Ernten und Konservieren: Die Erdmiete

Zur Haupterntezeit fällt Gemüse häufig so reichlich an, dass Sie es nicht vollständig verwerten können. Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Bete, Sellerie oder Rettich und von den äußeren Blättern befreite Kohlköpfe bleiben in einer Erdmiete während der Wintermonate knackig frisch. Wie Sie diese ganz einfach selbst bauen können, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

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Wers gern luxuriös mag, kann die Erdmiete mit einer Tür versehen

Was ist eine Erdmiete?

Bei dieser handelt es sich um einen etwa 40 Zentimeter tiefe Grube, in der Gemüse in der kalten Jahreszeit gelagert wird. Sie stammt aus Zeiten, in denen es noch keinen Kühlschrank gab. Im Gegensatz zu einem Erdkeller lässt sich die Miete sehr problemlos, kostengünstig und auf kleinem Platz, beispielsweise in einem abgeernteten Beet, anlegen.

Das benötigte Material:

  • Spaten und Schaufel
  • Spielsand
  • Frisches, sauberes Stroh
  • Engmaschiger Draht zum Schutz vor Wühlmäusen. Alternativ können Sie grüne Gemüsekisten nutzen.
  • Ein Holzbrett als Abdeckung

Welcher Platz eignet sich?

Die Erdmiete sollte nicht zu weit vom Haus entfernt angelegt werden, damit Sie diese auch an unwirtlichen Wintertagen gut erreichen. Zudem muss der Platz so gewählt werden, dass die kleine Grube bei Schneeschmelze nicht mit Wasser vollläuft. Ideal wäre der Rand der Garage, eine Beet in der Nähe der Hauswand oder ein unbeheiztes Gewächshaus.

Das Anlegen der Miete

  • Heben Sie zunächst eine Grube, die mindestens 30 Zentimeter tief ist, aus. Die Größe orientiert sich an der Menge des Gemüses, das Sie einlagern möchten. Für vier Personen währen dies circa 100 Zentimeter Breite und zwei bis drei Meter Länge.
  • Streuen Sie eine fünf Zentimeter dicke Schicht Sand auf den Boden.
  • Sichern Sie die Ränder mit Schalungsbrettern, alten Ziegeln oder Terrassensteinen.
  • Legen Sie die gesamte Miete mit Draht. Alternativ können Sie Gemüsekisten aus Holz oder Kunststoff einsetzen.
  • Die Ränder werden mit Stroh ausgekleidet. Dies sorgt für gute Luftzirkulation.
  • Schichten Sie die Gemüsesorten in getrennten Lagen ein, die Sie wiederum mit Sand bedecken. Wichtig ist, dass sich das Gemüse nicht berührt.
  • Ist alles verwahrt, überdecken Sie die letzte Sandschicht mit einem Brett.

An frostfreien Tagen können Sie die Miete öffnen und das Gemüse portionsweise entnehmen.

Tipps

Streuen Sie Walnussblätter in die Miete, sorgt das für zusätzlichen Mäuseschutz. Die kleinen Nager mögen den Geruch des Laubes überhaupt nicht und bleiben den eingelagerten Lebensmitteln fern.

Das Gartenjournal Frische-ABC

Wie läßt sich Obst & Gemüse richtig lagern, damit es möglichst lange frisch bleibt?

Das Gartenjournal Frische-ABC als Poster:

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: PaulSat/Shutterstock

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