Die Felsenbirne im Kübel kultivieren

Da die Felsenbirne auch mit relativ unwirtlichen Standorten kaum Probleme hat, wird sie traditionell zur Hangsicherung gepflanzt. Die zuletzt von Gärtnern gewissermaßen "wiederentdeckte" Pflanze kann aber auch im Kübel gepflanzt einen hohen Dekorationswert entfalten.

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Die Felsenbirne lässt sich sogar als Bonsai erziehen

Kompakt wachsende Sorten der Felsenbirne

Grundsätzlich kann eigentlich jede Felsenbirne im Topf herangezogen werden: Immerhin handelt es sich im Pflanzen, die in Bezug auf die Pflege nicht besonders anspruchsvoll sind und aufgrund ihrer prachtvollen Herbstfärbung einen tollen Kontrast zur restlichen Gartenbepflanzung bilden können. Felsenbirnen erreichen je nach ausgewählter Sorte im Alter eine Größe von 6 m Wuchshöhe oder mehr. Für die Kultur im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse eignen sich daher eher klein wachsende Sorten wie die Ährige Felsenbirne oder die Zwerg-Felsenbirne Helvetica. Schließlich lassen sich Felsenbirnen in ihrem Wachstum nur bedingt durch Rückschnitte im Zaum halten.

Standort, Substrat und Topfgröße als zentrale Faktoren für gesunde Felsenbirnen im Kübel

Damit eine Felsenbirne auch im Topf gut wachsen und gedeihen kann, sollten die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Aufstellung an einem relativ sonnigen Standort
  • lehmig-toniges oder lehmig-sandiges Substrat ohne Staunässe
  • ausreichend großes Pflanzgefäß

Felsenbirnen wachsen an einem sonnigen Standort besser als im Schatten, können aber bei Trockenheit und Hitzestress mitunter lange vor dem Herbst zu einer Rotfärbung des Laubs neigen. Das Substrat im Topf sollte möglichst locker und unverdichtet sein, wobei als Düngung jährliche Kompostgaben oder Langzeitdünger wie Hornspäne ausreichend sind. Um Staunässe vorzubeugen, sollte bei der Pflanzung möglichst eine Drainageschicht in den unteren Bereich des Kübels eingefügt werden. Die Topfgröße sollte der Felsenbirne ausreichend Platz für die Wurzeln bieten, dann ist nur etwa alle drei Jahre ein Umtopfen nötig.

Auch im Kübel problemlos winterhart

Da die Felsenbirne allgemein sehr gut winterhart ist, benötigt sie auch im Winter keine speziellen Schutzmaßnahmen. Exemplare im Topf sollten bei ausgeprägten Kahlfrostperioden aber an frostfreien Tagen bewässert werden, um Trockenschäden vorzubeugen. Ein Umzug in ein warmes Winterquartier ist bei der Felsenbirne in keinem Fall nötig, sondern eher kontraproduktiv.

Tipps

Werden Felsenbirnen im Topf auf einer Terrasse oder auf dem Balkon aufgestellt, kann es zu Verunreinigungen und Verfärbungen von Bodenfliesen oder anderen Bodenbelägen durch die Früchte kommen. Heruntergefallene Früchte sollten besser rasch entfernt oder noch besser rechtzeitig für den Verzehr geerntet werden.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Sergey Rybin/Shutterstock

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