können daher auch in Milch, Eiern, Honig oder einigen Kräutertees vorkommen.

Text: Daniela Freudenberg

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