Der eher späte Austrieb des Feigenbaums

Viele Feigenliebhaber warten im zeitigen Frühjahr ungeduldig darauf, dass ihre im Kübel oder Freiland kultivierten Feigen wieder austreiben und in der Folge reichlich Früchte ansetzen. Manchmal stehen schon alle Obstbäume in voller Blüte und der Frühling ist fast vorbei bis die Feige behutsam zartgrüne Triebe zeigt.

Feigenbaum Austrieb

Ausgepflanzte Feigen treiben spät

Ein erstes Anzeichen dass die Säfte steigen und der Feigenbaum austreibt sind die dicker werdenden Knospen. Diese sind hell gefärbt und geben auf sanften Fingerdruck leicht nach. Zeigen sich im oberen Bereich des Obstbaums keine frischen Triebe sollten Sie sich gedulden. Auch eine vermeintlich erfrorene Feige treibt häufig aus dem Wurzelstock neu nach.

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Wichtig: Der richtige Schnitt

Schneiden Sie bei Freilandfeigen im zeitigen Frühjahr alles Erfrorene zurück. Da Feigen am vorjährigen Holz tragen ist es möglich, dass stark zurückgeschnittene Obstbäume nach einem strengen Winter zunächst Triebe aber keine Früchte ansetzen. Durch den Rückschnitt wird die Triebbildung jedoch angeregt und es besteht die Möglichkeit, dass sich im Laufe der warmen Sommermonate an den frischen Trieben die sogenannten Winterfrüchte bilden.

Leider reifen diese Früchte in unseren Breiten im Freiland nicht vollständig aus. Da der Baum diese Feigen im Winter abwirft können Sie die Früchte im Herbst entfernen.

Den Austrieb einer Kübelfeige anregen

Haben die Feigen während der kalten Jahreszeit in einem dunklen und kühlen Raum überwintert, sollten Sie die Kübelpflanzen im zeitigen Frühjahr in einen hellen, frostfreien Raum umquartieren. Durch das Tageslicht wird der Austrieb des Feigenbaums angeregt. Halten Sie die Feige gut feucht. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, auf die der Baum zu diesem Zeitpunkt sehr empfindlich reagiert.

Umtopfen regt die Triebbildung an

Um die Bildung neuer Triebe anzuregen können Sie die Feige im Frühling zurückschneiden und sie in frische Erde umtopfen. Beschneiden Sie beim Umsetzen die Wurzeln und entfernen Sie den Wurzelfilz komplett. Verwenden Sie für den Wurzelschnitt stets eine scharfe Gartenschere oder eine gut gesäuberte Säge, damit keine Bakterien über die Schnittstellen in den Wurzelstock eindringen können. Gewöhnen Sie das Bäumchen langsam an die veränderten Standortbedingungen. Plötzliche starke Sonneneinstrahlung kann zum Verbrennen der Blätter und in der Folge zum Blattabwurf führen.

Tipps & Tricks

Wie gut die Feige die kalte Jahreszeit übersteht hängt vom richtigen Standort ab. Frostfeste Pflanzen überstehen kurzzeitige Kälteperioden mit Tiefsttemperaturen bis – 15 Grad gut.

SKb

Text: Sabine Kerschbaumer

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