Knallerbse
Die Schneebeere ist nicht nur bei Kindern beliebt

Schneebeere

Die Schneebeere besticht mit einer bezaubernden Sommerblüte, einzigartigem Fruchtschmuck im Herbst und gutmütiger Anspruchslosigkeit. Groß und Klein freuen sich wie die Schneekönige, wenn die weißen Beeren mit einem Knall zerplatzen. Wie unkompliziert die Pflege von der Hand geht, vermitteln die folgenden Antworten auf häufige Fragen.

Schneebeere richtig pflanzen

Wählen Sie die laublose Zeit von November bis März als Termin für die Pflanzung, schaffen Sie auf diese Weise beste Startvoraussetzungen für die Schneebeere. Am sonnigen bis halbschattigen Standort in normaler Gartenerde legen Sie eine geräumige Pflanzgrube an mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens. Damit sich die vitalen Ausläufer später nicht auf Eroberungszug durch den Garten begeben, empfehlen wir die Einbringung einer geotextilen Wurzelsperre. Fungiert die Knallerbse als dekorative Hecke, beträgt der Pflanzabstand von 100-110 cm. Den Aushub reichern Sie idealerweise an mit reifem Kompost oder Rindenhumus. Die ausgetopfte Jungpflanze wird mittig im Pflanzloch positioniert und mit dem angereicherten Substrat eingepflanzt. Die bisherige Pflanztiefe sollte möglichst beibehalten werden. Angießen und Mulchen mit Laub schließen die unkomplizierte Pflanzung ab.
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Pflegetipps

Nicht von ungefähr zählt die Schneebeere zu den Lieblingen für Hobbygärtner mit knapp bemessener Zeitkapazität, denn das Pflegeprogramm beschränkt sich auf folgende Punkte:

  • Knallerbse einzig gießen bei sommerlicher Trockenheit
  • Düngen ist nicht erforderlich
  • Rückschnitt nur bei Bedarf im zeitigen Frühjahr
  • Unkomplizierte Vermehrung mittels Stecklingen, Teilung, Absenkern oder Schösslingen
  • Leichter Winterschutz im Pflanzjahr empfehlenswert

Ins Pflegeprogramm eingebunden werden sollte die Vorbeugung gegen eine unerwünschte Ausbreitung. Da am optimalen Standort vitale Ausläufer bis zu 60 cm Länge gedeihen, sollte eine Wurzelsperre diesem Treiben Einhalt gebieten. Alternativ rupfen Sie die zahlreichen Schösslinge zeitnah aus, sofern Sie nicht für die Vermehrung infrage kommen.
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Welcher Standort ist geeignet?

Auf der Suche nach einem Ziergehölz, das Sie auch in weniger günstigen Lagen nicht im Stich lässt, ist die Knallerbse zur Stelle. Solange sich die Lichtverhältnisse im sonnigen bis halbschattigen Bereich bewegen, gibt die Schneebeere ihr Bestes. Hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit gibt sich der dekorative Strauch ebenso anspruchslos und streckt in jeder normalen Gartenerde seine Wurzeln freudig aus.
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Schneebeere richtig schneiden

Von Natur aus entfaltet die Knallerbse eine harmonische Silhouette, die nicht zwingend nach einem alljährlichen Formschnitt verlangt. Nimmt der Zierstrauch indes unerwünschte Dimensionen an, wird ein Rückschnitt problemlos toleriert. So machen Sie es richtig:

  • Schneebeere im zeitigen Frühjahr von Februar bis April schneiden
  • Zu lange Äste um bis zu zwei Drittel einkürzen
  • Jeden Schnitt knapp oberhalb eines nach außen gerichteten Auges ansetzen
  • Zusätzlich das Gehölz gründlich auslichten, indem alles Totholz an der Basis gekappt wird

Die mit weißen Beeren übersäten Zweige einer Knallerbse zieren überdies als Vasenschmuck das Wohnzimmer. Damit Sie lange Freude an der herbstlichen Dekoration haben, schneiden Sie die Triebe kurz bevor die Früchte reifen.
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Schneebeere gießen

Die Schneebeere trägt ein dichtes Laubkleid und einen lang anhaltenden Blütenschmuck den ganzen Sommer hindurch. Daher verdunstet das Ziergehölz reichlich Feuchtigkeit. Gießen Sie die Knallerbse bei sommerlicher Hitze und Dürre daher regelmäßig, um sie vor Trockenstress zu bewahren. Das kann selbst nach einem leichten Regenguss erforderlich sein, wenn die Tropfen nicht bis auf die Wurzelscheibe durchdringen. Unter normalen Witterungsbedingungen ist eine zusätzliche Wasserversorgung nicht vonnöten.
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Schneebeere richtig düngen

