Die perfekte Pflege für die Felsenbirne

Die Felsenbirne ist erst vor wenigen Jahren von Hobbygärtnern "wiederentdeckt" worden. Wurde diese Pflanze früher in erster Linie wegen der Nutzung ihrer essbaren Früchte angepflanzt, steht heutzutage die Optik von Blüten und Blättern im Vordergrund.

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Die Felsenbirne ist pflegeleicht und robust

Wie häufig sollte eine Felsenbirne gegossen werden?

Direkt nach der Pflanzung sollten junge Felsenbirnen über einen Zeitraum von wenigen Wochen hinweg leicht bewässert werden. Ansonsten kommt eine Felsenbirne außer in extremen Trockenphasen in der Regel mit dem natürlichen Niederschlag im Garten aus. Etwas anders verhält es sich bei Felsenbirnen im Kübel, die nach Bedarf im Sommer gelegentlich bewässert werden sollten. Allerdings gilt bei diesen wie für Exemplare im Freiland, dass mit einem entsprechend beschaffenen Substrat jede Art von Staunässe vermieden werden sollte.

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Was gilt es beim Umtopfen oder Einpflanzen einer Felsenbirne zu beachten?

Beim Ein- oder Umpflanzen einer Felsenbirne können Sie eigentlich nicht sehr viel falsch machen. Als Zeitpunkte eignen sich das Frühjahr und der Herbst. Es wirkt sich positiv auf das spätere Wachstum Ihrer Felsenbirne aus, wenn Sie bei der Pflanzung die folgenden Punkte beachten:

  • Pflanzloch oder Topf sollten großzügig bemessen sein
  • eine Drainageschicht verhindert Staunässe
  • beigemischter Kompost ist für mindestens ein Jahr als Langzeitdünger ausreichend
  • nach dem Pflanzen das Substrat nicht zu stark andrücken und dadurch verdichten
  • im Zuge der Pflanzung kann ein Pflanzschnitt die Balance zwischen Wurzeln und Pflanzenmasse wiederherstellen

Wann und wie kann eine Felsenbirne geschnitten werden?

Grundsätzlich gilt für alle Sorten der Felsenbirne, dass ältere Exemplare keinesfalls zu brachial eingekürzt werden sollten. Wenn Sie eine gewisse Form wie beispielsweise die eines Obelisken erzielen wollen, müssen Sie frühzeitig mit sehr dezent angesetzten Schnitten beginnen. Diese können idealerweise nach der Blüte, in kleinerem Umfang aber auch im Frühjahr, Sommer oder Herbst durchgeführt werden.

Welche Schädlinge können eine Felsenbirne befallen?

Felsenbirnen sind in der Regel äußerst robust und werden kaum von Schädlingen befallen.

Was kann man gegen Krankheiten der Felsenbirne unternehmen?

Felsenbirnen werden wie manch andere Rosengewächse von Feuerbrand befallen. Betroffene Pflanzenteile sollten zeitnah bis auf das gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Häufiger kommt aber der Befall durch den Echten Mehltau vor, gegen den ab dem Austrieb vorbeugend mit einem 1:5-Gemisch von Milch und Wasser gespritzt werden sollte. Außerdem müssen befallene Knospen und Triebe entfernt werden, da der Pilz in diesen überwintert.

Wie sollte eine Felsenbirne optimal gedüngt werden?

Felsenbirnen wachsen in der Natur auch auf sehr kargen Böden und benötigen außer gelegentlichen Kompostgaben oder der als Langzeitdünger eingesetzten Hornspäne (32,93€ bei Amazon*) keine intensive Düngung.

Was ist bei der Überwinterung von Felsenbirnen zu beachten?

Felsenbirnen sind im Freiland wie auch im Topf problemlos winterhart. Allerdings sollte auf die Vermeidung von Staunässe oder von Trockenschäden durch lange Kahlfrostperioden geachtet werden.

Tipps

Bei Felsenbirnen eingesetzte Düngemittel sollten möglichst wenig Stickstoff enthalten, da dieser die Anfälligkeit für Echten Mehltau erhöhen kann.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Peter Turner Photography/Shutterstock

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