Geißblattgewächse und ihre Eigenheiten

Nicht nur das Geißblatt gilt als ein Vertreter der Familie der Geißblattgewächse. Es gibt zahlreiche weitere Pflanzen, die sich hierin einordnen. Welche ihre Merkmale und Anforderungen sind, erfahren Sie nachfolgend.

Caprifoliaceae
Auch die Schneebeere zählt zu den Geißblattgewächsen

Welche Vertreter zählen zu dieser Pflanzenfamilie?

Zur Familie der Geißblattgewächse (Botaniker sagen auch Caprifoliaceae) gehören vor allen Dingen die folgenden Pflanzen:

  • Wald-Geißblatt
  • Heckrotts Geißblatt
  • Wohlriechende Heckenkirsche
  • Wohlriechendes Geißblatt
  • Weigelie
  • Schneebeere
  • Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch
  • Abelie

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Früher wurden auch der Wollige Schneeball, der Runzelblättrige Schneeball und weitere Schneebälle sowie Holunderarten in diese Pflanzenfamilie gezählt. Doch dies hat sich geändert. Nun gehören die genannten Gewächse der Familie der Moschuskrautgewächse an.

Eigenschaften, die alle Geißblattgewächse gemeinsam haben

Alle Geißblattgewächse werden in die Ordnung der Kardenartigen eingegliedert. Es gibt rund 50 Gattungen und 700 Arten. Vorwiegend sind diese Gewächse in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel der Erde verbreitet. Dabei besiedeln sie vor allem Regionen Nordamerikas und Ostasiens.

Zum Großteil handelt es sich bei diesen Gewächsen um Sträucher und Schlingpflanzen. Weniger Exemplare entwickeln sich zu Stauden oder kleineren Bäumen. Weiterhin sind die meisten Vertreter dieser Familie verholzend. Alle Arten sind mehr oder weniger winterfest und industriefest. Die wintergrünen und immergrünen Exemplare gelten als empfindlicher gegenüber Frost.

Zu weiteren gemeinsamen äußeren Merkmalen zählen sich kreuzgegenständig anordnende Blätter. Sie sind in der Regel einfach in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blüten sind fünfzählig und die Blütenkrone und der Blütenkelch sind miteinander verwachsen. Als Früchte entstehen entweder Beeren oder Steinfrüchte.

Anforderungen an die Lage

Am liebsten wachsen diese Pflanzen im Halbschatten. Sie sind jedoch auch für schattige Standorte geeignet. An sonnigen Plätzen entwickeln sich mehr Blüten. Doch der Nachteil ist, dass dort eine erhöhte Gefahr für Trockenheit besteht, was den Geißblattgewächsen wenig gefällt.

Der Boden sollte normal durchlässig sein. Außerdem vorteilhaft ist für diese Gewächse ein leicht saures, humoses und nährstoffreiches Substrat. Niemals dürfen Staunässe oder Trockenheit vorherrschen. Im Nu nehmen diese Gewächse Schaden dadurch.

Das Geißblatt – eine beliebte Kletterpflanze für den Garten

Das Geißblatt, von dem es rund 180 Arten gibt, gilt als beliebte Garten-, Schling- und Blütenpflanze. Zu den Arten gehören unter anderen die folgenden Exemplare mit ihrer lateinischen Bezeichnung:

  • Lonicera alseuosmoides
  • Lonicera x americana
  • Lonicera brownii
  • Lonicera caerulea
  • Lonicera caprifolium
  • Lonicera x heckrottii
  • Lonicera henryi
  • Lonicera japonica
  • Lonicera nitida
  • Lonicera periclymenum

Folgende Merkmale haben die Geißblattarten gemeinsam:

  • gut schnittverträglich
  • giftige Früchte
  • 3 bis 10 m hoch wachsend
  • süßlich duftend
  • rechtswindend
  • ein Kletterobjekt bzw. Rankgerüst wird zum Klettern benötigt
  • elliptische Blätter
  • gelbweiße, manchmal zartrot oder lila überhauchte Blüten
  • lange Staubbeutel
  • Blütezeit zwischen Mai und Oktober
  • ein kühler Boden wird benötigt

Tipps & Tricks

Viele Geißblattgewächse lassen sich auch problemlos im Kübel halten. Doch bei der Kübelkultur beanspruchen sie alle mehr Pflege.

Text: Anika Gütt

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