Die explizite Gabe von Dünger ist nicht erforderlich, da sich die Knallerbse über ihr reich verzweigtes Wurzel- und Ausläufersystem selbst versorgt. Über eine Mulchschicht aus Laub, Rasenschnitt oder Kompost freut sich die Schneebeere dennoch und dankt es mit einer verschwenderischen Blüte und üppigem Fruchtschmuck.
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Überwintern

Die Schneebeere verfügt über eine robuste Winterhärte, die nach keinen besonderen Vorkehrungen verlangt. Diese Widerstandskraft baut sich freilich erst allmählich auf. Im Pflanzjahr macht folglich ein leichter Winterschutz Sinn. Breiten Sie vor dem ersten Frost eine dicke Schicht aus Laub und Reisig aus und umhüllen die jungen Zweige mit Jute.
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Schneebeere vermehren

Die Vielgestaltigkeit einer Knallerbse setzt sich in Punkto Vermehrung nahtlos fort. Wählen Sie für die Nachzucht weiterer Exemplare unter den folgenden Verfahrensweisen:

  • Stecklinge schneiden im Herbst
  • Absenker während des Sommers
  • Schösslinge an den Ausläufern im Sommer abstechen und am neuen Standort einpflanzen
  • Teilung des Wurzelballens im Frühjahr oder Herbst

Die Aussaat der Samen kommt zwar ebenfalls in Betracht; erweist sich freilich als recht aufwändig. Samen, die dem Fruchtfleisch einer Beere entstammen, sind von Mutter Natur ausgestattet mit einer Keimhemmung. Diese zu durchbrechen, erfordert eine Stratifikation und einen langen Geduldsfaden. Über eine erste Blüte mit folgendem Fruchtbehang dürfen Sie sich dann frühestens nach 2-3 Jahren freuen.
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Schneebeere im Topf

Als zauberhafte Augenweide zieht die Schneebeere im Kübel alle Blicke auf sich. Damit das Ziergehölz vital und gesund gedeiht, kommt es auf folgende Pflege an:

  • Als Substrat strukturstabile Kübelpflanzenerde verwenden, eingefüllt über einer Drainage aus Tonscherben
  • Regelmäßig gießen, sobald die Erde angetrocknet ist
  • Von Mai bis September alle 30 Tage flüssig düngen
  • Bei Bedarf zu lange Triebe im Frühjahr einkürzen

Steht der Winter vor der Türe, umhüllen Sie den Kübel mit Luftpolsterfolie und stellen ihn auf einen Holzblock vor die Südwand des Hauses. Im Frühling topfen Sie die Knallerbse immer dann um, wenn der bisherige Topf vollständig durchwurzelt ist.
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Ist Schneebeere giftig?

Wenngleich die Knallerbse giftige Saponine und Alkaloide enthält, geht von diesem Zierstrauch keine nennenswerte gesundheitliche Gefahr aus. Wie die Praxis erwiesen hat, passieren die kleinen Früchte den Magen und Darm, ohne Schäden zu verursachen. Tatsächlich befindet sich die Toxizität auf einem solch geringen Niveau, dass ein Erwachsener mindestens 33 Kilo Schneebeeren verspeisen müsste, um Schaden zu nehmen. Erklären Sie dennoch Ihren Kindern, dass die Beeren zum Knallen und nicht zum Naschen da sind.
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Trivia

Dem prächtigen Ziergehölz setzten Stefan Raab und die Band Truck Stop in 1999 ein musikalisches Denkmal mit dem Song „Maschen-Draht-Zaun“. Seitdem ist auch dem breiten Publikum außerhalb der Gemeinschaft der Hobbygärtner bekannt, dass die robuste Knallerbse das Potenzial besitzt, einem Maschendrahtzaun die Stirn zu bieten.
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Schöne Sorten

  • Hancock: Aparte Zwerg-Knallerbse für den kleinen Garten und als dichter Bodendecker; neigt allerdings zum Wuchern
  • White Hedge: Die kompakte Sorte zaubert traumhaft schöne, weiße Hecken und fungiert als Bienen- und Schmetterlingsweide
  • Amethyst: Die ideale Ergänzung zur weißen Schneebeere dank rosafarbener Beeren im Herbst
  • Magic Berry: Diese Knallerbse punktet mit zart rosafarbener Blüte und magentarotem Fruchtschmuck
Text: Paula Jansen

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