Vorsicht: Schneebeeren sind leicht giftig!

Die Schneebeere, auch Knallerbse genannt, ist häufig wild an Waldrändern und in Parkanlagen zu finden. Bei der Anpflanzung der pflegeleichten Sträucher im Garten sollten Eltern allerdings aufpassen: Die Beeren sind leicht giftig.

Knallerbse giftig
Knallerbsen sind leicht giftig

Schneebeeren enthalten Giftstoffe

Die Früchte der Schneebeere sind leicht giftig. Sie enthalten Saponine und andere nicht näher bekannte Stoffe, die für Menschen und manche Tiere, wie beispielsweise Pferde, schädlich sein können.

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Die Beeren sollten nicht mit bloßen Händen aufgeknackt werden, da die Pflanzensäfte bei empfindlichen Menschen und Kindern Hautreizungen hervorrufen können.

Werden Schneebeeren gegessen, gilt eine Menge von maximal vier Beeren als ungefährlich. Größere Mengen lösen Brechreiz und Durchfall aus. Die Saponine stehen außerdem im Verdacht, die Magenschleimhaut anzugreifen.

Bei mehr als zehn Beeren Entgiftung einleiten

Die Informationszentrale gegen Vergiftungen empfiehlt, ab einer Einnahme von zehn oder mehr Beeren eine Vergiftung einzuleiten:

  • viel Wasser oder Tee trinken
  • niemals Milch geben
  • Kohletabletten verabreichen
  • Arzt oder Krankenhaus aufsuchen

Vorsicht bei kleinen Kindern, Nagetieren und Pferden

Kinder lieben Schneebeeren, denn die meist weißen Beeren geben einen lauten Knall von sich, wenn sie geknackt oder auf den Boden geschmissen werden. Das hat ihnen auch den Namen Knallerbse eingetragen.

So viel Spaß das Knallgeräusch auch auslöst, bei kleinen Kindern müssen Eltern wachsam sein, wenn Knallerbsensträucher auf dem Grundstück oder in erreichbarer Nähe stehen. Kinder sollten unbedingt daran gehindert werden, die Beeren zu essen oder mit den Händen zu zerknacken.

Auch für einige Nager wie Hamster und Kaninchen sind Schneebeeren giftig. Bei Pferden kann der Genuss Magenprobleme auslösen.

Tipps

Die Früchte der Schneebeere werden von zahlreichen Vogelarten gern angenommen. In naturnahen Gärten und Naturhecken sollten die dekorativen Sträucher deshalb nicht fehlen.

Text: Sigrid Hestermann

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