Die Felsenbirne im Garten – mit der Größe kommt die Form

Die Felsenbirne fristete längere Zeit ein Schattendasein, erfreut sich aktuell aber wieder einer steigenden Beliebtheit als Gartenpflanze. Das liegt nicht nur an den essbaren Früchten, sondern auch an der beeindruckenden Optik, die sich mit der typischen Kronenbildung einer ausgewachsenen Felsenbirne einstellt.

felsenbirne-groesse
Die Felsenbirne wird mehrere Meter hoch

Vorsicht bei der Pflege der Felsenbirne

Während viele Gartenpflanzen Schnittfehler relativ einfach verzeihen und sich fehlerhafte Eingriffe innerhalb kurzer Zeit durch neu gewachsene Triebe ausgleichen lassen, kann es bei einer falsch geschnittenen Felsenbirne Jahre dauern, bis sich Schnittfehler wirklich wieder ausgewachsen haben. Deshalb sollten alle Schnitte bei der Felsenbirne auf ihre Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit hin hinterfragt werden. Grundsätzlich wachsen Felsenbirnen in den ersten Jahren an einem Standort relativ moderat, sodass erst nach einigen Jahren ein dezenter Schnitt notwendig werden sollte. Keinesfalls sollten Sie eine zu groß geratene Felsenbirne im Garten massiv einkürzen und auf Strauchgröße zurückschneiden. Die attraktive Kronenform der ausgewachsenen, mehrstämmigen Felsenbirne ergibt sich auf ganz natürliche Art und Weise, wenn möglichst wenig Eingriffe im Rahmen der Pflege erfolgen.

Lesen Sie auch

Der Unterschied zwischen der Kübelkultur und ausgepflanzten Exemplaren

Es ist ganz normal, dass eine Felsenbirne im Kübel ein etwas schwächeres Wachstum an den Tag legt als ein im Gartenboden gepflanztes Exemplar. Dieser Umstand lässt sich auch nur bedingt durch das passende Substrat und durch Düngung ausgleichen, da Felsenbirnen in dieser Hinsicht nicht sehr anspruchsvoll sind und eher nicht überdüngt werden sollten. Wichtiger ist für das gesunde Wachstum einer Felsenbirne dagegen, dass sie möglichst gut vor einem Mehltaubefall geschützt wird und an einem passenden Standort mit ausreichenden Lichtverhältnissen kultiviert wird.

Der Natur etwas nachhelfen

Mit der Zeit erreichen beliebte Felsenbirnen-Sorten eine Höhe von mehreren Metern und bilden an der Krone eine typische Trichter- oder Schirmform aus. Vom sogenannten Aufasten spricht man, wenn bestimmte Seitenverzweigungen einer Felsenbirne bewusst entfernt werden, um der Pflanze eine adult wirkende Wuchsform zu verleihen. Verschiedene Sorten können bei ihrem Größenwachstum aber durchaus unterschiedliches Wachstumspotenzial an den Tag legen:

  • Kupfer-Felsenbirne: wird etwa zwei bis sechs Meter hoch
  • Gewöhnliche Felsenbirne: wird etwa einen bis vier Meter hoch
  • Ährige Felsenbirne: wird etwa zwei bis fünf Meter hoch

Tipps

Um eine ausreichende Anzahl der essbaren Früchte für sich selbst und für die Vogelwelt im Garten heranwachsen zu lassen, sollten Sie auch der Felsenbirne in Ihrem Garten eine gewisse Größe zugestehen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: hbpictures/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.