Gemüse lagern im Keller
Dunkel und kühl gelagert hält frisches Gemüse den ganzen Winter über

Gemüse über den Winter richtig einlagern

Wer bis zum Ende der Gartensaison reichliche Erträge von seinen Beeten ernten konnte, hat den Vorteil, mit den selbst gezogenen Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln und Sellerieknollen gesund und preiswert über den Winter zu kommen. Eine zweckmäßige Lagerung ermöglicht bis weit in das neue Jahr hinein knackigen Vitamingenuss, ohne dass Qualitäts- und Geschmacksverluste zu befürchten sind.

Relativ einfach gelingt die Bevorratung mit Kartoffeln, wenn man sie erst spät erntet und berücksichtigt, dass sie möglichst dunkel gelagert werden sollten. Zu viel Licht verursacht nicht nur eine vorzeitige Keimung der Knollen, sondern führt zu grünen Flecken auf der Schale und bildet den für die meisten Nachtschattengewächse typischen Giftstoff Solanin.
Solche Stellen sollten dann vor dem Kochen großzügig herausgeschnitten werden, da die Kartoffeln ansonsten einen unangenehm bitteren Geschmack haben können.

Nur unversehrte Knollen einlagern!

Kartoffeln am Besten grundsätzlich mit einer Grabegabel aus der Erde nehmen, ohne sie dabei zu beschädigen. Anschließend sollten sie einige Stunden auf dem Boden liegen bleiben, um danach die jetzt trockene Erde abzureiben. Abgewaschen werden sie nicht, denn die noch anhaftenden Bodenreste sind der beste Schutz gegen spätere Fäulnis. Für die Lagerung eignen sich Kartoffelhorden aus Holz, die man sich aus einigen Latten oder Brettern leicht selbst in der notwendigen Größe zusammenbauen kann. Wichtig ist, dass zu allen Seiten hin ausreichend Schlitze vorhanden sind, damit eine ständige Luftzirkulation gewährleistet wird. Dann muss nur noch ein frostfreier, luftiger Platz im Keller gefunden werden, an dem es möglichst nie wärmer als 5 °C ist. Einmal monatlich etwas gründlicher zu kontrollieren und die Knollen dabei umzuschichten hilft, dass sich keine Fäulnis ausbreiten kann.

Wurzel- und Knollengemüse sowie Möhren brauchen viel Sand

Diese Gemüsearten lassen sich um so besser lagern, je später sie geerntet werden. Auch hierbei ist es wieder wichtig, dass sie völlig ausgereift und ohne äußerliche Beschädigungen sind. Wenn Sie einschätzen, dass die Ernte während der kommenden acht bis zehn Wochen nicht aufgebraucht wird, müssen Sie nichts weiter tun, als diese Gemüsesorten in mit feuchtem Sand gefüllte Holzkisten zu verstauen, die danach in einem möglichst trockenen Kellerraum abgestellt werden. Optimal sind Temperaturen zwischen 3 bis 5 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent. Die Keller neuerer Häuser sind allerdings zu warm für die Wintereinlagerung und aufgrund ihrer Betonwände auch meist zu trocken. Eine Erdmiete im Garten, um die 50 cm tief gegraben, wäre in diesem Fall die weitaus bessere Alternative für Knollen- und Wurzelgemüse. Direkt über das Erntegut wird eine um die 20 cm dicke Strohschicht gelegt und die gesamte Grube wird am Schluss noch mit Kunststoffvlies gegen extrem Frost geschützt.

Spezialfall Zwiebeln über Winter lagern

Wenn die Zwiebeln gleich nach der Ernte zwei bis drei Wochen gut an der Luft durchgetrocknet sind, werden sie den Winter ohne jegliche Probleme überstehen. Wichtig ist, dass Sie die inzwischen welken Laubblätter nach dem Ausgraben ungefähr fünf bis acht Zentimeter über dem Hals abschneiden, was die Fäulnisgefahr spürbar herabsetzt. Die locker sitzenden Schalen sollten bei Kontrollen immer wieder mal entfernt werden. Die längste Haltbarkeit haben Zwiebeln, wenn sie in kühl stehenden Tontöpfen gelagert werden, deren Öffnung mit einem Leinentuch abgedeckt wird.

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