Sind die Früchte des Feuerdorns tatsächlich giftig?

Der Feuerdorn ist ein in unseren Gärten häufig zu findender immergrüner Strauch, der kräftige Stacheln trägt. Da das Gehölz im Winter sein Laub nicht verliert, schützt es sich mit den ihnen vor Fraßfeinden. Im Frühjahr bringt der Feuerdorn zahlreiche weiße Blütenstände hervor, aus denen sich bis zum Herbst die attraktiv rot-orangefarbenen Früchte entwickeln.

Feuerdorn giftig

Die Beeren nicht roh verzehren

Diese beerenförmigen Steinfrüchte schmecken unangenehm säuerlich-mehlig und eignen sich nicht für den Rohverzehr. Sie sind entgegen der weitläufigen Meinung jedoch nicht giftig und essbar. Einzig die zwei bis fünf Samen der Nussfrüchte enthaltenen Spuren von cyanogenen Glykosiden und wirken beim Zerkauen schwach toxisch. Alle anderen Pflanzenteile sind ungiftig.

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Die Konzentration an Giftstoffen in den Beeren ist so gering, dass es auch nach dem Genuss größerer Mengen nicht zu Vergiftungserscheinungen kommt. Bei empfindlichen Personen und Kindern kann der Verzehr der rohen Früchte zu leichten Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall führen.

Die Beeren – leuchtender Schmuck in der kalten Jahreszeit

Die Beeren des Feuerdorns fallen im Herbst nicht ab und bleiben während des gesamten Winters am Gehölz (Wintersteher). Sie dienen vielen Vogelarten als wertvolle Nahrung in der kalten Jahreszeit und sollten deshalb im Herbst keinesfalls abgeschnitten werden. Auch beim Sommerschnitt sollten Sie nicht alles Verblühte entfernen, da der attraktive Strauch sonst nur wenige oder gar keine Beeren ansetzt.

Gekocht ein besonderer Genuss

Aus den essbaren Beeren des Feuerdorns lässt sich leckere Marmelade zubereiten, die durch ihren exotischen Geschmack eine gelungene Abwechslung zu anderen Sorten ist. Es empfiehlt sich, die Beeren oder den zubereiteten Fruchtaufstrich durch ein Sieb zu streichen um die Samen zu entfernen.

Tipps & Tricks

In Notzeiten wurden die Steinfrüchte geröstet und als Kaffeersatz verwendet.

SKb

Text: Sabine Kerschbaumer

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