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Feigenbaum rausstellen: Wann ist der beste Zeitpunkt?

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Der Feigenbaum, mit seinen süßen Früchten und mediterranen Flair, erfreut sich wachsender Beliebtheit in heimischen Gärten. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, ihn ins Freie zu stellen und wie gelingt die Überwinterung? Dieser Ratgeber bietet wertvolle Informationen zur Pflege des Feigenbaums im Jahresverlauf.

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Der Feigenbaum kann raus, wenn keine Minusgrade mehr zu erwarten sind

Den idealen Zeitpunkt zum Auspflanzen abpassen

Um Ihrem Feigenbaum einen optimalen Start im Freien zu ermöglichen, sollten Sie den Zeitpunkt des Auspflanzens sorgfältig wählen. Dieser hängt maßgeblich von den vorherrschenden Wetterbedingungen ab und kann daher von Jahr zu Jahr variieren. Grundsätzlich gilt: Bevor die letzten Frostnächte vorüber sind, sollte der Feigenbaum sein Winterquartier nicht verlassen. In den meisten Regionen Deutschlands ist dies etwa ab Mitte Mai der Fall.

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Erkennen, wann es Zeit ist

Es gibt einige Anzeichen, die Ihnen helfen, den perfekten Zeitpunkt für das Auspflanzen zu bestimmen:

  • Wettervorhersage: Behalten Sie die langfristige Wetterprognose im Auge. Wenn für mindestens eine Woche keine Nachtfröste mehr angekündigt sind, ist dies ein gutes Signal für den Beginn der sicheren Phase.
  • Austrieb: Hat Ihr Feigenbaum während der Wintermonate bereits neue Triebe gebildet, benötigt er dringend mehr Licht und Wärme. Um ein unkontrolliertes Längenwachstum der Triebe zu vermeiden, sollten Sie ihn dann möglichst bald ins Freie stellen.
  • Bodentemperatur: Auch die Bodentemperatur spielt eine Rolle. Ist der Boden mindestens 10 Grad Celsius warm, können Sie Ihren Feigenbaum bedenkenlos ins Freiland setzen.

Indem Sie diese Faktoren berücksichtigen, stellen Sie sicher, dass der Umzug ins Freie zum optimalen Zeitpunkt erfolgt und Ihr Feigenbaum beste Voraussetzungen für gesundes Wachstum und eine reiche Ernte hat.

Die ersten Tage im Freien – eine sensible Phase

Die Gewöhnung des Feigenbaums an das Leben im Freien erfordert etwas Geduld und die richtige Vorgehensweise.

Schrittweise Eingewöhnung

In den ersten Tagen nach dem Auspflanzen ist es wichtig, den Feigenbaum langsam an die neue Umgebung zu gewöhnen. Wählen Sie zunächst einen schattigen und windgeschützten Platz. So beugen Sie Sonnenbrand auf den Blättern und einer zu schnellen Austrocknung vor. Nach und nach können Sie den Baum dann an sonnigere und etwas windigere Bedingungen gewöhnen, bis er schließlich seinen endgültigen Standort beziehen kann.

Wasser und Nährstoffe – die richtige Balance

Eine angepasste Wasser- und Nährstoffversorgung unterstützt den Feigenbaum während der Eingewöhnungsphase im Freien:

  • Bewässerung: Gießen Sie regelmäßig, denn der Wasserbedarf des Baumes ist in dieser Phase erhöht. Achten Sie jedoch darauf, Staunässe zu vermeiden, um Wurzelfäule vorzubeugen.
  • Düngung: Etwa zwei bis drei Wochen nach dem Auspflanzen können Sie mit einer leichten Düngung beginnen. Ein ausgewogener Dünger fördert das Wachstum und die Fruchtbildung.

Der perfekte Platz für Ihren Feigenbaum

Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für das Wohlbefinden und die Ernte Ihres Feigenbaums. Beachten Sie dabei folgende Aspekte:

  • Sonnenlicht: Feigenbäume lieben die Sonne und benötigen mindestens drei Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag. Ein Platz in Südlage ist daher ideal.
  • Windschutz: Ein geschützter Standort, beispielsweise an einer Hauswand oder in einem windgeschützten Innenhof, bewahrt den Baum vor kalten Winden.
  • Platzbedarf: Um Konkurrenz durch die Wurzeln benachbarter Pflanzen zu vermeiden und ausreichend Sonnenlicht zu erhalten, sollte der Feigenbaum mindestens 2 Meter Abstand zu anderen Bäumen und Gebäuden haben.
  • Bodenbeschaffenheit: Lockere, durchlässige Böden sind optimal für Feigenbäume. Schwere, verdichtete Böden beeinträchtigen die Frostresistenz und das Wachstum. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert ist empfehlenswert.
  • Konkurrenzfreie Zone: Befreien Sie den gewählten Standort vor dem Pflanzen von Unkraut, Büschen oder Gras. Mulchen Sie anschließend mit Holzspänen oder Rindenmulch, um das Wachstum unerwünschter Vegetation zu unterdrücken und die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Mit der Beachtung dieser Kriterien schaffen Sie optimale Bedingungen für Ihren Feigenbaum, die sein Wachstum und seine Entwicklung fördern und zu einer reichen Ernte führen.

Sicher durch den Winter – die richtige Überwinterung

Sobald die Tage kürzer und kühler werden, steht die Überwinterung des Feigenbaums an. Mit der richtigen Vorgehensweise gewährleisten Sie, dass Ihr Baum die kalte Jahreszeit unbeschadet übersteht und im Frühjahr wieder kräftig austreibt.

Der richtige Zeitpunkt für den Umzug

Bevor die ersten Nachtfröste einsetzen, sollte der Feigenbaum sein Winterquartier beziehen. Dies ist in vielen Regionen etwa ab Mitte November der Fall. Verfolgen Sie die Wettervorhersagen, um den optimalen Zeitpunkt für Ihre Region zu bestimmen.

Das ideale Winterquartier

Wählen Sie für die Überwinterung Ihres Feigenbaums einen Ort, der folgende Bedingungen erfüllt:

  • Kühl, mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C
  • Frostfrei
  • Hell, aber nicht in praller Sonne

Geeignete Standorte sind beispielsweise ein unbeheizter Wintergarten, ein kühler Keller oder eine Garage.

Pflege während der Winterruhe

Während der Wintermonate benötigt der Feigenbaum nur wenig Pflege:

  • Gießen Sie sparsam, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit.
  • Vermeiden Sie zu warme Standorte, da diese einen vorzeitigen Austrieb begünstigen.
  • Untersuchen Sie den Baum gelegentlich auf Schädlinge oder Krankheiten.

Indem Sie diese Hinweise befolgen, ermöglichen Sie Ihrem Feigenbaum eine erholsame Winterruhe, die für ein gesundes Wachstum im nächsten Jahr entscheidend ist.

Bilder: Thomas / stock.adobe.com