Zwergmispel giftig

Die Zwergmispel – ein Giftcocktail im Garten?

Die Zwergmispel stellt einen beliebten Bodendecker dar, der gern in Steingärten, an Hänge, Böschungen und Straßen gepflanzt wird. Ihre leuchten roten Früchte locken Beerenfreunde. Doch Vorsicht: Diese Pflanze hat es buchstäblich in sich!

Giftig – ja oder nein?

Die Zwergmispel ist – unabhängig davon ob als Bonsai oder Bodendecker – giftig. Sie gilt als schwach giftig. Der Grund dafür ist unter anderen ihr Gehalt an Blausäure, der in ihren Früchten am höchsten ist. Je nach Körpergewicht kommt es ab einer Menge zwischen 10 und 20 Früchten zu Vergiftungssymptomen.

Die Blausäure führt zu einer schwachen Vergiftung. Sie beeinträchtigt die Zellatmung und hat eine innere Erstickung zur Folge. Symptome können die folgenden sein:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Lippenschwellungen
  • Magenscherzen
  • Brennen im Mund

Welche Pflanzenteile enthalten giftige Substanzen?

Zu den giftigen Substanzen in der Zwergmispel zählen Prunasin und Amygdalin (ein blausäurehaltiges Glycosid). Alle Pflanzenteile, sowohl Blätter und Rinde als auch Blüten und Früchte enthalten einen oder beide dieser Wirkstoffe und können sich vergiftend auf den Körper auswirken.

Die Früchte weisen den höchsten Giftgehalt auf. Auch die enthaltenen Samen, die zum Vermehren verwendet werden können, sind giftig. Neben Sie sich daher in Acht im Umgang mit dieser Pflanze!

Tipps & Tricks

Die Zwergmispel sollte vorsichtshalber lieber keinen Platz im Garten finden, wenn kleinere Kinder im Haushalt leben und gern im Garten spielen. Vor allem die roten und beerenartigen Früchten verleiten schnell, einmal von ihnen zu naschen. Im Notfall: Geben Sie zum Binden der Gifte 1 g medizinische Kohle/Aktivkohle pro kg Körpergewicht.

Text: Anika Gütt

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