Ein Feigenbaum als Zimmerpflanze

Sowohl die fruchttragenden echten Feigenbäume als auch die unechten Feigen, die durch ihr schönes dunkelgrünes Laub bestechen, eignen sich zur Zimmerkultur. An einem hellen und warmen Platz in der Wohnung gedeihen Zier-Feigenarten wie die Birkenfeige oder die Geigenfeige auch ohne den sprichwörtlichen grünen Daumen gut und sind deshalb häufig in Büros anzutreffen. Selbstbefruchtende Feigenbäumchen setzen bei guter Pflege im Haus sogar Früchte an und verleihen Ihrem Zuhause durch ihre interessant geformten Blätter ein mediterranes Ambiente.

Feigenbaum Zimmerpflanze

Der optimale Standort

Besonders prächtig gedeiht die Feige an einem sonnigen Fenster oder im Wintergarten. Handelt es sich um eine echte Feige, sollten Sie beachten, dass die Gehölze auch in ihrer südlichen Heimat eine Winterruhe einlegen und das Laub abwerfen. In der kalten Jahreszeit ist es deshalb empfehlenswert, der Feige einen etwas kühleren Platz in der Wohnung zu geben. Ideal sind Temperaturen von etwa zehn Grad.

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Das geeignete Substrat

Feigen gedeihen gut in handelsüblicher Blumenerde oder Kübelpflanzenerde, die sie mit Sand oder feinkörnigem Kies auflockern. Da Feigen sehr empfindlich auf Staunässe reagieren, bringen Sie in das Pflanzegefäß eine Dränageschicht aus Tongranulat ein.

Viele Feigen wachsen auch in Hydrokultur gut, da sich in dem Spezialgranulat keine Staunässe bilden kann und die Pflanzen optimal mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt werden.

Gießen mit Fingerspitzengefühl

Nicht nur auf Staunässe reagieren Feigen empfindlich, sondern auch auf das vollständige Austrocknen des Wurzelballens. Bodentrockenheit quittiert die Feige zunächst mit dem Abwurf der Früchte und im Anschluss mit einem teilweisen Verlust des Laubes. Gießen Sie deshalb immer dann, wenn sich die Oberfläche der Erde trocken anfühlt und schütten Sie überschüssiges Wasser im Untersetzer weg. Allenfalls in den warmen Sommermonaten können Sie für einige Stunden einen kleinen Wasservorrat stehen lassen.

Während der Wintermonate sollten Sie die Wassergaben reduzieren. Ganz austrocknen sollte der Feigenbaum allerdings nicht.

Feigen reagieren empfindlich auf hartes Wasser

Gießen Sie die Feige mit weichem Wasser. Verwenden Sie in Regionen mit kalkhaltigem Wasser gefiltertes Leitungswasser oder Regenwasser. Alternativ können Sie das Gießwasser einige Stunden stehen lassen, sodass sich der Kalk absetzt.

Düngen der Zimmerfeige

In der Wachstumsphase belohnt die Zimmerfeige einmal wöchentliche Düngergaben mit kräftigem Wuchs und reichem Fruchtansatz. Geeignet ist herkömmlicher Flüssigdünger oder Zitrusdünger. Möchten Sie die Früchte der Feige verzehren, sollten Sie darauf achten, dass der Dünger lebensmittelgeeignet ist.

Tipps & Tricks

Zimmerfeigen sind leider etwas anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen Kontrollieren Sie die Pflanze deshalb regelmäßig auf Befall.


Text: Sabine Kerschbaumer

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