Feige

Feige kommt nicht voran? Effektive wachstumsfördernde Tipps

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Staunende Blätter und ausbleibende Früchte am Feigenbaum? Dieser Artikel beleuchtet häufige Ursachen für ein stagnierendes Wachstum und zeigt effektive Maßnahmen zur Wachstumsförderung.

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Ein falscher Standort ist die häufigste Ursache für fehlendes Wachstum

Stagnationsursachen beim Feigenbaum

Wenn ein Feigenbaum nicht wächst wie erwartet, können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Dazu gehören Standortbedingungen, Pflegefehler oder Schädlinge.

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Ungeeigneter Standort

Feigenbäume bevorzugen sonnige, warme und geschützte Plätze. Kalte Winterwinde und Schatten können das Wachstum hemmen. Ein durchlässiger Boden ist essenziell, da Staunässe schädlich ist. Ideal ist ein sonniger Standort an einer Hauswand, die Wärme speichert und nachts abgibt.

Fehler beim Gießen und Düngen

Feigenbäume benötigen ausreichend Wasser, aber keine Staunässe. Ein gut durchlässiges Substrat hilft, überschüssiges Wasser abfließen zu lassen. Zu viel Stickstoffdünger fördert üppigen Blattwuchs, hemmt aber die Fruchtbildung. Eine ausgewogene Düngung im Frühjahr mit organischem Dünger reicht aus.

Mangelhafter Schnitt

Regelmäßiges Schneiden fördert das Wachstum und die Fruchtbildung. Das Auslichten der Krone verbessert die Licht- und Luftzirkulation. Abgestorbene und kranke Zweige sollten entfernt werden. Der beste Zeitpunkt für den Schnitt ist das Frühjahr.

Schädlinge oder Krankheiten

Feigenbäume können von Schädlingen wie Spinnmilben und Schildläusen oder Krankheiten wie Feigenrost befallen werden, die das Wachstum beeinträchtigen. Eine regelmäßige Kontrolle ist wichtig, um frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Kübel zu klein

Feigen im Kübel benötigen ausreichend Wurzelraum. Ein zu kleiner Kübel kann das Wachstum stark einschränken. Ein Volumen von mindestens 20-30 Litern wird empfohlen, um eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten. Das Umtopfen in größere Kübel sollte alle paar Jahre erfolgen.

Zu junges Auspflanzen

Feigen sollten erst im Alter von 3-5 Jahren ausgepflanzt werden, da jüngere Pflanzen empfindlicher gegenüber Umweltstress sind und möglicherweise nicht gut anwachsen.

Mangelnde Winterhärte

Feigenbäume sind nur bedingt winterhart. In kälteren Regionen ist es ratsam, den Baum im Winter zu schützen, etwa durch Vlies oder Stroh. Alternativ können winterharte Feigenbäume in ein frostfreies Winterquartier gebracht werden.

Maßnahmen zur Wachstumsförderung

Verschiedene Maßnahmen können das Wachstum Ihres Feigenbaums fördern, wenn er nicht wie gewünscht wächst.

Standort optimieren

Sorgen Sie für einen sonnigen, warmen und geschützten Platz für Ihren Feigenbaum. Ein Standort an einer Hauswand, die Wärme speichert, ist ideal.

Gießen und Düngen anpassen

Vermeiden Sie Staunässe und sorgen Sie für eine angemessene Wasserversorgung. Düngen Sie regelmäßig von April bis September mit einem organischen Dünger.

Regelmäßiger Schnitt

Ein regelmäßiger Schnitt fördert die Verzweigung und die Fruchtbildung. Das Frühjahr ist die beste Zeit für den Schnitt.

Schädlingsbekämpfung

Bei Befall durch Schädlinge oder Krankheiten sollten gezielte Maßnahmen ergriffen werden. Kontrollieren Sie die Blätter regelmäßig auf Befall und entfernen Sie betroffene Pflanzenteile.

Umtopfen in größere Kübel

Feigen im Kübel sollten alle paar Jahre umgetopft werden. Ein Kübel mit einem Mindestvolumen von 20-30 Litern bietet genügend Platz für das Wurzelwachstum.

Winterschutz

In kälteren Regionen sollten Feigenbäume im Winter geschützt werden. Abdeckungen wie Vlies oder Stroh helfen, Frostschäden zu vermeiden. Ein frostgeschützter Standort oder ein Winterquartier sind ebenfalls hilfreich.

Geeignete Feigensorten

Es gibt verschiedene Feigensorten, die unterschiedlich winterhart sind. In kälteren Gegenden sind winterharte Sorten empfehlenswert. Einige dieser Sorten sind:

  • Bornholmfeige
  • Brown Turkey
  • Ronde de Bordeaux
  • Early Black
  • Perretta®
  • Hardy Chicago
  • Ice Crystal
  • Dalmatie
  • Negronne
  • Desert King

Diese Sorten sind nicht nur frosttolerant, sondern auch selbstfruchtend und daher besonders gut für den Anbau in deutschen Gärten geeignet.

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